Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 23 (20.3.1893)
- Date
- 1893-03-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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439 ' l^Jsa^! '* 7-f^W. '■?*f:.'**~:-vr” *v,^-?r7KF*v ixf& sehen, welches ich euch in der Wüste essen ließ, als ich euch aus dem Lande Mizrajim führte. -Und die Kinder Israel aßen das Man vierzig Jahre bis sie zu einem bewohnten Lande kamen; das Man aßen sie bis sie zur Grenze des Landes Kanaan kamen." Wie unterscheidet sich diese vierzig Jahre lang gewährte Gottesgabe, himmelhoch von allen Brodspeisungen und ähnlichen angeblichen oder wirklichen Wundern! Aus dem einfachen Wortsinn des hier mitgetheilten Berichts ergibt sich sofort, wie dieses Wunder in achtfacher Weise zur Erscheinung kam. Es ist dies 1) der Stoff an und für sich, der in Folge seiner Feinheit leicht durch Verdunstung sich verflüchtigt, und daher von dem Volke niemals als Nahrungsmittel erkannt worden wäre, und dennoch die große Gesammtheit während der ganzen Dauer ihres Wüstenaufenthalts ernährte. 2) Die vierzigjährige ununterbrochene Dauer dieses Wunders. 3) Daß beim Messen sich herausstellte, wie der, welcher viel gesammelt hatte, nicht mehr und der, welcher wenig gesammelt hatte, nicht weniger besaß. 4) Daß gemäß der Vorherverkündung Moschehs alles gegen das Gebot Gottes übrig gelassene, in Würmer und Fäulniß überging. 5) Daß das für Sabbat aufbewahrte in unversehrter Frische und Genießbarkeit blieb. 6) Daß am Sabbat das Manna nicht herniederfiel. 7) Daß es aufhörte, sobald sie bewohntes Land betraten. 8) Seine Erhaltung für alle Zeiten in einer Flasche, während es sofort schmolz, sobald nur die Sonne heiß schien. Die Mannaflasche war noch zu Zeiten des Propheten Jirmijahu vorhanden, wie ein Ausspruch der Mechilta erzählt: ppDiy Dnx p« na ubb ^«*nc”V irren* na«ff nyffa nm«a ansm naa nmna ppayna u« dm na« nmna nnn on1? na«i p bw rm6ä imom or6 «nnn nyff mm nana ypoiy vnt£f oarnia« 'ui 'n mn i«n Dn« cnso rram mina ipvy an« romn: naa ixn moynb mn« nmyff Dnan nffbffa nn« mi n;a Dan« pff bitn nu *a bv rrnihn p bv nmibx btner} na«Jff rmsi vnpff pn« bw noa «p anaiN an nnffan .pn« nao n« atsn Als Jirmijahu zu Israel sprach: Warum beschäftigt ihr euch nicht mit der Thora, antworteten sie ihm: Wenn wir uns mit Thora beschäftigen, wie sollten wir uns dann ernähren können! Da nahm Jirmijahu vor ihnen die Mannaflasche hervor und sprach zu ihnen: Zeitgenossen, seht das Wort Gottes u. s. w. (Jer. II, 31) euere Väter, die sich mit den Worten der Thora beschäftigten, sehet einmal, womit sie ernährt wurden. Beschäftigt auch ihr euch mit den Worten der Thora und der Heilige, gepriesen sei er, wird euch damit ernähren. — Das ist eines von den drei Dingen, durch die einst Elijahu Israel wieder Herstellen wird. Die Manna-Flasche, die Flasche mit dem Sprengwasser (in welchem die Asche der rothen Kuh gemischt war, zur Sprengung auf diejenigen, welche unrein geworden waren und ihre Reinheit wieder erlangen sollten) und die Flasche mit dem Salb-Oel. Einige sagen: auch der Stab Aharons mit seinen Mandeln und Blüthen, denn es ist gesagt: Bringe den Aharonsftab zurück. Die Ueberlieferung fügt noch mehrere an das Manna sich knüpfende Wunder hinzu, aus welchen wir die folgenden herausnehmen. Rabbi Josef lehrte: „Wie der Prophet Israel verkündete, was in den verborgensten Winkeln geschehen war, so auch das Manna. Kamen nämlich zwei vor Moscheh zum Gericht, der eine sagte, du hast meinen Knecht gestohlen, der andere sagte, nein, du hast ihn mir ja verkauft, so sagte Moscheh, wir wollen die Entscheidung bis morgen vertagen. Da nämlich vor jede Thüre so viel Manna fiel, als rechtsmäßig zu dem Zelte, welches sie abschloß, Personen zählten, so war damit die Sache entschieden. Fand sich der für den Knecht bestimmte Omer Man vor der Zeltthüre des ersten, so hatte der andere den Knecht gestohlen. Fand sich die Ration Manna vor der Thüre des anderen, so war der Knecht diesem richtig verkauft worden. — Kamen ein Mann und ein Weib vor Moscheh und behauptete jener, daß sein Weib ihn böswillig verlassen habe, während sie behauptete, aus dem Hause verdrängt und gezwungen worden zu sein, in ihr Elternhaus zurückzukehren, so verschob Moscheh ebenfalls die Entscheidung auf den andern Tag. Fand sich ihre Portion Manna vor dem Hause ihres Mannes, so war dieser der Schuldige, fand sie sich dagegen vor dem elterlichen Hause, so war die Frau überführt. (Midrasch Jalkut zu IV. B. M., Cav. 11.) Daß diese wunderbare Himmelsgabe auch weit über den Kreis des israelitischen Volkes hinaus bekannt wurde, bedarf kaum der Erwähnung. Es wird dies übrigens in der Mechilta zu den Worten: ddji »offnem, wenn die Sonne heiß schien, schmolz es" (II. B. M., XVI. 21) noch ausdrücklich betont: 2'!?'« uao D’iWi a-bm n»yji rno: nn»a nxffin p üya ona owm po ins a^yn mai«i p^xasi .b»nff» bv paff no a*ynvi „Was auf dem Felde übrig blieb, zerfloß und bildete Bäche, aus welchen Rehe und Hirsche tranken. Diese wurden dann von den übrigen Nationen erlegt, wodurch auch sie noch den Geschmack des Manna kosteten, und des Vorzugs, dessen sich Israel erfreute, inne wurden. (Rascht z. St.) Es begreift sich nach alledem, welche Steigerung die wunderbare Erhaltung Israels tn der Wüste gerade durch die Mannaspende erfuhr, deren