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Der Israelit · 1893-02-23 · Heft 16 (23.2.1893) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 16 (23.2.1893)
Date
1893-02-23
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Mann nur Freunde hatte raw dj bw »am tj msna ioy d^bt». Er gehörte dem Liquidations-Collegium der alten Gemeinde bis zu dessen Auflösung an und längere Jahre dem Repräscntanten-Collegium der deutsch-isr. Gemeinde; zu gleicher Zeit war er auch Mitglied des Delegirten-Collegiums des Synagogen-Verbandes. Schon früher gehörte er dem Armencollegium an, da keine Corporation seine bewährte Kraft entbehren mochte. Als er dann in die Dtrection der „Talmud Thora höhere Bürgerschule" gewählt, verzichtete er auf die Wiederwahl zu vorstehenden Aemtern, um sich auf Wunsch des m mehr der Schule widmen zu können, wo er bis an sein Ende segensreich gewirkt. Zu gleicher Zeit war er zweiter Präses der Klaus, bet welcher er im Begriffe gewesen dieses der Thora geweihte Institut neu zu beleben, möge es jetzt in seinem Sinne geschehen, n'rnn 'ir^x stand oft zu seiner Rechten, wohl einige Tausend sind es gewesen, die Hirsch Nathan als nneio eingeführt hat wax omax bw innaa. Als Mann der Wahrheit interessirte er sich selbstverständlich für nox bw non, er war die Seele der Verwaltung des ewnn rra zu Langenfelde, welches am erworben; treu und thatkräftig hat unser Freund ihm dabei zur Seite gestanden wie -m und pnx ihrem Lehrer rwa. waten xa ly rwex vy »m. Unvergessen wird es bleiben, wie er im vergangenen Sommer zur Zeit der fürchterlichen Choleraepidemie unerschrocken in Hospitäler und Leichenhäuser selbst am natp gegangen, um rosa »ne zu dx->v" iap zu bringen. Noch mancherlei Stiftungen und fromme Legate standen unter seiner Verwaltung. „Wer wird", so riesen die d’Hsd aus, „diesen Verlust uns ersetzen" psa Mb Yvy »e „wer von Euch wird im Stande fein, diesen theuren Dahingeschiedenen zu vertreten!?" An seiner Bahre hat man es gelobt vereint in seinem Sinne sortzuwirken, als beste Anerkennung, die man dem Freunde zollen könne. — Eine imposante Trauerkundgebung war dieser Letchenzug, der sich heute Mittag 2 Uhr von der Carolinenstraße aus nach dem Langenfelder Friedhof hinbewegte. Im Trauerhause hatten der Klausrabbiner ]ynyns n»e -mno und vier Freunde dem Entschlafenen Nachrufe und Abschiedsworte gewidmet, während im mx Herr Dr. Nathan statt des Herrn Oberrabbiners, welcher auf einige Tage verreisen mußte, sowie Director Dr. Goldschmidt und Rabbinatsverweser Herr Munk aus Altona officielle Trauerreden hielten. Zu Füßen seines ihm vorangegangenen Lehrers und Meisters am fand Hirsch Nathan seine letzte Ruhestätte by Px-ny »asn bbn -pmea. rr'ajun Schweiz. Baden (Schweiz). In der jüngsten Nr. des „Israelit" wird berichtet, daß der arm der Gemeinde Zürich von mir n^ap habe. Dieses ist nicht der Fall. Derselbe war seiner Zeit enw in einer Gemeinde meines Bezirks, hat seine Prüfung als um» gut bestanden und ist auch im Besitz von nHap verschiedener gesetzestreuer Rabbinen. Von mir besitzt derselbe eine schriftliche Autorisation lediglich deßhalb nicht, weil ich dieselbe nur im Ausnahmsfalle ertheile, der hier nicht vorlag. Bezirks-Rabbiner Dr. Ehrmann. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Wien, 9. Febr. Die Volksschuldebatte im Abgeordnetenhause ist heute sehr lebhaft geworden. Auch die confessionelle Frage blieb in der heutigen Debatte nicht unberührt. Der Erste, der auf dieselbe zurückgriff, war der Abgeordnete Freiherr v. Oppenheimer, der zu einer kurzen Erwiederung auf die ebenso grundlose wie böswillige Anschuldigung des Prinzen Liechtenstein, daß der bekannte Erlaß über die Unterlassung der Triuitätsformel beim Kreuzzeichen auf jüdischen Einfluß zurückzuführen sei, das Wort nahm. Sowohl in der sorgfältig ciselirten Form wie in dem vornehmen Inhalt entsprach diese Replik der hochangcsehenen Stellung, die Freiherr v. Oppenheimer im Abge rdnetenhause und zwar gerade unter den conservativ gesinnten Mitgliedern einnimmt, und dieser Stellung entsprechend, wurde sie auch mit ungewöhnlicher Aufmerksamkeit angehört. Manchem wird dabei vielleicht eingefallen sein, daß wir Deutsche, wenn wir für das Wort Adel den französischen Ausdruck Noblesse gebrauchen, mit dem letzteren doch einen ganz andern Sinn verbinden. Der höhere und ältere Adel ist vielleicht beim Prinzen Liechtenstein die größere Noblesse war aber entschieden auf Seite des Abgeordneten Freiherrn v. Oppenheimer. Auch ein Theil der Rede des Abgeordneten Fux war der consessionellen Seite der Schulfrage gewidmet, und auch dieser stand hinter dem den sprachlichen Beschwerden gewidmeten Theile nicht zurück. Besonders wirksam waren seine Ausführungen über die antisemitische Verhetzung, in welchen er die stille praktische Arbeit der deutsch-liberalen Partei für den Gewerbestand, für die Fux aus seiner Heimat Neutitschin praktische Belegen anführen konnte, dem oratorischen Fusel gegenüberstellte, mit welchem die Wiener Agitatoren den kleinen Gewerbsmann berauschen, ohne ihm „einen Span, viel weniger ein Werkzeug in die Hand zu geben." Wien, 15. Febr, (Niederösterreichischer Landtag.) Die Interpellation der Abgeordneten Bau-

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