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Der Israelit · 1893-01-19 · Heft 6 (19.1.1893) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 6 (19.1.1893)
Date
1893-01-19
Page
– (sequence 18)
Language
German
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110 ans Herz legte, in jenen vier Satzungen, in welchen er (Akabja) einer von der Meinung der übrigen Weisen abweichenden Ansicht huldigte, nicht seine, sondern die Ansicht der Mehrheit als maßgebend betrachte. 8 9) Die auf Frömmigkeit und Bescheidenheit bezughabende Sentenz unseres Tanaiten lautet wieder folgendermaßen.- Wenn du auf drei Dinge dein Augenmerk richtest, wirst du nicht der Sünde verfallen! Wisse, woraus du entstandest, wohin du gehen und vor wem du einst Rechenschaft zu geben haben werdest. Woraus entstandest du? Aus gemeinem Stoffe. Wohin du gehen wirst? An einen Ort des Staubes, der Würmer und Maden. Und vor wem du einst Rechenschaft zu geben haben wirst? Vor dem Könige der Könige, vor dem Allerheiligsten, gelobt sei Er!^ Daß Akabja sich nicht begnügte, diese zu beherzigenden Lehren zu verkünden, sondern dieselben auch bethätigte, das beweist zur Genüge die — oben erwähnte — Zurückweisung des auf seine Wahl zum „Ab-Beth-Dtn" bezügliche Anerbieten und deren Motivirung. Der Protektion war Akabja ein solch entschiedener Gegner, daß er selbst bet seinem Sohne keine Ausnahme machen wollte. In der Mischna wird hierüber folgendes Zwiegespräch mitgetheilt: Akabja wurde vor seinem Tode von seinem Sohne gebeten, er möge ihn seinen (A/s) Kollegen empfehlen, was aber der Vater rundweg zurückwies. „Warum — fragte betroffen der Sohn — hast du an mir vielleicht einen Fehler entdeckt?" „Nein!" — antwortete A. — „sondern — setzte er fort — deine eigenen Thaten und dein Betragen werden und sollen dich empfehlen oder zurückweisen!" 10) Aeöer die ü’yJH des Halmud. Die Stelle in Berachoth 7a: dv Vaa Dyn nJ-DBn xai ntPDriD anx yja naai y:n iDyi noai 'Di ny»a ruaicn oddem ™nd ruDtsn d’dVn bedarf in mehrfacher Beziehung der Erklärung. Ihre Aufhellung verdanke ich dem kombinatorischen Scharfsinne des Herrn Rabbiners I. H. Schar ff hier, dessen Gedankengang ich im Folgenden wiedergebe. Vor Allem fällt auf, daß die Boraitha diese Zahlenangabe ohne jede Begründung ausspricht, ganz im Gegensätze zu ihrer sonstigen Gewohnheit, wo sie ähnliche Angaben wenigstens durch sogenannte «nDDM belegt, z. Beispiel kurz vorher (5a) ypnn 8) Ediorh, V, 7. Siehe Bartinuroh u. Tosefoth Jom tow zur Sielle. 9) Pirke Aboth., III, I. 10) Edioth idiä. .nixsin nio^ wt? D^iya woj nn'D wo mo n r6no x'jrn N’jrvi n!?no oder ... xnn »an N’nüo'ja .(a"y a"s p'a) nn ’an 'd\33 In noch höherem Grade muß es den L.ser in Erstaunen setzen, wenn er in der Thosephta statt 58888 eine völlig verschiedene Zahl, nämlich 13824 findet. Die Ausflucht, daß hier etwa nur ein Schreibfehler vorltege, erweist sich sogleich als hinfällig, wenn man den ganzen Wortlaut beachtet: yaax aoix ’aa tdd in« n:-yn r6*^a nnDtPD yanxi ora rvnotfo nya tdd anx ynm nrya a":D nx ny.ai nyara. In der Thal hat dieser Umstand Rabbien Tam im az".aaDD veranlaßt, unsere Lesart im Talmud dieser Tosephta gemäß zu verbessern, aber mit Unrecht, denn er hat dabei zwei wichtige Belegstellen unbeachtet gelassen, nämlich: manaa xop pns »n ’D^n’ und naw Enno Tiaa zu r6^>a 'Dip, wo diese Thosephta wörtlich angeführt und zugleich eine andere Zahl genannt wird: rn d’e^x rwi xiaa rwono ans ^nide^ ’jn y:n im nyzo ruiDEn cryanx mxD. Und wenn auch zwischen der Zahl Samuels und derjenigen unserer Stelle noch ein Unterschied von 2040 besteht, so kommen sie doch beide einander jedenfalls näher, als der Zahl der Thosephta. *) Der eben geschilderte Sachverhalt fübrt nun zu der nothwendtgen Annahme, daß der Talmud zweierlei D-yn kennt, nämlich eine große yga, wie sie die NnDDTi angibt, von der nur 13824 auf die Stunde gehen, und eine kleine, von der unserer Stelle gemäß 58888 in der Stunde enthalten sind. Auf diese Thatsache weist wohl auch Kalir hin in seinem "mso' n*tn üvd zu D’VpEf nzns asn* mit den Worten: ym wem D'yazn nwo WDn qvh rrnyi .D-yn noa^ yjnn p^no papaoni nvn t>a rvrya nny.a Es bleibt aber jetzt noch übrig, die Zahlenangabe unserer Stelle in Einklang zu bringen mit dem entsprechenden »d^btv, der nur 53848 D’yn für die Stunde angibt und mit »a nana NDimn ethd xsn der ihrer 58650 zählt; und schließlich verdient wohl auch Rabbien Cbananel zu xy h ry Beachtung, der die Zahl 56888 hat. Diese vier verschiedenen Zahlen scheinen nun alle eine gemeinschaftliche Quelle zu haben und zwar Ezechiel XXI, 19. -jm Naja nax p nnyi ain ^aani Vx, eine B belstelle, die den Exegeten ganz erhebliche Schwierigkeiten bereitet. Wir nehmen zu Hilfe den a"mv tnao, der im 31. Kapitel und fast wörtlich auch im 78. hierzu bemerkt: *) Gewisse Varianten dieser Zahl erledigen sich allerdings einfach durch Richtigstellung von Schreibfehlern. So ist z. B. klar, daß xy '"I i"y das S in riE^aa zu streichen und richtig D'-aDN npan zu lesen ist. Im twde' Brno ’nan müssen nE'Dn und nw ihre Plätze wechseln und es muß dort richtig heißen nai D'D?N nE'E'i xiaa nE'on. Endlich darf es im ’naa na’N EH1D nicht heißen: mND n"l, sondern mxD m.

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