Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 4 (12.1.1893)
- Date
- 1893-01-12
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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58 in keinen Streit ein, wich friedlich aus und versuchte so lange dem Hader aus dem Wege zu gehen, bis er endlich Wasser fand, das ihm niemand mehr abstritt; das that Jsak, obwohl der König dieses Landes zu ihm sagen konnte, „du bist mächtiger als wir." mso udd nasy »a. Aus Friedfertigkeit gab Jakob dem Esau reiche Geschenke, aus Versöhnlichkeit verneigte er sich tief vor dem Bruder. „Jakob nahm den zehnten Theil seiner Heerden und gab es dem Esau. Da rief Gott ihm zu: „Jakob! Du entweihest ja den heiligen Zehent? Er aber antwortete: ich muß den Bösewicht versöhnen, damit er mich nicht umbringe". Daraus ersehen wir, man muß aus Friedensliebe in dieser Welt gar oft sich sogar mit den bösen Menschen halten. (Jalkut, Wajischlach.) 3) Jakob zürnte auch in strengen Worten über seine beiden Söhne Simeon und Lewi, weil sie in gewaltthätiger Weise die Ehre ihrer Schwester Dina rächten und den friedlichen Ausgleich mit Sichem außer acht ließen. Das Heiligste, was wir besitzen, der Altar Gottes, unsere Gottesverehrung, unsere Gebete, der Priestersegen, sie haben alle den Frieden zum Ziele. Man durste den Altar nicht messen mit einem eisernen Maße, weil dieser dadurch entweiht wäre, wenn er mit dem Eisen in Berührung käme, denn das Eisen ist bestimmt die Tage des Menschen zu verkürzen, während der Altar bestimmt ist die Lebenszeit des Menschen zu verlängern. (Midoth 3.)*) „Und er (Gideon) nannte ihn (den Altar): der Herr ist der Friede." Darauf sagen unsere Weisen: Wenn der Altar, der doch kein lebendes Wesen ist und der nur zu dem Zwecke erbaut wurde, damit Israel seine Sühnopfer darauf darbringe, der Frieden genannt wird, umsomehr der Mensch, der friedliebend ist. dem Frieden nachstrebt, mit friedlichem Gruße jedem nahekommt und Frieden und Versöhnung stiftet zwischen Israel und seinem himmlischen Vater, umsomehr, daß dieser würdig ist, der Friede genannt zu werden. (Aboth dt R. Nathan 16.) 3) Der Friede ist von solcher Wichtigkeit für uns, daß alle unsere Gebete, unsere Benedeiungen, unsere P"s ,wyr> pji lnupa i^ya 73 ns apy» npb (3 ns ppana us y"wai 7"s 7iii mpn ns rwy apy» n"apn udd 7flnya D’jnsn? psuna nas ]saa ,»mrv s7w Min . (n7m Dip7’) Dito du biDBi yr sat? 7ro 7tr D’caa mis pa r>n S1? (4 va» *pnsn7 snaa naiam ,dis to ros» iLp7 snaa 7nanw . ('J p"© nnD) DIS 7Ü7 nniff uw Pis uw naia na aiton 'n 17 sipi (5 »o Dito r^npa Psn^' 7v7 ]niDD7 s7s naaa s7i nno s7i p oito P’tsDi oito ywn) oito ^1111 cai7ty anis smty "in mas) Dito snpjty auasy d»dbg» onasP tont?» ,(T"D p“)B Segnungen mit dem Worte Scholaum—Frieden, endigen. Wer die Wissenschaft ehrt, wem die culturelle Entwickelung der Menschheit am Herzen liegt, der muß auch den Frieden lieben, diejenigen aber, die dem Kriege und dem Unfrieden das Wort sprechen, verfolgen nur damit ihre persönlichen Interessen, oder die Interessen des engeren Vaterlandes. Der Sieg der Wissenschaft ist der Sieg der Vernunft und der Sieg der Vernunft fördert den Frieden in der Welt. Darum sagt auch der Talmud: „Die Gelehrten und Weisen fördern den Frieden in der Welt." (Berachoth 63 IO«5) „An Frieden reich sind die, welche Deine Lehre lieben." (Psalm 119.) 7) Der Werth des Friedens ist so hoch, daß er der Inbegriff des Segens ist und die ganze Gotteslehre hat nur den Zweck ihn zu verbreiten und zu festigen. (Gttin 59 d.)8) Gott fand kein Wort, das so alle Segnungen in sich faßt, um Israel damit zu segnen, als den Frieden, denn so heißt es auch: Der Herr verleiht seinem Volke Macht, der Herr segnet sein Volk mit Frieden. (Ukzin 3.)9) Selbst der heiligste Name Gottes durfte bet Ausübung des Sota-Gesetzes des Friedens wegen im Wasser verlöscht werden, was sonst strengstens verboten ist. (Mackoth 9 b.)10) Groß ist der Friede bei Gott, denn selbst wenn man dem Götzendienste huldigt, kann die Menschen doch keine Strafe dafür treffen, sobald sie nur in Frieden miteinander leben. (Midrasch Rabbah 38.)") Wer Frieden stiftet zwischen Mann und Frau, § zwischen dem Einen und seinem Nächsten, zwischen Stadt und Stadt, zwischen Volk und Volk, zwischen Regierung und Regierung, zwischen Familie und Familie, der ist sicher, daß Gottes Strafe ihn nie treffen wird. (Mechilta Jithro.)13) Der ganze Opfercultus im jerusalemitischen Tempel hatte ebenso! wie die Thora selbst nur den Frieden zum Ziele, wie aus folgendem hervorgeht: Die Völker frugen einst den Bileam, weßhalb hat Gott nur den Js- Ditoa panin mtonm manan 7M oiton n7i“n (6 . (D17KM pns) D’ana 0‘aan ’TD7n saun *n nas itjPs 'n nas (7 ,(a*y ,ro niana) D7iya ow (a"y ,d"j pou) sm Di7p »am ubd H7ia nnnn 7a (8 pnna »73 n"apn ssa s7 snann p pyaw 'n ids (9 pa* 'n pr iay7 ny 'n naNuc? oi7i^n s7s tosne7'7 nana ' . (U prrpiy) Ditoa ioy ns »bp nun nnas m»s7 »»n» pa ornw nwyn (io .(a"y 'a noa) O’on by nna’ nampa ana:tff us Pia’aa rrapn na^r i"yy tos oi7tn 7ru (n . (a*7 nan mna) onu’a aomr p»a ona oito7 7ia» n*y pa t^’s^* ty*s pa mtt'S7 L"s pa nvw 7’oan (12 nnspa pa nntf'aan nnwaa pa naiNtn naiN* pa n*y7 . (nn» sn7’aa) vny^muyns sian^s7ty noaia nnEffB7