Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 4 (12.1.1893)
- Date
- 1893-01-12
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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WW WWWMW WWWM W-?- XXXIV/Jahrgang. M 4. Der Israelis Ein Aenlrat-Hrgan für das orthodoxe IudenLHum. Begründet von IZr. Lehmann in Mainz. Donnerstag, den 12. Januar 5653 (1893). Helegramm des „Israelit". Mainz, 9. Januar. Gleich nach Schluß unserer Montagsnummer erhielten wir die frohe Botschaft, daß die hohe körrigl. Regierung zu Dresden das Schächtverbot aufgehoben hat. Wir danken unserm Schöpfer, daß dieser Stein des Anstoßes nunmehr hinweggeräumt ist. So tief bekümmert wir waren, als dieser Eingriff in die Gewissensfreiheit erfolgte, so hoch erfreut dürfen wir nunmehr eonstatiren, daß die Anschläge und Einflüsterungen unserer Gegner an dem biedern Sinn der hohen königl. Regierung zu Schanden wurden. Hoffentlich ist die Schäch.frage in dem aufgeklärten Deutschland für alle Zeiten abgethan. Leitender Artikel. Weltfriede und Iudenthum. von Rabbiner Heinrich Galandauer in S ob orten (Böhmen). II. Unsere Religion documentirt sich in Bibel und Talmud als Friedensreligion, der Kern derselben ist Liebe, Eintracht; Beseitigung aller Zwietracht, allen Streites, titvotü dj?u on non mto, Ihre Wege sind liebliche Wege, ihre Pfade alle sind Pfade des Friedens." Gleich die Schöpfungsgeschichte zeigt die friedlich ordnende Hand Gottes, dessen Geist über den Wassern schwebt. Hier findet sich keine Spur von Titanenkämpfen, von Elementen, die einander besiegen, von gewaltsamen Umwälzungen, wie die meisten antiken Völker von der Weltfchöpfung annahmen, hier wallet nur der Friede. Jede Störung desselben und selbst die geringfügigste, ja selbst die ersprießlichste, wird als heillos betrachtet. Warum, sagt der Midrasch, heißt es nicht beim zweiten Schöpfunastage mo o, „daß es gut sei"? Weil am zweiten Tage die erste Scheidung sich vollzog, denn so heißt es auch, „und es sei eine Unterscheidung zwischen Wasser und Wasser." Wenn nun ein Streit, der zum Wohle und zur Verbesserung der Welt sich vollzicbt, als unbeilvoll, als nicht gut erkannt wird, umsomehr ein Zwist, der zum Zerstören hervorgerufen wird. (M. Rabba 4.)*) Bon den Erbauern des babylonischen ThurmeS sagt Gott: Ich will Friede und Eintracht in der Welt, und diese Bösen stehen nun auf um Empörung zu stiften. (Tanchumah, Noah.)2) Die Friedfertigkeit unseres ersten Stammvaters Abraham seinem Bruderssohn Lot gegenüber; sein versöhnlicher Sinn, den er beknndet, als er für die Sünder Sodoms zu Gott um Schonung fleht; sein Vorgehen bei dem Kauf der Höhle Machpela von Ephron; seine Handlungsweise dem Könige von Sodom gegenüber, als er, um seinem Verwandten Loth beizustehen, zu einem Kampfe gegen die vier Könige genöthtgt wurde und sie dann besiegte, all das zeigt den versöhnlichen Geist in diesem Patriarchen, die Neigung zum Frieden. Auch Jsak ist von demselben Geiste erfüllt. Er wich jedem Streite aus. Die Brunnen. die einst sein Vater gegraben, schütteren die Philister wieder zu; als er sie wieder öffnen ließ, stritten dagegen die Hirten Gerar's und sprachen: „Uns gehört das Wasser", Jsak aber ließ sich 'aw nprrra rwojnE' tb o ’jtto yro nP hdP (t □bij? bv mp’n? N’nt7 npit?no bn cro p phbd .3"dnj? PoiyP nw-p npT?na bib o m ”p rots’^i ayvrw bw ntcnj? ’jn rr'zjpn nc« (2 , . (m 'd Nöimn tp-no) Btnjn nporra nn1? bhdij;