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Der Israelit · 1892-03-31 · Heft 26 (31.3.1892) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
33 (1892)
Issue
Heft 26 (31.3.1892)
Date
1892-03-31
Page
– (sequence 3)
Language
German
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499 der Gott ihrer Väter erschienen ist, der Gott Abrahams, der Gott Jizchaks und der Gott Jakobs. (2. B. M., Cap. 3, V. 12 und Cap. 4, V. 1—5.) Diese Bedenken Moschehs und ihre Zurückweisung werden in Hirsches Pentateuchcommentar in folgender Weise motivirt: Du setztest mir eine doppelt riesige Aufgabe, ich soll Pharao und Israel bewältigen, Pharao stürzen und Israel anführen, zu beiden finde ich nicht die leiseste Spur von Kraft und Fähigkeit in mir. Und wohl durfte ein Mensch, dem eine solche Aufgabe ward, sich wieder und wieder auf die Wagschale legen. Hätte es nur dem eigenen Geschick gegolten, so durfte er sich vielleicht in die Schanze schlagen. Aber von dem Gelingen dieses Auftrags hing das Wohl und Wehe eines ganzen Volkes ab; und das durfte wohl ein Mensch, zumal der wie Moses, als der ins uy hdinh »je by -um* o-ixn hm, als der Mann von dem äußerst bescheidenen Charakter, „als der bescheidenste unter allen Menschen auf Erden", in der That keine Faser zu dem Zeug in sich verspürte, aus welchem siegreiche Volksaufwiegler, Volks- und Heerführer, Helden und Herrscher gemacht werden, der sich also als den zu einer solchen Aufgabe geradezu untauglichsten unter allen Menschen wußte, wohl durfte ein solcher Mensch vor dem Gedanken einer solchen Aufgabe, selbst wenn die Aufforderung, dazu von Gott kam, staunend zurückschrecken. Konnte das Unternehmen nicht an seiner Unzulänglichkeit, Ungeschicklichkeit, seiner Zaghaftigkeit und Schwäche Pharao gegenüber scheitern und dann nur Unheil auf Unheil über seine Brüder häufen? Durfte er sich nicht die imponirende, überwältigende Kraft absprechen, die dazu gehört, aus der unter der Peitsche ausgewachsenen ziegelbrennenden Masse ein Gottesvolk zu bilden? Darauf wird ihm die Antwort: Gerade das, worin du deine vollendete Untauglichkeit zu dem Werke erblickst, macht dich zu dem dazu Geeignetsten. Eben weil du es durch und durch fühlst, wie dir auch die leiseste Anlage fehlt, ein solches Werk mit eigener, somit menschlicher Kraft zu unternehmen, geschweige denn zu vollbringen und weil diese Unzulänglichkeit deinem ganzen Wesen in so entschiedener Weise ausgeprägt ist, eben darum bist du der geeignetste Bote meiner Sendung. Ich brauche einen Menschen der der größte oan und zugleich der größte uv ist. Deine entschiedene Unzulänglichkeit wird dem von mir durch dich zu vollbringenden Werke für alle Zeit das „Zeichen" aufprägen, daß, was du vollbracht nur in meiner Sendung und durch meine Macht vollbracht werden konnte. Deine Unzulänglichkeit ist dein G o t t es - E r e d i t i v. Ohne sie fiele die Rettung in die Masse zunächst nur die Menschengröße verherrlichender weltgeschtchlltcher Begebenheiten. Und nicht eine Menschenherrfchaft will ich ja durch dich und mit dir begründen. Wenn die Erlösung vollbracht ist, sollst du nicht Herrscher des Volkes werden, puyn, sollt Ihr, sollst du und das Volk als Diener Gottes an diesen Berg treten, sollst du und dieses Volk an diesem Berg in den Dienst Gottes treten, und nur iN'sra und nur, wenn ein Mensch wie du das Volk hinausgeführt haben wird, wird dieses Ziel der ganzen Erlösung möglich sein, werde ich dann sprechen können: p-M 's >djs ü’TJd p«d: denn du und das Volk werdet da nur in ganz gleicher Linie als meine Diener dastehen. Und 'sn pin p-nyn dieselbe Gotteserscheinung die hier dir sichtbar geworden und dich zur Rettung sendet, wird dann zum zweitenmale an diesem selbigen, oder vielleicht richtiger, auf diesem selbigen Berge und dann zwar auch allen erscheinen und die Gewinnung des Volkes für meinen Dienst vollenden. Zur ursprünglichen Ausrüstung Moses, war kein nw, kein Wunder nothwendig. Auf den Erfolg hat Gott Moses und uns für alle Zetten hingewiesen: man ib nn foy hyin »d. Daß wir in unserer Ohnmacht mit der Thora im Arme einen solchen welthistorischen Ganz durch die Zeiten vollbringen konnten, das ist der ewige vollgiltige Beweis für die Göttlichkeit der Thora und die Wahrhaftigkeit der Sendung Moses. Allein hier, im Anfänge, wo der Erfolg noch fehlt, ja, von vornherein wiederholte Erfolglosigkeit angekündigt war, da war ein Zweifel an Moses Sendung wohl begründet, und Moses sehr wohl berechtigt einen solchen Zweifel beim Volke vorauszusetzen. Das Umwandeln, die Thatsache, daß das, was jetzt Stab ist, wenn man will, eine Schlange und wenn man will, wieder ein Stab wird, ist schon an sich ein nix, das verstärkte m«, ein geistiger Hebel, ein Mittel zur Bewirkung der Ueberzeugung, daß Derjenige, welcher mit einer solchen umwandelnden Macht gerüstet auftritt, Bote jener einzigen Macht ist, die über den natürlichen Stand und Gang der Dinge gebietet, von deren Willen allein der Fortbestand der Gesetze der Natur bedingt ist, die sie selber gegeben, jener Macht, durch welche nicht nur alles geworden, was ist, sondern Alles besteht, was besteht. Allein eine näher eingehende Erklärung dürfte auch klar machen, warum Gott gerade dieses Zeichen und kein anderes gewählt hat. Gott läßt Moses erst erwägen, was er in der Hand hat. Das coripirte 'n das über das ns hinwegeilt und den Gedanken auf das nt concentrirt, dürfte allerdings zugleich erinnern, Gottes Wundermacht habe ebenso gut an jedem anderen Gegenstände,

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