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Der Israelit · 1892-02-18 · Heft 14 (18.2.1892) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
33 (1892)
Issue
Heft 14 (18.2.1892)
Date
1892-02-18
Page
– (sequence 6)
Language
German
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262 gewinnes zu Gunsten der aus Rußland vertriebenen Glaubensgenossen abliefern werde, — ein Versprechen, das Herr Kaiser bisher erfüllt hat und auch in Zukunft zu erfüllen fest entschlossen ist. Uebrigens wäre es Jedermann freigestellt, sich jederzeit von der Richtigkeit dieser Erklärung durch Einsichtnahme in die in; Burean rneines Clienten aufliegenden Quittungen zu überzeugen. Wien. Wie wir seinerzeit berichteten, hat der Kaiser dem Komite zur Erbauung einer polnischjüdischen Synagoge in Wien für die vom Finanzmintsterum bewilligte Gold-, Silber- und Effekten- Lotterie einen prachtvollen Treffer gespendet. Dieser hochherzige Akt kaiserlicher Huld hat viele wohlthätige Damen veranlaßt, dieser Lotterie zahlreiche Spenden zu widmen, wodurch der Absatz der jetzt zum Verkaufe gelangenden Lose sehr gefördert, da auch der kleinste der für diese Lotterie bestimmten tausend Treffer ein werthvolles Andenken bilden wird. Auch die Sammlungen nehmen einen günstigen Verlauf und so ist das Baukomite bereits in der Lage einen geeigneten Bauplatz anzukaufen, um darauf eine Synagoge nach den vom Herrn Baurath Stiaßny entworfenen Plänen zu erbauen. In dieser neuen Synagoge wird der polnischjüdische Ritus, der hier bisher zumeist in sanitätswidrigen Winkelbethäusern regellos geübt wurde, eine passende Statte finden. Rußland. Warschau, 11. Febr. Der amtliche Dnewnik Warszawski meldet, daß die Auswanderung der Juden aus dem Königreich Polen ganz bedeutende Dimensionen annimmt. Die wohlhabenderen Familien gehen nach Nordamerika, die ärmeren nach Argentinien. Egypten. Kairo, 10. Febr. Die von dem Deutschen Namens Friedmann im Midianlande am Ostufer des Akabagolfs gegründete kleine Judenkolonie wurde von den ägyptischen Behörden aufgelöst, weil sie drohte, einen Grenzstreit zwischen der Türkei und Aegypten zu verursachen. Friedmann wurde ausgewiesen. So berichten deutsche Zeitungen. Wie die Sache thatsächlich zugegangen. haben unsere Leser durch unseren Correspondenten in Alexandrien erfahren. Amerika. Buenos-Ayres, im Febr. 800 neue isr. Emigranten, auf Kosten des Baron Hirsch befördert, sind hier angekommen. Da die von Repräsentanten des Baron Hirsch für dieselben bestimmten Kolonien noch nicht eingerichtet waren, mußten sie provisorisch hier untergebracht werden, was viel Unzufriedenheit erregt hat. I > Vermischtes. < Worms. Die hies. israel. Gemeinde hat in den jüngsten Tagen wieder eine schöne Stiftung erhalten. Die Herren Abraham und Gustav Cahn, sowie deren Schwester, Frau Betty Gumpertz in Frankfurt a. Main, haben dem Vorstande ein Capital von 7000 Mark überreicht, mit der Bestimmung, daß die Zinsen am FahrzcitStage ihrer Eltern vertheilt werden sollen an solche, welche ein Handwerk erlernen, oder eine technische Schule besuchen. Trifft in einem Jahre beides nicht ein, so können die Zinsen an e i n oder an zwei würdige Arme vertheilt werden. Aus dem Grotzherzogthum Hessen. Das jüngste Regierungsblatt enthält die landesherrliche Genehmigung einer Stiftung der Barbara Schwarzschild, Wittwe zu Mainz an die isr. Religionsgemeinde zu Mainz im Betrage von Mk. 50,000. Frankfurt. Mus der internationalen Ausstellung für Hygiene, Armcebedarf und Rothes-Kreuz in Leipzig wurde der Beer-Rothwein und Reichskanzler-Sekt der hiesigen Firma I. Fromm mit der goldenen Medaille ausgezeichnet. Schisferstodt. Die hies. isr. Gemeinde hat nicht Mk. 10,000 von der polit. Gemeinde als Beitrag zum hiesigen Synagogenban erhalten sondern nur M. 1000.— Jutroschiit, 6. Februar. Der jüd. Gemeinde zu Rawitsch sind von den Rentnern Isaak und Pphilipp Todtmann daselbst zwei Grundstücke und ein Kapital von 0000 Rl. zur Errichtung eines Asylhauses zngewendet worden. Die landesherrliche Genehmigung der Zuwendung ist bereits erfolgt. Hamburg, 10. Febr. Dreißig mittellose israel. Rückwanderer trafen gestern Abend mit dem Dampfer „Gemma" von London hier ein. Das HnlfscomiE brachte die Heimathslosgemachten bis zur Weiterfendnng in die Heimath in einem Logirhause unter. Bergen. Vor zwei Fahren wurde am hiesigen Qrte ein neuer Verein unter dem Ramen, „Verein zur Gegenseitigkeit" itis Leben gerufen, dessen Mitglieder es sich zur Aufgabe gentacht, in Kranheits,- Sterbe- und Begräbnisstätten die rrj bw msa zur Aus''buug zu bringen. Fn der jüngsten Geuerelversammluug wurde nun beschlossen, den Gründungstag des Vereins alljährlich in geeigneter Weise zu begehen. Am verflossenen ttzi&y '* geschah dies znm erstenmale. Am Abend versammelten sich nach voransgegangenem gemeinsamen nroo und 2'^pll-Gebet die Mitglieder des Vereins in der Wohnung des Vorstands-Mitgliedes Seligmann Grünebaum zu einem Lernen. Nach' Revision der Statuten und Hinweises auf die Bedeutung einer solchen Vereinigung, die ganz besonders zur Veredlung beizutragen geeignet sei, wurden verschiedene entsprechende ll'-vQiv recitirt. Der Erlös für das Vortragen derselben, das ersteigert wurde, siel der Kasse des Vereins zu. Zachan i. Pom. Wie verschiedenartig das Jnvaliditäts- und Altersversicherungsgesetz vom 22. Juni 1889 von den zuständigen Behörden beurtheilt und gehandhabt wird, ist in Ihrem geschätzten Blatte zur Genüge erörtert und bewiesen worden, ebenso in andern jüd. Zeitschriften. Während den College» in Bernburg

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