Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 33 (1892)
- Issue
- Heft 14 (18.2.1892)
- Date
- 1892-02-18
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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SSI nöthigen Dingen, welche zu Chanukah erfolgte, und wofür 410 Mk. 85 Pfg. verausgabt wurden. Der Verein wird von dem, um unsere gemeinnützigen Anstalten sehr verdienten Herrn Marcus Schräge nh e i m, A. Schönhäuserstr. 23/24 geleitet, der auch gern bereit ist, weitere Anmeldungen entgegcnzuuehmen. 8. Frankfurt a. M., 15. Februar. Im An. schluß an Ihre jüngste Notiz über die zu Anfang dieses Winters aufs Neue ins Leben getretenen Thillim-Vorträge des Herrn Direktor Dr. M. Hirsch ist die erfreuliche Thatsache zu verzeichnen, daß durch bedeutenden Zuwachs der Hörer derselben die Gründung eines Vereins, behufs Beschaffung geigneter Lokalitäten erforderlich wurde. Der zu diesem Zwecke am 10. ds. Mts. durch einstimmig gefaßten Beschluß constituirte Verein wird den Namen „Ben Ilsiel" führen, sowohl in dankbarer Erinnerung an den unvergeßlichen Samson Raphael Hirsch y"j, der unter diesem Pseudonym seine epochemachenden 19 Briefe der literarischen Welt übergab, als auch im Hinblick auf den Zweck des Vereins, zunächst durch die geistvollen Vorträge des Herrn Direktors Dr. Hirsch das Studium der Werke Samson Raphael Hirsch's zu fördern und die in den letzteren niedergelcgten Geistcsschätze einem größeren Hsrerfrcife durch das lebendige Wort zu vermitteln. Die lebhafte, zahlreiche Betheiligung, unter welcher der bereits über 70 Mitglieder zählende Verein ins Leben tritt, lassen hoffen, daß seine Bestrebungen immer weitere Kreise gewinnen und der Verein dadurch die Aufgabe erfüllen werde: Mitarbeiter zu sein an dem hohen jüdischen Berufe der die Devise hat:!vti n-nn M. Altona, 13. Schebath. Gestern fand die Wiederwahl eines Oberhauptes unserer alten ehrwürdigen Gemeinde statt, eine Stelle, die pn »juo bekleideten, unter denen ich die beiden letzten 'ii y'si 2py '-t und -njr^x, als fast allen Lesern des Israelit wohl bekannt, heivorhebe. Wir können Gottlob mit der Wahl außerordentlich zufrieden sein. Herr Dr. Rosenfeld war einer der hervorragendsten Schüler des Berliner Seminars und verläßt die Gemeinde, an der derselbe seither wirkte, ebenso wie ihre Einrichtungen in mustergültigem Zustande. Unser Herr Rabbiner findet indeß auch hier eine Gemeinde vor, wie sie heute leider nur noch selten zu treffen sind. Wir halten hier innig zusammen in strenger Religiösilät und schaaren uns in treuer Einigkeit um die Fahne der Thora, die unsere Führer noch stets mit Begeisterung entrollten. Es verdient dies besonders hervorgehobcn zu werden, als gar manche Gemeinde die noch vor Jahrzehnten eine Säule des Judenthums gewesen, heute in drei Parteien, in Neologe, Mittelpartei und Gesetzestreue sich zerklüften. Hoffen wir, daß die so lang ersehnte Erlösung bald eintreffen möge, dann werden auch in diesen Gemeinden alle Unterschiede schwinden. .Iv» wa mnoii Vwa »21 Vom Rhein, 16. Febr. Die „Kölnische Volksztg." desavouirt den „ehrwürdigen" Herrn Peter Reichensperger, allerdings ohne ihn zu nennen, indem sie sich mit Entschiedenheit gegen jede Schmälerung der bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte der Juden erklärt, mit der bekanntlich Herr Reichensperger unverblümt gedroht hatte. Würzburg, im Februar. Herr Districts- Rabbiuer Nathan Bamberger dahier, versandte nachfolgendes Circular an die demselben unterstellten Gemeinden: „Ist die materielle Lage unserer Glaubensgenossen im hl. Lande überhaupt eine höchst bedauernswerthe, so steigert sich gegenwärtig deren trauriges Loos durch die Verhältnisse der russischen Israeliten, die ebenfalls unserer Unterstützung bedürfen. Mit diesen Zeilen möchte ich daher an den Wohlthätigkcitssinn unserer Glaubensgenoffen für die Armen im hl. Lande im allgemeinen sowie besonders wegen des bevorstehenden Peßachfestes appelliren und stelle die höfliche und dringende Bitte an Sie, eine Sammlung zu M azzos in Ihrer Gemeinde vornehmen und das Ergebniß baldigst anher ein senden zu wollen, damit diese Spenden rechtzeitig ihrer Bestimmung zugeführt werden können, worauf die öffentliche Rechnungsablage erfolgt. (Es wäre sehr zu wünschen, daß sämnltliche Rabbiner Deutschlands derartige Aufforderungen an ihre Gemeinden ergehen ließen, damit diesem furchtbaren Mangel wenigstens theilweise abgeholfen werde. Red.) O e st e r r. - U n g a r. Monarchie. Wien, den 11. Februar. Von Herrn Dr. Bernh. Lederer, Hof- und Gerichts-Advokat, geht uns das nachfolgende Schreiben zu: „Unter Bezugnahme auf das von Seite der „Israelitischen Allianz" in Wien, in der letzten Nummer Ihres Blattes veröffentlichte Schreiben, ersuche ich als Vertreter des Herrn Adolf Kaiser, nachstehende Berichtigung zur Kenntniß Ihrer Leser zu bringen. Das literarisch-artistische Bureau des Herrn Adolf Kaiser hat weder in Prospekten noch in anderen Ankündigungen erklärt, daß der Betrieb von Portraits des Herrn Bar. Hirsch mit der „Israelitischen Allianz" zu Wien im Zusammenhang stehe. Mein Client hat in den bezüglichen Verlautbarungen lediglich auf die Thatsache hingewiesen, daß er einen Theil des aus dein Unternehmen zu erzielenden Rein-