Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 33 (1892)
- Issue
- Heft 10 (4.2.1892)
- Date
- 1892-02-04
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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anpon rva Das Gold ward nur geschaffen, um im heiligen Dienste verwendet zu werden. Nur äußerst Wenige versuchen ihr Glück am a"nn yy, suchen in ihm Zweck und Bestimmung ihres Daseins. Sie darben und hungern, nur um zu forschen in der heiligen Thora, zu befahren das □' mo^nn, aus seiner unendlichen Tiefe hervorzuholen kostbare Geistesfchätze; diese der Welt kundzuthun, der Welt zu erhalten ist ihr Rennen und Streben. Diese own »To^n zu unterstützen, ihr edles Streben zu fördern, dazu ist der da, denn diese sind nach der Ansicht des Midrasch der Bedolach und Schohamstein im Leben. Werden die Schätze des p.V's in solcher Weise benutzt und veredelt, da irmv' nnm schlagen sich die Ströme freudig in die Hand. Der zweite Strom, der im Eden seinen Ursprung hat, heißt prvj, er umgibt das Land etd. (Radix rrj) bedeutet „der sich Beugende, der unterthänig Seiende. Auch ym, „Bauch", gehört zur Wurzel nu. Ena, das Mohrenland, hat zur Wurzel ena, welche verwandt ist mit ntco, bedecken. (n'BG rvay rucr.) Demgemäß dürfte dieser Strom uns Folgendes zurufen: „Wer den Fahrten des prpj folgt, der gelangt zu dem bin®1? a*D yy, er führt zu dem Baume, dessen Früchte gut zum Genüsse sind. Wie unglücklich ist nicht jene Menschenschaar, denen alle Momente zu einem erhebenden Fluge in das Gebiet höheren, edleren Lebens abgehen, denen von Gottes allweiser Vorsehung das bittere Geschick auserlegt war, im Schweiße des Angesichtes Brod zu essen, schwere Lebenslüsten, bittere Daseinskämpfe und zahllose Sorgen kennen zu lernen, ja, welch' ein trübes Loos ist es, in Armuth zu leben und mit äußerster Mühe und anstrengendster Arbeit die allernothwendigsten Bedürfnisse für sich und die Seinigen kaum erringen und befriedigen zu können. Job, sagen unsere Weisen, widerstand ruhig und ergeben den schweren Krankheiten, welche ihn heimsuchten, aber die über ihn verhängte Armuth, die brachte ihn fast zur Verzweiflung (vergl. snna toa, 116 a.) Mit welch' sehnsüchtiger Gier betrachtet die Armuth den sie lockenden bmnb mv yy, dort ist ihr Paradies; ihn zu erreichen, befährt sie den pn'2, beugt sich vor Jedem, der ihr einige Brosamen für ihren Lebensbedarf zuweist. Der yrrj umringt das Mohren- und Sclavenland Ena pN ba nN. Wo die drängende Sorge um das tägliche Brot mit aller Strenge auftritt, wo es an Allem und Jedem fehlt, wo Gewand und Hülle nicht vorhanden sind, da wird der Mensch der Sclave eines jeden Bessergestellten, nay, der Sclave des Sclaven. Aber auch beglückende Lichtseiten bietet der rnu dar. Nicht nur den Aermsten ist er ein Vorbild für Erlangung ihrer Ziele, nicht nur sie! 190 führt er zum baNo^> wir yy, auch den Königen und Fürsten ist er Muster und Vorbild für die richtige Erfassung ihres hohen Berufes und ihrer hohen Lebensaufgabe. An den Gewässern des yrrj) war der König in Israel angewiesen, sich salben zu lassen (I. Buch der Könige, i, 33) und werden so gleichsam die Mächtigsten der Erde den Armen und Gebeugten der menschlichen Gesellschaft zur Seite gestellt. Freue dich deiner hohen Stellung, ruft der pm^-Strom dem zu salbenden Könige zu, lerne hier an meinen Gewässern deinen Beruf kennen, den Unglücklichen, Armen und Gebeugten zur Seite zu stehen, helfend und rettend, schützend und schirmend Alle zu umgeben, die den schweren Lebenskampf für dessen Unterhaltung zu känlpfen haben. — Ist es doch der lebendigste Wunsch eines jeglichen Menschen, im Schatten der ^aso^ aio yy sich bergen zu können, wie hart muß daher das Loos Jener sein, welche ihre Freiheit und Selbstständigkeit, den höchsten Schatz des Menschen, opfern müssen, um nur sich und die Seinigen zu ernähren und zu sättigen — und es wUd immer Menschen geben, denen dieses harte Loos auferlegt sein wird, p«n anpa ]V2* tnrv nV w, Armuth und Noth wird nie von der Erde verschwinden. Aber trotzdem bleibt auch der yrvj ein Hauptstrom, der zum py p führt, den Menschen das Paradies wieder erobert und gewinnt und auch der imrs, trotz des ihn geleitenden Elends und Leidens, trotz der ihm folgenden Noth und Armuth, stimmt ein und verkündet das Zukunftslied. Wenn die Menschen, die gekrönten Geschöpfe der Erde, ihre Ausgabe in richtiger Weise lösen, und des am tzn'a Strome erhaltenen Scepters sich würdig erweisen, mit Milde und Wohlwollen helfend eingreisen, wo Hilfe noth thut, Thränen trocknen, Noth und Elend mildern, Gebeugte ausrichten, Hungrige sättigen, Nackte kleiden, da stimmt der yrvj seine Jubelhymne an, welche in dem Gemüthe des Armen und Dürftigen den kräftigsten Widerhall findet. Tritt der König für den gebeugten Armen ein, so tritt der letztere wieder in Treue und Verehrung für den gesalbten König ein. Und noch ein trostreicher Gedanke ruft der ynM dem an seinen Ufern -unter der schweren Last der Armuth Niedergedrückten zu: „Wenn auch die Armuth nie aufhören wird auf Erden, so ist der Arme nicht auf ewig zur Armuth verurtheilt. Blicke hin auf mich, an meinen Fluthen ward ein Königssohn, Salomo, gesalbt, dessen Urgroßmutter Ruth hinter den Schnittern des Getreidefeldes einherging und die abgefallenen Aehren auflas und sammelte." So erwartet auch der pii^-Strom eine freudige Zukunft und stimmt fröhlich ein in das Jubeln seiner Genossen: .ury dpn nrv *p innw nnn: