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Der Israelit · 1891-07-13 · Heft 55 (13.7.1891) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 55 (13.7.1891)
Date
1891-07-13
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XXXIi. Jahrgang. Beilage,»M 55 ins „Israelit & Ieschurun" Literarische Umschau. njwxnn djjd didiV xmm mD3 dem nniD by “isid onn .03*0’ 1DD p3N DW2 D'3*3yi D'121 Hr.X nCDin Dp NJin *w xmin pwny o^vr Wer kennt nicht den berühmten CH ata m Sofer, den größten Lehrer Israels in unserem Zeitalter, der Tausende von Jüngern zu seinen Schülern zählte, die als Leuchten der Thora nachher das Wort unserer heiligen Lehre verbreiteten und lehrten. Außer der großen Responzensammlung n'p^n rmt "isid onn nÄw ist bekanntlich von dem literarischen Nachlaß dieses unsterblichen Geistesheroen wenig in die Oeffentlichkeit gelangt, erst dem Enkel des großen Mannes, Herrn Oberrabbiner S. Schreiber in Erlau, gelang es, für die zahlreichen Manuscripte seines berühmten Großvaters in der heiligen Stadt einen befähigten Herausgeber zu gewinnen. Rabbi S. A. Werth ei me r daselbst hat sich der Arbeit unterzogen, den geistigen Schatz zu heben, und hat bereits den 1. Band des nv3iD by neio onn, 36 Abhandlungen halachischen und agadischen Inhaltes, mit einem geistreichen Vorwort sowie Anmerkungen und Erläuterungen versehen, der Oeffentlichkeit übergeben. Möge dem armen Herausgeber durch zahlreiche Abnahme des l. Bandes um den Preis von 2 fl. ö. W. bald die Mittel geboten werden, zur Herausgabe der weitern Theile zu schreiten. Herr Wertheimer veröffentlicht gleichzeitig unter dem Titel min bv non (Wegweiser in der Theoretik des Talmud und den Grundprinzipien der Halacha und Agada) eine gediegene Schrift, die allen Freunden der talmudischen Literatur aufs wärmste empfohlen werden kann; beide Werke sind direkt vom Herausgeber zu beziehen. E. Lebensbilder und Lebensweisheit, den Sabbat-Abschnitten der Thora entnommen von D. Löwy, Prediger. Heft 1 des 1. Buches Moses. Wien 1891. Selbstverlag. Das uns vorliegende 1. Heft behandelt die Wochenabschnitte des ersten Buches Moses. Es greift einen Satz aus jeder Sidra heraus und knüpft daran in schöner, formvollendeter, oft etwas zu bilderreicher Sprache, gesunde, vernünftige Gedanken und Anregungen. Einzelne Sätze, wie z. V. Seite 67: „Vorschriften über Lebensregeln suchen wir im ersten Buche der Thora vergeblich. Diese sind für die späteren vier Bücher aufbewahrt geblieben", sind wohl im gewissen Sinne anfechtbar, beeinträchtigen aber den Werth des Buches nicht. Dieser wird sich erst in den folgenden Lieferungen zu be* währen haben und nach der Stellung zu beurtheilen sein, welche der Verf. zu der Verbindlichkeit der Mizwos einnimmt. Wir werden daher auf das Buch, wenn uns dasselbe vollendet vorliegt, eingehender zurückkommen. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, 12. Juli. Wir haben heute den Betrag von Mk 500.— als Ergebniß einer ersten Sammlung an RabbiJiz chak Elchanan, Spector in Kowno, abgesandt. Wir bitten unsere Brüder und Schwestern, der armen Abgebrannten, für welche durch die Inanspruchnahme unserer Glaubensgenoffen durch die Vertriebenen die Spenden kärglich fließen, auch ferner zu gedenken, damit wir recht bald eine weitere, hoffentlich größere Sendung an den Genannten gelangen lassen können. Berlin, 9. Juli. Seit einigen Wochen beschäftigt die Angelegenheit eines Herrn Marx, ehemaligen Redacteurs der „Voss. Ztg.", Hierselbst, welcher vorgibt, um seines Glaubens willen aus dem Redaktionsverbande jenes Blattes entlasten worden zu sein, in hohem Grade die öffentliche Meinung. Nachdem der Besitzer der „Voss. Ztg." seinerseits jede Verantwortlichkeit abgelehnt und auf den Chefredakteur, Herrn Stephany, abgewälzt hatte, mußte man der Erklärung dieses Herrn mit um so gespannterer Erwartung entgegensehen. Dieselbe ist denn auch gestern erfolgt und hat folgenden Wortlaut: „Von meinem Urlaube zurückgehrt, erwiedere ich auf die öffentlich verbreitete Behauptung des Herrn Marx, daß er aus der Redaction der „Vossischen Zeitung" entlassen worden, well er Jude ist: „1) Ich habe demselben nicht deßhalb gekündigt, well er Jude ist. In der Redaktion der „Vossischen Zeitung" sind Bekenner des christlichen und jüdischen Glaubens thätig. 2) Die Kündigung des Herrn Marx ist durch mich selbstständig erfolgt, weil seine Leistungen für die „Vossische Zeitung" mir unzulänglich erschienen." Es bleibt nunmehr abzuwarten, welches Ergebniß die von Herrn Marx angestrengte Ehrenbeleidigungsklage zu Tage fördern wird. Berlin. Der „St. Petersburger Herold^ meldet in einem Spezialtelegramm aus Berlin, daß wohl 4 Kinder der russischen Emigranten an den Pocken gestorben seien, daß aber nur die gewöhnlichen Pocken und nicht die schwarzen

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