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Der Israelit · 1891-06-17 · Heft 48 (17.6.1891) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 48 (17.6.1891)
Date
1891-06-17
Page
– (sequence 3)
Language
German
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879 .^yjanD x^i x^iixi r6*o pyottn upp pna^ 'xiis'y Hartherzige Leute sind die Einwohner vonSepphorls und wenn sie auch die Worte der Thora hören, so sind sie doch nicht gesetzestreue Juden. Da glaubte R. Jose einen bedeutsamen Charakterzug seiner Mitbürger benützen zu können, um auf sie bessernd einzuwirken. Die Galiläer hielten nämlich außerordentlich viel auf ihre Ehre. Der Talmud Jeruschalmi niaira IV 14 erzählt uns: piDD by iDn x^i 11133 by iDn vw „Die Galiläer stellen ihre persönliche Ehre weit höher, als ihr Vermögen", und diesem Umstand dürften wir R. Jose's Spruch zu verdanken haben: ^31 nman by mi3D ioijj mini nx 13301 bz .man by ^ina rninn nn „Nur wer die Thora ehrt, dessen Persönlichkeit wird von den Menschen geehrt, wer aber die Thora entweiht, wird von den Menschen verachtet." — Wer das Gesetz hochhält, wird von jedem rechtdenkenden und rechtfühlenden Menschen geehrt. — Wer aber das Gesetz verletzt, ihm untreu wird, wer glaubt durch Untreue, die er gegen lein Gesetz begeht und durch Verrath an seinem Volke zu Ehre zu kommen, der kann nur statt Ehre und Achtung, Geringschätzung und Verachtung ernten. — Was man unter nnnr, 1133 und mm »na alles zu verstehen hat, hoffen wir in dem nächsten Kapitel den geehrten Lesern darzulegen. (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, 14. Juni. Der Oberrabbiner von Korfu, Chacham Elischa di Fano n hat an einen Freund unseres Blattes folgendes Schreiben, theils in italienischer, theils in hebräischer Sprache gerichtet -. Korfu, 4. Juni 1891. Geehrter Herr! b"'i Y'itrrTw. Ich bin Ihnen sehr verpflichtet für das Interesse, das Sie für unsere ntsmp nbnp (heilige Gemeinde) und für mich insbesondere anläßlich des großen Unglückes, das uns so unerwartet getroffen hat, an den Tag legen und öffentlich bezeugen: njn^ u^y crapn ^>3 nsy iö» ism Disan 'i nt »B3 by) wby orm Dirn vdj3 uoy man nean i:a yxi vbs iy d'd 1x3 -a lraixsob n inxi ir^iy Dp»na nrn1? .131:1 ti m iraiN u: ^xi cnri N3 .X"1'3 U’pi^x iyi^'3 DiV»ai nV’sai 1031 (Möge der Allmächtige auf uns niederschauen und seinen Richterspruch fällen und zugleich auch die Rathschläge aller Jener, die sich wider uns erheben, um uns Böses zuzufügen, zunichte machen. Möge er uns aber auch fernerhin unter seinen weitschattigen Flügel nehmen und sich unserer und auch unserer armen unmündigen Kinder erbarmen; möge er auch endlich einmal unfern Schmerzen ein Genug! zurufen, denn das Wasser umfängt schon unsere Lebensgeister und fehlt es uns dabei an Kraft, um vor unseren Feinden unser Haupt erheben zu können. Möge er uns bald seine Hilfe senden, damit wir von nun an in Ruhe, Sicherheit, Freude und Frieden leben sollen können, 0 mögen wir alles dieses bald mit der göttliche Hilfe erreichen. Amen). Die Auswanderung von hier dauert noch fort, aber nicht mehr in einer solchen Stärke, daß zu befürchten wäre, unsere Gemeinde werde binnen Kurzem gänzlich zu existiren aufhören; daher habe auch ich noch keinen festen Entschluß betreffs meiner Stelle und meiner Zukunft gefaßt, sondern fahre ununterbrochen und muthig fort auf meinem Posten hier auszuharren, wohin mich meine Pflicht ruft, um meinen unglücklichen Brüdern beizustehen und ihnen in diesen traurigen Tagen Muth und Vertrauen einzuflößen. Ich danke Ihnen 'daher nochmals für Ihre freundliche mir gemachte Zusage und Ihr gütiges Anerbieten, von dem ich in Zukunft voraussichtlich oft und fleißig Gebrauch machen werde. r6iy ib'dv xs?w irp£y '&b psi »n»!?yDD )b;rv 'n ’mx iya n^sn 0x1 .r6nro3 irrvuy^> lDlItPl D’Jfl'N 1313 •naaDi yrpvz .d"d uxa xi yvb* Ivpi (Möge es nun der Wille unseres Gottes sein, daß Schurken uns nicht mehr so peinigen können, wie früher, und daran füge ich zugleich das Gebet, daß der Allmächtige Sie des Segens unserer Stammväter theilhaftig werden lasse und Ihnen auch seinen Frieden gewähre. Ihr Schätzer und Verehrer Elischa da Fano. Nachschrift. Meine Beziehungen zu der griechischen Regierung und unseren Lokalbehörden sind wieder die allerbesten und freundlichsten; aber nichtsdestoweniger ist unsere Lage noch immer eine . . . . (von hier an sind einige Zeilen ganz unleserlich und verwischt, als hätte deren ehrwürdiger Schreiber Thränen ans dieselben geweint oder als wäre Wasser über dieselben geflossen. Es mag aber auch sein, daß der Oberrabbiner hier Manches dem Papier anvertraut hatte, was er doch nicht in die Oeffentlichkeit gelangen lassen wollte, und so wusch er es wieder weg. (Der Einsender.) . . . sehr benöthigen. ':nxi >31,ix. WertherFreund! Da Sie unsere Lage wohl . . . . Mangel und Noth . . . Hilfe kommen wird '&b ,ipiL rvnn ^1 iriD1? niyiL"3 . . . 7p*6x 'i.

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