Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 21 (12.3.1891)
- Date
- 1891-03-12
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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4()0 alle Deine Kinder in Israel, Lehrlinge des Ewigen, und wie groß wäre dann der Frieden Deiner Kinder. Jes. 54, 13. Nicht jene werden den Weltfrieden Herstellen, die kranke menschliche Gesellschaft heilen, die unter dem Zeichen der Alltagsmünze zum Kriege sich rüsten gegen Besitz und Eigenthum, die diese Münze als Anfreizungsmittcl benützen, um in der Menge die niedrigen Instinkte des Neides und der Mißgunst anzufachen, um ihr znznrnfen: sehet von dieser Münze, der Quelle des Erdenglückes, für die man Genuß und Freude und Geltung sich erkauft, besitzt ihr so wenig und die Andern so viel, darum denn befehdet sie grimmig, die es wagen mehr zu besitzen von dieser kostbaren Münze als ihr, erkläret ihnen den Krieg bis an's Messer, sondern diejenigen, welche mit der flammenden Münze des halben Schekel das Sinnbild der Zugehörigkeit zu Gott, in ihrer Rechten der Menschheit Zurufen: sehet, diese Münze, die uns zu Gott, die uns zn uns selbst zurückführt, die es bewirkt, daß wir uns selbst finden, daß wir uns auf uns selbst besinnen, sie gleicht Alles, Alles auf Erden aus; ihr seid mit dieser Münze bencidenswerther als jene mit der ihrigen. Denn diese ist die Quelle des Seelenfriedens und der Seelenharmonie, während jene die Ruhelosigkeit und den innern Zwiespalt in sich trägt. Nein, nicht jenen gehört die Zukunft, die lechzend nach dem Besitze der Alltagsmünze zu Felde ziehen, gegen den Besitz und Eigenthum, die stolz auf ihre Vielköpfigkeit sich vermessen die bestehende Weltordnung mit den Waffen des Neides und des Bruderhasscs zu bekämpfen, sondern denen gehört sie, die um das Banner des halben Schekel sich schaarend für Tugend, Bruderliebe und Gottesfurcht kämpfen, denen gehört die Zukunft, die unter dem Zeichen des halben Schekel die Seuche des Bruderhasscs bannen und die Menschen mit einander versöhnen, die die Gemüther heilen und die Seelen sühnen, D3’ntrBj bv ~\^b. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Aus Baden. Mit erfreulicher Genugthunng wird jeder edle Menschenfreund den eben ausgegebenen 26. Rechenschaftsbericht über die Verwaltung der „A chaw a", des Vereins zur Unterstützung hilfsbedürftiger, israelitischer Lehrer, Lehrerwittwen und -Waisen in Deutschland, für das Jahr 1890 zur Hand nehmen. Das zinstragende Vermögen des im Jahre 1864 mit kleinen Anfängen gegründeten Vereins besteht nach Abzug der am Schluffe des Jahres 1890 zur Verkeilung an Unterstützungsbedürftige gelangten Summe, bei Beginn des Jahres 1891 aus dem schönen Kapital von i76,O5O.99M. Die wirklichen Einnahmen berechnen sich im verwicheucn Jahre auf 24,260.42Wt., nämlich Geschenke 9518.86 M., freiwillige Jahresbeiträge 307.94 M., Einkaufsgelder 1425 M., Zinsen 6882.62 M., Beiträge der Ehrenmitglieder und Mitglieder 7926 M., Ehreninitglicderbeitrag 150M. Die' Zahl der activen Mitglieder betrug anfangs d. I. 292. Es erhielten mit 76 Theilen zu je 140 M. 59 Jahresunterstützuug Beziehende den Gesammtbetrag von 10,640 M., so daß Unterstützungen von 140 M. bis 315 M. gereicht werden konnten. Eines vermissen wir in dem Jahresberichte, die Hinweisung ans Denjenigen, von welchem das glückliche Gedeihen aller menschlichen Bestrebungen abhängt, nämlich die Hinweisung auf Gott. Wenn das Hauptbuch eines Geschäftshauses die Devise: „Mit Gott" an seiner Spitze trägt, oder wenn die Sparbüchlein der Darleihens- und Sparkassen mit dem Spruche: „Alles mit Gott, nichts ohne ihn", erngeleitet werden, so sollte meines Erachtens der Jahresbericht eines Vereins, dessen sämmtliche active Mitglieder Religionslehrer sind, eine solche Hinweisung auf dem Titelblatte oder in dem Vorworte nicht entbehren. Wir zweifeln nicht, daß es nur dieser Andeutung genüge,, um künftig auch hierin den Wünschen von Mitgliedern gerecht zu werden. E. O e st e r r. - U u g a r. Monarchie. Vär-Palota, 22. Febr. Meine Erklärung in Nr. 13 d. Bl. hatte nicht den Zweck Herrn Dr. A. Berliner herauszufordern, sondern blos die, mich vor jedwedem Verdachte zn schützen. — Es ist wahr, daß mir Herr Dr. B. ein Doppelexemplar (Prospcct) des ersten gedruckten O et a vblattes (Pag. n) — doch keinen Druck bogen — sandte; ich habe dieses Octavblatt auch den erwähnten Rabbinen — also auch Herrn Rabb. Gottl. Fischer vorgelegt, damit sie den auffallenden Unterschied zwischen meiner Arbeit und dem unter der Presse befindlichen r6*r mir? 'd ersehen mögen. — Bevor ich nun diese mir unliebsame Affaire in d. Bl. zum Abschlüsse bringe, will ich hier blos reproduziren, wie sich der talmud. sehr gelehrte, altehrwürdige Herr Oberrabbiner M. R e i ch e n f e l d '"i aus Janoshaza über meine Arbeit äußert: dohn jrrcr :3£ks7 p7'E nsj’ps n'os.. . . rv' “nyi 3a\v 33D c: ”3, 7nr,r: '>3333' rbyn 333 \ry nnxi ~>p' -3>3 n:n mpu p'337: nse’i n mT c’mii tcnnn 73*. n\s"p3 n7?3 nmni *rn'p3 XL3' r~ITH ->333 '3 ÜCT 33X1 iHIN >,.VL' '73 ü'in'i iy-33 s3 nsnn ,3N3' 3trx3 ,3'333 3’p:n?3 r73N!3i ','>37 pny r lD'3' 'i33'3 '3JX □.' H3137 32.7' DX' .3^33 ]'’>’3 '3 3p'inn* Dii '2 rry^X' 3 “ X D'J2D 3',333 333-i 33D 3’*3i3S