Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 21 (12.3.1891)
- Date
- 1891-03-12
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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401 "ison mp' cp1? Ty pN 'njjcrc'r cnDn ’prx'n noe n*arfr .n“2jr2 hun “inncno mNsinn ^pnb cn cj mp’ Abrahain Singer, Bez.-Rabbiner. Asiatische Türke i. Bagdad, im Januar. Durch die ruchlose Thal eines arabischen Scheichs wurde nicht nur eine der geachtetsteil und wohlhabendsten jüd. Familien hier, sondern unsere ganze Gemeinde, und man kann sogar ohne Uebertreibung sagen, alle Gemeinden Mesopotamiens O22 runo) in Trauer und Jammer versetzt. Zweifelsohne befindet sich ein Bericht für die „Alliance Jsraelite" in Paris und für die „Anglo-Jcwish-Association" in London, welche beide Gesellschaften hier gleichfalls ihre Correspondenten haben, schon aus der Post unterwegs, und so werde ich mich diesmal ganz kurz fassen, da die Details dieser traurigen Geschichte sicherlich durch die periodischen Mittheilungeu dieser beiden Gesellschaften in die Oeffentlichkeit gelangen werden. Die hier ansässige reiche Familie Menachem besitzt große Ländereien in Hilleh am Euphrat, das bekanntlich in Mitte der Ruinen des alten Babylon liegt, und man kann sogar behaupten, daß das ganze Gebiet der ehemaligen Residenzstadt des Königs Rebnkadnezar sich heute in den Händen dieser ehrwürdigen Familie befindet. Die jährlichen Revenuen der Letzteren werden daher auf 20,000 oder 25,000 türkische Livres geschätzt. Ein Theil dieser Ländereien befand sich auch im Besitze des Herrn Daniel, eines Schwagers des Herrn Menachem. Herr Daniel hatte nun vor Kurzem einen Prozeß mit einen! seiner Gutsnachbarn, einem arabischen Scheich, den er zu seinem Glücke oder vielmehr Unglücke, auch gewann. Wenige Tage nachher wurde nämlich Herr Daniel, als er durch die Straßen von Hilleh ging, von einem Hinterhalte aus erschossen, während der Mörder glücklich entkam. Man behauptet jedoch allgemein, daß der Mörder von dem genannten Scheich gedungen worden sei. Bei der Schlaffheit und Langsamkeit der türkischen Justiz ist leider wenig Hoffnung vorhanden, daß die Schuldigen vor Gericht kommen werden. Herr Daniel hatte wohl zwei Frauen, was in Babel bekanntlich gestattet ist — seine erste Frau vermochte ihm keine Vaterfreuden zu bereiten und so nahm er eine zweite zu sich ins Haus — aber auch von dieser schenkte ihm Gott keine Kinder, und so fällt sein ganzes Vermögen größtentheils seinem Schwager, Herrn Menachem, hier zu. Letzterer saß 1876 im türkischen Parlamente als Vertreter unserer Khalifenstadt, widmet sich aber jetzt fast ausschließlich der Oekonomie. Er besitzt wohl hier einen Palast, doch verweilt er den größten Theil des Jahres mit seiner Frau in Hilleh, während seine beiden Söhne sich hier befinden. Bagdad kann sich jetzt rühmen, die erste Stadt im Oriente zu sein, die eine jüdische Apotheke besitzt. Bisher befanden sich unsere lateinischen Küchen im Besitze von Mohamedanern oder Christen, zu denen sich nun jetzt ein Jude, der in Conftantinopel seine pharmaceutischen Studien gemacht, gesellt hat. Wir können nun unsere Medicameute durch einen Glaubensgenossen bereiten lassen. Die Aufsätze: „Das Judenthum und die Neige des 19. Jahrhunderts" werden in einer der nächsten Nummern fortgesetzt. Für den solgettden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. M «; e i H c n * Die iMUicvunirtven - Lnveilr Lazarus Posen Ws in Frankfurt a. M. * empfiehlt ihre künstlerisch ausgestatteten isr. Cultusgegenstände: PzChajim, Tass, Kronen, Ohannkahlampen, Besomimbüchsen, Seder- Gegenstände, Pokale, Weinhumpen ete. etc. und versendet ihre neuen, sehr vergrösserten Mtisterhefte nebst Preis-Couranten gratis und franko! (85 Verkaufs - Lokalitäten: Frankfurt a. K., Zeil 46a., im „Hessischen Palais“. ß gesucht wird eine perseete, vsJ Israel. Köchin mit guten Zeugnissen sür eine seine, religiöse Familie in Hamburg. Briefe unter Al. O. 4963 postlagernd Hamburg erbeten. 1803 Berlin W., Franzos. Strasse 49, im „Faberhause“. Cid) suche sür meine Tochter, 16 Jahre <\3 alt, sehr kräftig, in allen häuslichen 'Arbeiten, sowie im Nähen sehr tüchtig, passende Stelle in einem besseren Hanse. 0s wird weniger ans hohen i'ohn, als ans fatn. Behandlung gesehen. Offerten find zu richten an l 746) Salomon Simon, Assenheim i. d. Wetteratl. iu p^ma Qualität und in » I ImJ beliebigen Quantitäten, sowie auch in Postrollen sind zu habet: bei L. Strauß, Karlsruhe i. B. Auf Verlangen bezeuge ich hierdurch, daß die in der Bäckerei des Horn L. Strauß dahier unter strengster Aufsicht bereiteten n*S?3 ohne jedes religiöse Bedenken aut HDD genossen werden dürfe». Karlsruhe, 9. Mär; 1891. 1753) Rabbiner I»r. Schiffer. t^psntllt E"' Provisions - Reisender tZUsllllft von einerbad. Cigarrenfabrik, der schon in gleicher Branche gereist. Es wäre demselben Gelegenheit geboten, später in das Geschäft zu heirathen. Gute Referenzen erwliirscht. Qfferten unter W. A. 1749 an die Exped. dieses Blattes erbeten. nitd alle Eonditoreiwaa- (ijfjOCöIfltJC ven riDD?y, eigenes Fabrikat, sowie Spezereiwaaren sind zu haben bei 1757) g. Strauß, K arlsr uhe i. B.