Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 8 (26.1.1891)
- Date
- 1891-01-26
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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XXXII. Jahrgang. Beilage zu m 8 des „Israelit §- Ieschurun" Leitender Artikel. Des Propheten WMK Melffogung. Von Isaak Hirsch. (Fortsetzung.) Zu dem Anfänge der jüdischen Staatengeschichte hin lenkt der Prophet dm Blick. Des großen Moses würdiger Nachfolger, Josua, der, gleich ihm 12p genannt, sich nur als Vollstrecker des göttlichen Willens begriffen und das Israel von Gott angewiesene Land lediglich für die Israel 311ertheilte Aufgabe eines aun2 roVaö und pnp »u in Besitz genommen hatte, — Josua war 31t seinen Vätern eingegangen und noch ihm die aapi, die Volkshäupter, und das ganze Geschlecht, in-, ibw ^nn 'n ntpjjo ^2 nx, welches das große Werk Gottes der wunderbaren Erziehung in der Wüste und der wunderbaren Einführung in das Land erlebt hatte. Ein anderes Geschlecht war erstanden, ein Geschlecht, das .ix Dji 'n nx iy-r xV ipn bx-i^ npy nrx n^ytyn, seiner Bestimmung und seiner Geschichte uneingedenk, den Anschauungen der es umgebenden Völker huldigte, Gottes vergaß und bte o*tya und nn^N, die Natur- und Menschcnkraft als die höchsten Gewalten vergötterte. Da überließ Gott Israel eben der von ihm vergötterten Menschemnachr. Kuschan, König von Aram, überwältigte und bedrückte cs acht Jahre, bis Israels seines Fehls inne geworden und Gott in Othniel ihm den Führer erstehen ließ, der Kuschau besiegte. Und mit der wechselnden Treue des Volkes wechselte sein Geschick und es wiederholten sich stets das Unheil und die Errettung. Wie Aram, so war es später Midjan, das Israel bis zur tiefsten Erniedrigung demüthigte mib mit eiserner Faust es bedrückte/ bis der gewaltige Gottesheld Gideon- Jerubaal Midjans Macht brach. Aram und Midjan waren beim Beginn der jüdischen Staatengeschichte. was Assyrien und Babylonien bei deren Abschluß. Sie waren die Gewaltigen, welche über den Schwachen herfielen, ihr: quälten und beraubten, sie waren der Wolf, der in die Herde einbricht, welche, den Hirtenruf mißachtend, sich dem Schutze ihres Leiters und Führers entzogen hat. Der Herde wird die verdiente Strafe, aber der Wolf ist doch Räuber und Mörder. Was an Aram und Midjan, den in grauer Vorzeit die Macht mißbrauchenden Gewalten sich vollzog, wird sich an Babel und allen folgenden auf gleichen Prinzipien sich stützenden Mächten kund thnn; und wie Gott Israel damals Rettung sandle, so wird Er es stets erretten aus den Klauen seiner Feinde, wird nimmer dessen Vernichtung beschließen. *) ^">2 H.nx VW-, px nnn. „Unter dem Mißbrauch der Gewalt sah ich Kuschan's Hütten zusammenbrechen", spricht der Prophet; „zu beben haben stets die Zeltdecken des midjanitischen Landes." Auf dem höchsten Gipfel seiner Größe und Machtherrlichkeit kann kein Staatengefüge der sichern Ruhe sich hingegen, anscheinend noch so fest und stark zittern die Grundpfeiler, die es stützen, beben die Giebel, welche es schützen, und endlich kommt der Mächtigere und Gewaltigere und zertrümmert die stolze Veste, und die Flnthen der Weltströmung schwemmen ihre Trümmer hinweg. In dem Gewoge der Völkergeschichte ist es der barmherzige, allliebende Gott, der das Geschick der Menschheit dem lichten Höhenziele zulenkt. Nicht Gottes Zorn, Gottes Liebe ist es, die sich in dem rauschenden Getöse offenbart, Gottes Liebe, die jeder Gewaltherrschaft den Untergang bereitet, um die Menschheit zu retten, zu erziehen und zum Heile zu führen. 'i mn crnnjan. Das hat Habakuk erkannt und darum wendet er sich zu Gott: „Kehrt sich denn wider die Völkerftröme Dein Grimm, 0 Gott, ist wider sie Dein Unwille gerichtet, wenn in diesen Meeressluthen Dein Zorn waltet? Denn es sind ja Deine Rosse, welche Du lenkst, und Deine Kriegswagen haben nur das Heil zum Ziele, rtyut" -]tq21d. Gott lenkt die Geschichte und Seine Waltungen bedeuten nur Heil." Diese unumstößliche Thatsache erfüllt das von Gottes Geist erleuchtete Gemüth mit froher Zuversicht nicht nur auf den endlichen Sieg der Wahrheit, des Rechts und der Liebe, sondern auch auf die Erhaltung des Gerechten inmitten der wider ihn anstürmenden Wogen. Und diese Zuversicht gewährt den klaren Blick in die Ereignisse der Zeit. Mag der Himmel auch noch so umwölkt erscheinen, qnwp myn nny, mag auch eine Sündfluth über die Welt hereinzubrausen scheinen, mitten aus dem Gewölk leuchtet in mildem Strahle Dein Bogen, das Zeichen Deiner Huld und Deines Erbarmens auf die Erde hernieder und die den rwb ri"2pn neNff noa 22no: »xeirun i.Bm (* ncx .i^n nvxn m jn na /ay ':y nx Ti’xn nxn jamtaa ,’cy ’jy nx mn 2"syxi tuya myob pnyttf ax nxn H .□jrt&nnb vby .Darn ra o’3i ra nvx ,^x\jny mn n