Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 7 (22.1.1891)
- Date
- 1891-01-22
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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11& mußte es trennen, der Schmerz sollte es wieder einigen! Im rr&j sollt ihr wieder^-,2" p'a, eine Familie werden! Leiden vereint selbst Menschen, welche sich von einander getrennt haben. Und jetzt, da ihr als Reiseziel einen unheiligen, unsittlichen Boden vor Euch habt, ein Land, welches stolz auf seine Werkstätten ist, aus denen die kostbaren, von den edelsten Metallen verfertigten Idole hervorgehen, habe ich Euch das Wort Gottes zu verkünden: Haltet Euch fern von Dingen, wodurch Ihr allmählich wieder zu heidnischen Sitten geführt werden könntet! .nvbn Bur, *]-n Vn Fürchtet nicht die Zeichen des Himmels! Wisset, daß nur der Ewige Gott ist und wisset, daß kein Volk so zähe ist wie Ihr, den Zorn Gottes ertragen zu können, mowa» w bitixn. Alle übrigen Völker schwinden vor dem Grimme des Ewigen, werden von der Weltbühne vertrieben. Israel allein sollte seine Stellung behaupten und zwar deßhalb, weil es berufen ist, zu dienen dem einzigen Gotte und Ihm anzuhangen mit ganzem Herzen. Darum verkündet er den Nationen: Weil Ihr dem Gotte des Himmels und der Erde nicht gedient habt, so werdet Ihr der Erde verlustig gehen und verschwinden unter dem Himmel. — Gottes Kraft waltet über der Erde, Gottes Weisheit richtet den Weltkreis, Gottes Einsicht spannt den Himmel aus, und — die folgende Worte des Propheten ruft das Wasser uns ständig zu: .pNn nspc d*niw r6jw D’Dtca d’d pon inn bipb Unsere Weisen knüpfen im Midrasch folgende Bemerkungen an diesen Text: „Als unser Erzvater Jakob sich seinem Vater näherte, um seinen Segen zu empfangen, sprach der Patriarch zu seinem Sohne: wy n' DH’m apjr?ip ^>ipn. „Jakob wird bestehen durch seine Stimme und Esau durch die Kraft seiner Hände." -f>v rv&pn bi. Alle Stimmen sind Dein, Gott, gab die Thora unter Stimmen und Blitzen, und Himmel und Erde wurden in Bewegung gesetzt Die Beschäftigung mit der Thora ist Jakobs Beruf auf Erden. 7503 D’CB'jm. Die Segenspendung des Regens hängt von Deinem Verdienste, von Deinem Wirken und Streben auf Erden ab. Wehe Dir, wenn Du mit Deiner Stimme Unheil anrichtest, wy n» D’Tni, alsdann werden die Esauhäude Dich mit Gewalt zurückführen. Als Israel die Existenz des allmächtigen Gottes in Frage stellte, als Israel zweifelte, ob Gott in seiner Mitte weile — uanpa 'i t&”n, sofort waren Esauhäude bereit, den Frevel zu rächen, pbny es kam Amalek. Israels Stimme soll zu Gottesfurcht, zu Gottes- und Menschenliebe anregen, beim auf jene Srimme gibt Gott Gehör, d'oeo d’d pon inn ist fein Geben eine Menge Wassers im Himmel. Dann wird auch das nrcsw, das ganze sociale und materielle Leben mit und durch Israel gesegnet werden. — 7102 o-oiMm. Wir machen hier schon darauf aufmerksam, daß wir die Schwierigkeit des Textes im nächsten Capitel zu erklären versuchen wollen. Sollte wohl, da die Wolken die Träger des Regens sind, der letzte Theil des Textes BS’tt'j r6y»i nicht vorangesetzt werden? Der Text müßte alsdann folgendermaßen lauten: .□'beq 2'v pon inn b\pb pwi nspö dwi nty’ (Fortsetzung folgt.) Literarischer Bericht. njittNm n^ann- ©el>et und Glaubt. Em Beitrag zur Erklärung und Erläuterung des Gottesdienstes und dessen Gebräuche. Von M. A. Goldstein, autor. Rabbinarsverweser in Fiume. Budapest 1890. (Schluß.) 8. Auf die Frage „Kann man von dieser Gebetftelle (-icnc? 713) die Allmacht Gottes beweisen?" wäre die richtige Antwort: „Nein!" da in einer Gebetstelle wohl ein Lehrsatz oder eine Lehre enthalten, man aus einer solchen aber nichts beweisen kann. — Wenn auch die jüdischen Gesetzesschr-ften den Ausdruck -ins qvi rw j"» gebrauchen, so führt doch die wörtliche Uebertragung „13 Jahre und ein Tag" (S. 37) zu Jrrthümern, als ob am Geburtstage, da der Knabe 13 Jahre alt wird, derselbe noch nicht mizwothpflichtig sei; es hieße besser: mit vollendetem 13. Jahre. — Daß R. Samuel Freund gelegentlich einer Grabrede mit dürren Worten gesagt haben soll, „es sei nicht nothwendig an einen Persönlichen Messias zu glauben" (S. 46) will mir schon deßhalb nicht glaubhaft erscheinen, als man es seitens der Messiasleugner gewiß nicht vcrsäunit haben würde, bei dessen Lebzeiten, da diese Frage vielfach und heftig oentilirt wurde sich auf diese hochgeachtete Autoritär zu berufen. Außerdeni spricht die ganze Denkweise dieses Gelehrten gegen die Annahme einer derartigen Aeußerung. Der Vers, ist sicherlich falsch berichtet und hätte um so vorsichtiger mit seinen Worten sein sollen als no nn pn »»nan^ bw ’jn. — pan n'Tio hat nicht seinen Namen daher, weil es mehrere Rabbtnen versaßt haben (S. 48), sondern, weil die Gelehrten es beteten, als der Vorbeter für die Unwissenden, die nicht auswendig beten konnten, und die, um die Pflicht des Gebets zu erfüllen, auf die Worte des Vorbeters bei der Wiederholung hinhorchen mußten, diese Segensformel wiederholte. Während das Volk sich bei