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Der Israelit · 1890-11-20 · Heft 91 (20.11.1890) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 91 (20.11.1890)
Date
1890-11-20
Page
– (sequence 6)
Language
German
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1636 England. London, 16. Nov. Am gestrigen Sabbat wurde in allen hiesigen Synagogen das nachfolgende Gebet zu Gunsten unserer Glaubensgenossen in Rußland zum Himmel emporgesandt: : n h s n -iML» ntjiö# r b& n# a#* rvhipa hy_ wna'tp bh# ^ip^» niann nijnn Lm >rpn pi?<*a otjs : vy'H *u;. asp tfbp uppaan rapa l Sxafcn IKW n'Tßf n>y_ nj np^n . i2p>r qpna hu dto ni28 by_ n: bten . naa_ p^a qiay_ n^ö nprn ny)p aa.a r p^an hyi: p’ittyn Dinp 8D : nana apina ]2pZ) ma^ a*?) ap^n a^ man . mappj^ DTtptya nva ax. L2y^yi .-np.a^ vmpi r^y;is cr#pn a'Töfi nai nppn ap^Lp p.Kp ntzp^ vf'. bti-w' to nyiO ba pp^a r Taqa p#i oyn ran^ nisö ax ,a?n i pjni am_ a’irjn a^raa#*? tid ’jrfl&ö crisqa. 'a-z^v aM npvpz n*o: na aM qa.Tr n# aain aM ^ag riK qaa trr^pBT? a^am \wvi erait^ na^rr . ai oi^a n;qi n^a alK intzrp u-’a np; r opia^a wa^aa :jön ♦qpjpar’a uapcn qp.p:na uqaj Dasselbe lautet in deutscher Uebersetzung: Gebet. Allmächtiger Gott! Unsere Herzen zittern, unsere Lippen beben bei der großen Zahl von Nebeln, welche uns befallen haben und bei den vielen Leiden, welche unsere Brüder in dem Kaiserreich Rußland bedrohen. Hüter Israel! Du hast Dein Versprechen bewährt, uns nicht zu verstoßen, uns nicht gänzlich zu vernichten, noch Deinen Bund mit uns zu brechen. Schone, wir flehen Dich darum an, den Theil Deines in jenem großen Reiche lebenden Volkes. Uebe Gnade an denen, welche ob ihres Elends wehklagen. Unterdrücke die Leidenschaften des Neides und Haffes und pflanze an ihre Stelle das Gefühl der Liebe und Brüderlichkeit. Möge es Dir gefallen, denen den Mund zu schließen, die uns ungerechter Weise anklagen und uns verleumden. Neige das Herz des Herrschers jenes Landes und die Herzen seiner Fürsten und Räthe, mit unfern Brüdern in Milde und Gerechtigkeit zu verfahren, die schweren Lasten aufzuheben und das Joch ihrer Unterdrückung zu brechen, so daß die Plagen der Verfolgung aufhören mögen uud Israel in dem Lande ohne Störung und ohne Furcht leben könne. Barmherziger und gnädiger Gott! Sei Du mit der Rede unserer edlen Mitbürger, den Voten der Gnade, welche berathschlagen, um den Betrübten beizustehen und den Verlorenen zu helfen. Zeige ihnen den Weg der Hilfe und das Werk, das sie thun sollen und gib, daß ihre Arbeiten gedeihen mögen. Sende Deinen Segen auf das Land, unterdessen Schutz wir glücklich leben. Belohne die Rechtschaffenen und Guten, deren Herz von Mitgefühl und Liebe erfüllt ist. Laß die Sonne Deiner Gnade über uns alle aufgehen. Erinnere Dich unserer in Deiner Güte und bedenke uns mit Deiner Hilfe. Amen*). Rußland. Odessa. In glänzender Feier wurde vor Kurzem das fünsundzwanzigjährige Bestehen des jüdischen Krankenhauses begangen und im Anschlüsse hieran das Kinderhospital, welches Frau Louise Aschkenasy zum Andenken an ihren Gatten gegründet. und eine Abtheilung für Jnfektionskranke eröffnet, wozu den Grund und Boden Herr Lazar Kleinmann ankaufte und der Gemeinde zum Geschenk machte. In einer zum 25 jährigen Jubiläum des Krankenhauses erschienenen Broschüre heißt es wörtlich: „In Anbetracht der progressiven Vergrößerung der Anzahl Kranker christlicher Konfession sah sich die Verwaltung veranlaßt, einen besonderen Geistlichen anzustellen, um die religiösen Funktionen vorzunehmen, und der Gehalt wird von den Mitteln des Hospitals bezahlt." Feuilleton. Novellette von H. Berger. (Nachdruck verboten; alle Rechte Vorbehalten.) Es sind nun fünf Jahre her, da bewegte sich ein Leichenzug aus den Straßen der Residenz, dem nahen, israelitischen Friedhofe zu. Nur drei Personen, eine Dame und zwei Herren, folgten dem *) Auf Verlangen versendet die Expedition dieses Blattes Sonderabzüge dieses Gebetes zum Preise von 2 Mk. per Hundert.

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