Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 91 (20.11.1890)
- Date
- 1890-11-20
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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1632 rig und zu träge ist. selbst die Hand zum Munde zu führen. (Das. K. 19, V. 15 und 24.)T) Der Talmud verfährt noch strenger mit dem Müssiggänger und bricht über denselben ganz den Stab. So heißt es: Der Mensch stirbt nur durch Unthätigkeit. (Aboth R. Nathan 11)8) Man darf sich nicht der Trägheit hingeben und die Wohlthätigkeit in Anspruch nehmen; im Gegentheil, lieber soll man die niedrigste Arbeit verrichten, um nur nicht die Mildthätigkeit anrufen zu müssen. Salomo sagt: Wer Spendennehmen hasset, der wird leben. (Sprüche, K. 15, V. 27.)9) Auf öffentlichem Marktplatze ziehe lieber einem Aas das Fell ab und nehme Lohn dafür, und sage nicht, ich bin zu vornehm dazu. (Baba Bathra 110 a.)10) Seine Erholungszeit soll man zur Arbeit benutzen, nur stütze man sich nicht aus Menschenhilfe. (Sabbat 118 d. und Peßachim 112 a.)11) Selbst beim Götzendienst soll man sich als Taglöhner vermiethen (wenn die Arbeit nicht mit der Götzenverehrung verbunden ist), nur nicht müssig gehen und auf die Unterstützung der Menschen rechnen. (Baba Bathra 110 a.) “) Der Mensch ist verpflichtet, lieber in gedrückter Armuth und in Elend zu leben, als die Mildthätigkeit in Anspruch zu nehmen, selbst wenn er ein Gelehrter von hohem Ansehen ist, soll er lieber eine Arbeit und selbst die verachtetste verrichten, um sich zu erhalten, nur soll er sich hüten, auf der Menschen Wohlthätigkeit einen Anspruch zu erheben, (Jore Deah, Hilchot Zedaka 255)"), denn jeder, welcher die Wohlthätigkeit in Anspruch nimmt und ihrer nicht bedarf (entweder weil er die Menschen über sein Vermögen oder über seine Arbeitsfähigkeit zu täuschen sucht), der wird nicht eher sterben, bis er nicht in Wirklichkeit genöthigt fein wird, die Menschenliebe anrufen zu müssen (das.) "), denn wer nur ein Vermögen von 50 Sus besitzt irre t’N üj nrte N' ^sy po ,ncmn ^’Dh rta*y (7 .(TDl V'D plDS ,!2"' Otto mW M pj 'm muN) r-ii?D3n “pno no chn ]*n (8 p-is .(7*D pIDD ,1"D ri’IT nUDD MW (9 iOO NDTI tOl NOJN b)pW) pW3 B'IDJ (10 .(N"y ,’"p tp NOTD NDO) NJN ,n"'p *p na») runa1? pDHn tai yn -jraty rwy (11 .(N"y ,3"’P DTIDD') ,o"y N23) pow iw ttyb 'vyy qin no»» obtyb (12 •(«"y;"p N-ina nysa iosy Wun npaynD d>* prrv o^yP (i 3 nuoiN3 pDy ’jym naoo oon rrn ,nna£ poy nia^n ,nyn mr) nnni’ pos» .Gvn p’D np"ur Sdui Dyn novi np-isno Sö’b?“& uw »d bi (14 .(ok') pöir» iy na irs und damit ein Gewerbe treiben kann, darf auch die Ecken des Feldes nicht für sich in Anspruch nehmen (Peah, Abschn. 8)i5) und selbst wer nur für den nächsten Augenblick seinen Hunger zu stillen vermag, bars sich nicht auf die Wohlthätigkeit verlassen, weil sonst dadurch die Trägheit unterstützt werden könnte. (Sabbat 118 a.)") Wer aber dem Laster der Faulheit sich hingibt und Arbeitsunfähigkeit heuchelt oder Krankheit simulirt, damit er unterstützt und erhalten werde, der wird auch endlich durch wirkliche Krankheit und durch wirkliche Arbeitsunfähigkeit dahin kommen, daß er die Unterstützung Anderer nicht wird entbehren können. (Peah, Abschn. 8 ").) (Fortsetzung folgt.) Was lind mit unfern Kindern schuldig? (Schluß.) Berlin, 9. Novembr. Wir erfüllen nur dann unsere Aufgabe gegen unsere Kinder, wenn wir sie mit Begeisterung für das Judenthum erfüllen. Die Geschichte des Judenthums sei doch so reich an Stoff, geeignet die Jugend zu enthusiasmiren. Ob das Licht der Freiheit ihnen lächelte, ob die Nacht des Druckes auf ihnen lastete, gleichviel, sie erwarben sich Verdienste um die Pflege der Wissenschaften. — Redner erinnert dann an die Geschichte des Martyriums und die Fülle glänzender und eindrucksvoller Erscheinungen, welche die Geschichte des Judenthums bietet, um die Herzen der Kinder für das Judenthum zu gewinnen, und muß wehmuthsvoll bekennen, daß die Zahl der jüdischen Häuser, die sich an den Lichtgestalten des Judenthums erfreuen und erbauen, leider eine beschämend geringe sei. Der Hinweis auf die philosophische Literatur des Judenthums führt den Redner auf den jüngst entschlafenen IM, der diesen Zweig der jüdischen Wissenschaft so meisterlich zu zeichnen verstand, und der stets unter den Ersten war, mit seinem hell leuchtenden Eifer und seinem wett umfassenden Wissen da einzutreten, wo es galt das Judenthum gegen Unwissenheit und Gehässigkeit zu vertheidigen. Redner verweilt dann bei der Geschichte der Kreuzfahrer, deren Heldenhaftigkeit wohl das Herz unserer Kinder entflammen; doch daß die wahren Helden jener Zeit unsere Vorfahren gewesen, die Märtyrer, welche unter den Hacken der Kreuzritter bluteten, das bleibe ihnen vorenthalten. Von dieser traurigen Episode .('o p-is riNS) bw xb nt nn m owvli )b mr 'v (is noKO TOnnp bio’ n^> nmyD ti» pro mr *d (16 .(N"y ,n"’p *p Duy ntsnyi nos nin ndid ab) nj'n ab wn» na by (17 .('n p-)£> HNS) DHD TOO DT?» iy HD WN DDD lÜND