Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 65 (18.8.1890)
- Date
- 1890-08-18
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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1198 zufrieden geben, uaaV Dy imz *i ns -nay: umsi, aber auch wir wollen ungehindert und ungestört nach unserem besten Wissen und Gewissen, nach unserer Anschauung und festen Ueberzeugung unseren: Gotte ewiglich dienen. — S. Klein. Lillerari scher Werichl. Die Quellen der Halacha. 1. Theil: Der Midrasch. Unter Benutzung handschriftlichen Muterials bearbeitet von B. K ö n i g s b e r g e r. Verlag von H. Engel, Berlin. 8°. 131 S. Es ist ein noch wenig gepflegtes Gebiet, in das sich der Verfasser begeben, indem er die „Quellen" der Halacha verfolgte, um den „Brunnen" der Thora in seiner Tiefe zu erschließen. Die Verschiedenartigkeit und ein eingehendes Studium voraussetzende Bearbeitung des Halach. Midrasch weisen auf eine schwierige Arbeit hin. Der Verfasser hat ihr vier Kapitel gewidmet. Nachdem ders. (1. Kap.) das Erforderniß einer mündlichen Lehre gegenüber der schriftlichen beleuchtet, behandelt er (Kap. 2) den Inhalt der Begriffe Midrasch und Mischnah, indem er bes. auf Grund einer Midraschstelle in Schir hasch r. zu 1,5 in origineller Weise die Untcrabtheilungen der mündlichen Lehre, deren wesentliche Bestandtheile Midrasch und Mischna sind, festgestellt und begrenzt. Alsdann wird (Kap. 3) die Fortpflanzung der mündlichen Lehre besonders seit Hillel bis auf R. Jsmael und R. Akiba behandelt, weil besonders in diesen Generationen der halach. Midrasch seine Ausbildung erfuhr und in den ausgestellten Deutungs regeln seinen Rahmen fand. Im letzten, inhaltlich größten Kapitel hat der Verfasser mehrere überraschende Resultate zu Tage gefördert. Es werden zunächst die Midraschim ans der Schule R. Jsmaels behandelt, von diesen legen nur noch der Midrasch zu Exodus (Mechiltha, ein Maß, Gesetz) und der Sifre zu Numeri, der von dem akiba'schen Sifre zu Deuteronomium zu trennen ist, Zeugniß ab. Wir weisen hierbei auf die ohne Zweifel treffende Erklärung hin, weßhalb gerade für den Midrasch zu Exodus der Name „Mechiltha" geläufig wurde (S. 36 f.). Nachdem alsdann der Verfasser auf Grund der vielfachen „Tanna debe R. Ismael“, welche sich im Talmud finden, zu der Annahme gelangt ist, daß sich ohne Zweifel auch zu Leviticus und Deuteronomium ein Midrasch N. Jsmaels z. Z. vorfand, geht er zur Behandlung der Midraschim aus der Schule R. Akiba's über (S. 54). Dieser Theil ist der bei weitem eingehendste der Arbeit. Nachdem der Verfasser zunächst den Sifra (Thorath Kohanim zu Levit.) und den Sifre zu Deuteron R. Akiba's Schule vindizirt hat, u. z. ersteren R. Jehudah, letzteren R. Simon, gelangt er zur Einsicht, daß besonders unser Sifre zu Deuteronomium, namentlich nach seinem Umfange im handschr. Midrasch, wesentliche Bestandtheile der Mechiltha R. I s ma el's zum 5. Buche der Schrift enthält, ein Resultat, welches durch die Ausführungen Dr. Hofmauws in der Jubelschrift zu Ehren Dr. I. Hildesheimers bestätigt worden ist. Dem Verf. ist es auch gelrmgen, zur Unterscheidung der Citatc aus beiden Schulen ein höchst interessantes Merkmal anzugeben, wodurch alle in einem akiba'schen Midrasch verdächtigen Stellen des Sifre ansgeschicden werden können (vgl. S. 77 ff.) Der zweite Theil dieses Kapitels ist dem akiba'schen Midrasch zu Exodus uud Numeri gewidmet, welch' letzterer besonders im Jalkut unter dem Namen 8ikre sutta angeführt ist. Ihre Beziehungen zu R. Akiba weist der Verf. dadurch nach, daß einerseits die in den entsprechenden Midraschim R. Jsmael's R. Akiba zugeschriebeneu Deutungen sich hier nnn (ohne Autor) finden, andererseits nur Schüler des letzteren als Tradenten der bez. Deutungen auftreten. — Die Uebereinftimmuug der Deutungen zu den „Zehn Geboten" in unserer Mechiltha R. Jsmael's und dem Midr. hagg. zu Deuteron, führt den Verf. zu folg. Resultate: Der Compilator des Midr. hagg., der vorwiegend die Dentnngeu R. Akiba's berücksichtigte und zu Exodus (in nn’ 's) die diesbezügliche Deutungen R. A.'s citirte, wollte zu dem wichtigen Abschu. der nnmn auch die mann der Schule R. Jsmael's heranziehen und fand hierzu in der Wiederholung der „Zehn Gebote" in pnns-i 's eine günstige Gelegenheit. Als man nun die Midraschim gesondert überlieferte und die Uebereinstimmung des Sifre Deuter, mit Mech. R. Jsmael's bez. der „Zehn Gebote" wahrnahm , hielt man auch den Sifre zu Deut, für einen Midrasch R. Jsmael's und verband ihn mit dem Sifre Num., der ohne Zweifel R. Ismael angchört. Bez. der Tradition der halach. Midraschim gelangt Verf. zu folgendem Resultat: Die Midraschim, welche auf der Ansicht R. Akt b a's beruhen, haben vorwiegend R. S tm o n (und R. Jehuda) zum mittelbaren Autor und wurden in dessen Lehrhaus gelehrt (pyotp ‘i ’m rnn), womit die Mittheilung des Talmud übereinstimmt, daß die Ordination R. Akiba's ctg. nur R. Simon zutheil wurde und er am ehesten dazu berechtigt war, seines Lehrers Midrasch zu Verbreiters. S. 109, Anm. 3). Diese Midr. R. Akiba's, welche als die hervorragenderen 21 '21 nsD hießen, wurden neben der: Midr. R. Jsruael's, welche den Namen nkv im 21 '21 trugen (S. 107 Anm. l) im Lehrhause Rab's vorgetragen und fanden durch R. Jochanan ihre Schlußredaction, damit glaubt der Verfasser die Authentizität der Talmudstelle Sanh. 86 a zu