Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 57 (21.7.1890)
- Date
- 1890-07-21
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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legung des Ghetto entdeckt und sind zum Theil noch gut erhalten. Die ersten drei Nummern gehören der Familie Corcos an, über die der Vers, auf Grund eingehender Studien und unterstützt durch eine umfassende Sachkenntniß reiches biographisches Material herbeiträgt, das uns einen interessanten Einblick, sowohl in die Gemeindeverhältnisse Roms im 18. Jahrh. gewährt, wie auch nennenswerthe Beiträge zur Kulturgeschichte, man beachte nur den Schueidervertrag, liefert. Der hebräische Theil der Jubelschrift enthält die Inschriften getreu nach dem Originale ausgestellt mit erklärenden kurzen Notizen unter genauer Angabe der Größe und des Materials der gefundenen Steine. Eine vollständige Bearbeitung aller dieser Steine stellt uns der Verf. für die nächste Zukunft in Aussicht. Außer den oben bereits erwähnten hebr. Beiträgen, die mit dem deutschen Theile Zusammenhängen, enthält der hebräische Theil recht interessante Stücke. Da ist die Halacha recht würdig von Dr. M. Lern er vertreten, der, anlehnend an ns n'Dp n"w rpo, eine umfassende und tief eingehende Abhandlung über ttrp pjya nnon ’mn uns vorlegt. Das schwierige und weitschichtige Material ist wohlgeordnet, die verschiedenen mtattf sind übersichtlich gegeben, und das Ganze zeugt von großer Belesenheit und scharf kritischem Berständniß. — Treffliche Erläuterungen zu fünf schwierigen Stellen aus dem Jeruschalmi theilt Rabbiner S imon Hurwitz zur „Ehre des Tages" mit. — Aus dem reichen Schatz von Handschriften, die im Besitze des Herrn Halb er stamm sind, veröffentlicht derselbe eine dem R ab denn Ascher Anerkannte Predigt über die Thoraverächter. Es ist recht interessant, den berühmten Decisor auch! von dieser Seite kennen zu lernen, vorausgesetzt, j daß derselbe wirklich der Autor ist. Doch, wenn auch dies nicht der Fall, ist diese Predigt cs Werth, der bisherigen Verborgenheit entzogen worden zu sein. Schließlich hat Dr. M. Friedländer die Jubelschrift mit der dankenswerthen Gabe des arabischen M i s ch n a h- K o m m e n t a rs v on M a imuni zuRoschhaschanah I, 3 — III, 1 bereichert. Der arabische Text ist einer Handschrift des British Museum entnommen; die Uebersetzung ist vom Herausgeber. I, 4 ist augenscheinlich ein Korruptel, und die Tibbonische Uebersetzung ist bei der Mangelhaftigkeit hier doch verständlicher als die F's. Es sollte hier jedenfalls gesagt werden, daß seitens der Thora den Zeugen es für jeden Monat gestattet sei behufs der Zeugenaussage im Interesse der richtigen Darbringung des Musfaphopfers am Sabj bat die Reise zu machen. i So liegt nun ein stattliches Werk vor uns, das denen, die es hergestellt, wie dem, zu dessen Jubeltage es gestiftet, die größte Ehre macht. Die vielseitige Thätigkeit des Jubilars, den Gott noch lange in Rüstigkeit und Frische erhalten möge, spiegelt sich hier in den wissenschaftlichen Spenden seiner Freunde und Schüler; das Werk bringt vieles, und darum bringt es allen etwas. Es bewährt sich hier in erweiterter Auffassung das Wort unserer Weisen: rivvm nzon p'pnw pi bo d’ddh ünoy, nicht nur mehrt sich die Weisheit und das Wissen des weisen Mannes, je älter er wird; wenn seine Schüler und Freunde, wie es hier geschehen, an der Altersgrenze eines Weisen ein Denkmal aus ihren Studien und Forschungen ihm zu Ehren errichten, so hat die Wissenschaft an sich eine Förderung und Mehrung erhalten; darum fei allen denen, die an diesem Denkmal mitgebaut, der wärmste Dank gebracht. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, 19. Juli. Kommenden Donnerstag tritt die jüngste Tochter des erlauchten öfterr. Kaiserpaares, die Frau Erzherzogin Marie Valerie, zum Traualtar, um dem Manne ihrer Wahl die Hand zum ewigen Bunde zu reichen. Kaiser Franz Josef, in dessen Staaten nahezu anderthalb Millionen Israeliten leben, gehört seit jeher zu den -<cn den edelgesinnten Landesfürsten, und seitdem die Giftpflanze des Antisemitismus emporzuwuchern begonnen, hat er sich auch als ein wahrer bvrwr iow bewährt, | denn er wacht mit Doppel-Adleraugen über die! unter seinen fürstlichen Fittigen lebenden Söhne Jakob's, damit ihnen auch ihr neuester Feind nichts anhaben könne. Der „Israelit" gestattet sich daher im Namen seiner zahlreichen Leser, die gewiß heute so denken, wie er, diesem edlen Monarchen zu dessen bevorstehendem Familienfeste die aufrichtigsten und tiefgefühltesten Glückwünsche darzubringen und fleht er zugleich zu dem Gotte Israels, damit Er die Lebenstage des edlen Kaisers von Oesterreich und die seiner erlauchten Familienmitglieder bis an die äußersten Grenzen des menschlichen Daseins verlängere. imo by yoty nj p'viri ’p&t* bt* njk tzpi na*?on mtwi p*ns lO'p “ihnh iw bi V’sm o1?^ inra?D «dd pom vubn 'nsv bi WD’ai vd’3 rrn1? niaDann rvao WO' xin visb 1 jvsfc Nm vww biü nis:6 yoar min» yttfln .pN