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Der Israelit · 1890-06-05 · Heft 44 (5.6.1890) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 44 (5.6.1890)
Date
1890-06-05
Page
– (sequence 3)
Language
German
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TJS55S7 '• ^Mw^yw^," 181 wir reden. Es gibt Fälle, in denen die 1212, der Segensspruch mit größter Andacht vollzogen wird und in welchen man sich trotzdem ow.i ViVti einer Entweihung des göttl. Namens schuldig machen kann. Wir fragen die Synagogenvorstände, die Minjanvereine, ob sie genügend dafür gesorgt haben, daß die min hejd die Gesetzesrollen den Vorschriften des nnao entsprechen? Sind dieselben von vertrauenswürdigen onciD erworben. Versichert man sich zuweilen, daß kein Buchstabe in der Thorarolle abgesprungen; weiß man auch allenthalben, daß selbst das Fehlen eines Striches an einem Buchstaben das ganze 100 untauglich macht und daß jede 1212, jeder Segensspruch, den man über solch eine Thora- Rolle ausspricht, eine i^>v2^ .1212, ein cwn ^V?n eine Entweihung des göttlichen Namens ist? Und wie sieht es ferner mit unseren Thefillin, Zizioth und ^Mesusoth aus und besitzt man diese heiligen Gegenstände in makellosem Zustande, werden sie auch beim Gebrauch in richtiger, vorgeschriebener Weise verwendet, legt man die Thefillin auf die richtigen Stellen? Wie oft sahen wir, daß man die Thefillin auf die Stirne zwischen die Augen legte, während der richtige Ort doch nur iyw 0902 auf den Haaren ist. iyo my*M va^arn bemerkt in geistreicher Weise der ttnpn rbv. Achte darauf, daß das n'2 pn hw, daß das Gehäuse der Thefillin, welches zum Anlegen an das Haupt bestimmt ist, ringsum mit dem Kopfhaar umgeben ist. Und fragen wir endlich, ist es keine Entweihung des Gottesnamens den Segensspruch über die Thefillin zu sagen, während man solche an eine Stelle legt, an der es nicht geboten, die Stelle aber an der es geboten, ohne Thefillin läßt? Solche Verstöße gegen den Kiddusch Haschem beachten wir kaum. Auf welche Art von Kiddusch Haschem wir dagegen sehr bedacht sind, das zu erörtern wollen wir s. G. w. im nächsten Kapitel versuchen. (Fortsetzung folgt.) Literarischer Bericht. Yl' D’IJD '10.1 by D'DV T)D 10D von Nt o s e s Stöger, Krakau. 5649. Selbstverlag. Der gelehrte Herr Stöger in Radlow bei Tornow in Galizien hat sich der dankenswerten Arbeit unterzogen, die schwierigen Stellen des »-0 dhjö zu erläutern und namentlich den weniger Geübten zum Verständniß zu bringen. Man wird dem bescheidenen Gelehrten zugestehen müssen, daß er sich dieser Arbeit mit vielem Geschick entledigt hat, so daß das vorliegende Werk als eine höchst schätzenswerte Bereicherung des kasuistischen Schrifttums einen dauernden Platz in der Literatur behaupten wird. Möge dasselbe weite Verbreitung finden und der Verfasser dadurch in den Stand gesetzt werden, in dem begonnenen Werke fortzufahren. Mögen namentlich auch begüterte Freunde unserer Neligionswissenschaft durch Entnahme dieses Buches hierzu beitragen. * * * jpy' rva 'd pxn ns 'd von Abraham B i k. Preßburg 5650. Selbstverlag. Diese beiden Hefte bilden den dritten und vierten Theil des ijjiö eines Werkes, welches sich über die in der heiligen Schrift vorkommenden Abweichungen in der Schreib- und Lesart einzelner Worte, den Wechsel des Geschlechts, der Zeit, der Zahl u dgl. m. verbreitet. Man wird dem Verfasser in der von ihm gegebenen Erklärung nicht immer beipflichten können, dieselbe ist öfters zu gezwungen und das Resultat entspricht nicht immer der vielen Mühe, die aufgewendet worden, um Auffälligkeiten und Schwierigkeiten zu heben. Stets aber wird man dem Fleiße und der Gelehrsamkeit! des Verfassers Anerkennung zu zollen haben. * * '"2 "2 '121 'd. Wilna. Herr M. K. Wreschner, ein Enkel des verewigten Oborniker Rabbiner Zebi Hirsch b"st, hat die von seinem Großvater hinterlassenen Anmerkungen und Erläuterungen zum Orach Chajtm unter dem oben angegebenen Titel geordnet und herausgegeben. Das Werk zählt 697 Nummern und legt ein vollgiltiges Zeugniß von dem umfassenden Wissen seines Verfassers ab. Es ist nicht durch den Buchhandel zu beziehen, sondern wird, wie aus dem Vorworte ersichtlich ist, von dem Herausgeber gern jedem Literaturfreund auf Wunsch übersandt. Der Schwiegersohn des Verfassers hat die nicht unerheblichen Kosten der Drucklegung in pietätvoller Gesinnung zu Ehren des Verstorbenen und zur Förderung der Wissenschaft übernommen, ni2& on '2 n:n 10012 ppi 1100 rmtryh t<h 0'2ii m. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Wiesbaden. Eine freudige Ueberraschung ward letzten Freitag Abend den Mitgliedern unserer altisraelitischen Kultnsgemeinde in der Synagoge. Ein kürzlich in den Vorstand gewählter Herr hatte es sich angelegen sein lassen, Lichwaud Jomtof

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