Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 35 (5.5.1890)
- Date
- 1890-05-05
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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.?-";'’1" J *im‘*^7f'J*lH. fV -.u-rT--. 643 und wirken in demselben Geiste wie unser großer Vater." Damit werdet Jhr:>in Wirklichkeit seinen Namen unsterblich machen. Und Ihr, Ihr Männer der Religionsgesellschaft vergesset nicht, daß von Geschlecht zu Geschlecht in dieser uralten heiligen Gemeinde n«T! min sich sortgeerbt, und daß sie für diese heiligsten Güter Vorkämpfer gebar bis auf 7"Li ’“tt«3 '«lQff '"i und bis auf vr. Lehmann, der bis zum letzten Athemzuge treue Wacht hat gehalten an den Mauern Jerusalems. _ Und nun drängt es mich noch, in diesen — durch das so seltene und an unsere Voreltern Abraham und Sara erinnernde, nun leider durch den Tod getrennte Ehepaar 2"7na 7Pan7 — geheiligten Räumen, in welchen dein Geist, theurer Dahingeschiedene, segensreich fortlebt; es drängt mich hier den Tribut des Dankes meiner Freunde und insbesondere meines tiefgefühlten Dankes Dir abzustatten. '21 730 TiJDp. Ich bin zu schwach. Dir zu danken für all die Freundschaft und Liebe, die Du mir erwiesen °p'aa . . . 'ppy 711. Im Zeitraum dieser 20 Jahre, die ich in diesem Hause ein- und ausging, wie warst Du stets bereit zu rathen und zu helfen. — Tag und Nacht bei Frost und Hitze sprachst Du stets ohne Besinnen Dein ’jjn Tein unsterblicher Geist weilt jetzt in den lichten Höhen des Himmels, um dort den Lohn zu ernten für Deine ununterbrochen yienieden ausgestreute Liebessaat. p«. XIII. Dr. K >ittriii» irser, Straßburg, (El.) Es liegt mir fern, hier vor Ihnen die Vorzüge des großen Heimgegangenen schildern zu wollen. Von beredterem Munde wurde heute wiederholt dieses versucht, allein Tage und Tage würden hierzu nicht ausreichen, und auch der größte Redner vermöchte kein getreues Bild von.dem selten edlen, großen, reichen.Leben und Wirken dieses d«rnd'3 -iiy zu entwerfen. Als dPe^ iE' hörten wir ihn rühmen, als nomo E”N, als den muthigen Kämpfer für alles Wahre, Edle und Gute sahen wir ihn gefeiert. Welche Gegensätze! — Gestatten Sie mir, durch wenige Worte das eigentliche Wesen des großen und so tief betrauerten Mannes zu zeichnen. Sein ganzes Bestreben war das zu verwirklichen, wozu wir noch in dieser Woche durch das Lesen der ma« ’pna aufgefordert werden: *pm Dibw am« pn« bw i’Tot>no nin .min7 pnpoi nman n« am« Ja, der Verstorbene war ein würdiger Nachfolger Aharons, er suchte den Frieden, erstrebte ihn mit allen Kräften. Der Grundton seines Wesens war Liebe und Güte. Mit Absicht hat er wohl nie auch nur einem Kinde wehe gethan. Allein nman n« am«. Er liebte wahrhaft seine Mitmenschen, erstrebte nur ihr Bestes nmn7 pnpoi, wollte sie der min nähern, wollte dem Edlen, Wahren und Guten überall wieder eine Stätte heimisch machen auf Erden.. Daher war es gerade die Liebe zu.seinen Mitmenschen, zu seinem Volke, die ihn zu einem P7 nomo tP’N machte, zu einem Kämpfer für Gott, der überall, wo auf weitem Erdenrunde das Heilige bedroht war, unerschrocken, muthig in die Bresche trat und mit wahrem Feuereifer die Feinde Israels, die Feinde von nE'iipn UTPin zurückschlug. War es aber Lust am Kampfe, die ihn immer und immer wieder den Kampf aufnehmen ließ? Fühlte er sich behaglich im wilden Kampfgetümmel? Nein und abermals Nein, am« ninan n« Er liebte wie selten jemand seine Mitmenschen und nur die wahre Liebe zu ihnen drückte ihm stets das Schwert zum Kampfe gegen die Feinde der Menschheit, gegen die Feinde Israels und der nun in die Hand. Nie wollte der große Mann etwas für sich persönlich erkämpfen, nie galt der Kampf der Person, immer nur der Sache und daher hat er auch nach einem so selten kampfreichen Leben heute wohl keinen einzigen Feind zurückgelasien. Bei diesem Kampfe aus Liebe zu seinem Volke, war dem großen Heimgegangenen das Beispiel eines on:s ein leuchtendes Vorbild. Als Verbrechen begangen wurden 7«nt£7 my t>2 O'y7, da schmerzte dies die Edlen in 7«1ld' tief, nyio dn« nns mau nom sie seufzten, klagten und jammerten über den großen Abfall: zu einer That raffte sich aber keiner auf, lap'i pan pn« p my?« p Drus «ti rra non non myn irno dieses sah vmader Sohn des my^«, der Sohn des pn«, der Priester, und erhob sich mitten aus der Gemeinde, bewaffnete sich mit dem Speere und kämpfte für Gott. Wohl haben ihn auch seine Zeitgenoffen seines Eifers wegen verleumdet: ’012 p omon im« D’*3D vn O’EDEPl?«nt£”n «M jim N"ya DPjy iia« a« dd’bb^ m Die Zeitgenossen sprachen, sehet diesen ’üia p, in dessen Adern noch heidnisches Blut rollt, diesem gewährt das rohe Wafsenhandwerk ein Vergnügen, ihm bereitet das Kämpfen eine Lust, und gerne ergriff er die Gelegenheit, sogar einen Stammesfürsten zu tödten. pn« IN« lON'l ainan «a "P’D? pan Daher betont die Schrift wiederholt, DFUD war ein würdiger Sohn des my?«, ein würdiger Enkel von pn«, er war ein QiaE' am«, ein Oi7E? *pn. Er war aber auch ein nvnan n« am« ein Mann, der die Menschheit wahrhaft liebte min? pnpoi und daher ihr Bestes erstrebte. Diesem O17E' rpril CpE' am« mußte diese That ein Akt der höchsten Selbstüberwindung sein und nur die tief innige Liebe, die sein ganzes Herz erfüllte, war es, die ihm die ungewohnte Waffe in die Hand drückte. Rach dieser Voraussetzung erklärt sich auch eine sonst sehr auffallende Emo Stelle. Der nan Enno beginnt die Erklärung zu nEHB onja mit den Worten: pa ,pan pn« p my?« p Drus .naip n«?io,t? «in Gerade als der Sohn Eleasars, als der Enkel Aharons, dessen Herz ganz von der wahren Liebe zu dem Volke erfüllt war, hatte er sich zu der ihm sonst völlig widerstrebenden That entschlossen, und daher natP n«?iö’ff «in pa verdiente er mit vollem Rechte die Belohnung, weil er mit dieser blutigen That ein so großes Opfer für Gott und für?«7E" brachte. Und war nicht das Wesen und das Auftreten des Heimgegangenen ganz dieses eines DPUS? Mit welcher Liebe umfaßte sein großes Herz ganz?«nEP ja die ganze Menschheit. Wie war sein ganzes Wesen Liebe und Güte, wie fühlte er sich so glücklich, wenn er Anderen Gutes erweisen konnte! Aber trotz der Milde seines Wesens, welch' ein treuer Kämpfer war er für Gott, für?«?En für die min! Wahrlich nattf n« aiB’S? «in pa. Ein Mann mit einem solch' weisen, milden Herzen, dem jeder Kampf seinem innersten Wesen widerstrebt, welches Opfer brachte er mit seinen Kämpfen, wie rein mos? DEO waren seine Kämpfe! Er erstrebte dabei nur das Beste, seines Volkes und der gesammten Menschheit. naE’ n«?10'E> «in pai. Dr. Lehmann 7"Li vereinigte in schönster Harmonie die Friedensliebe mit der wahren Liebe zu der Menschheit und der nmn.