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Der Israelit · 1890-05-01 · Heft 34 (1.5.1890) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 34 (1.5.1890)
Date
1890-05-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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yyy - '.TjW<v' ft.! »jg. J "^W>tz'U' >W»,m - n^ >4.j.jftg4JW>.^11 * 1 J -"7 **** ' ‘S^j-'yy.',. ' ^y — --•-•• -^3-*-»«' -J' 623 Dr. Lehmann! Sein Bild steht uns so lebendig vor Augen.!pN ’tyl5 oy yb as’ö’ ’D D’yiD Dy mp’ ’D Wer wird sich erheben für mich gegen die Frevler, wer aufstehen gegen die Uebelthäter, sagt Gott. Und Dr. Lehmann "7 "Li konnte in der That auf diese Frage antworten. Er war es doch, der liebenswürdig und freundlich allen Menschen gegenüber, ob Glaubensgenosse oder nicht, ob Freund oder Fremder, selbst Frevler oder Uebelthäter liebevoll entgegenkam, um sie zu belehren, in Ausübung von Wohlthätigkeit und Frömmigkeit. Wie viel Sünder hat er zu frommen E'Tin' gemacht, wie viel zur Reue und Buße entflammt. .px »!?yi3 cy 2sti’ ’D D’yiD Dy H mp» »d Dr. Lehnrann kann sich vor des Allm. Thron stellen und Hinweisen auf die Herzen, die er für Gott gewonnen. Ja er lehrte nicht nur Gutes und Edles ausüben, er ging als leuchtendes Muster voran, das haben die 7X")KM {-HX ”jy wohl empfunden. Als pHnDXI TpS der hxn^' ”:y, verabschiede ich mich von dir im Rainen der D’TpSn miin, dessen Rathgeber du, treuer Verblichener, seit langen Jahren warst. Wir werden in deinem Sinne sortarbeiten für das Wohl unserer Brüder im heiligen Lande. Mögen Spender und Sammler das gute Werk vereint fortsetzen L7npn DDL^n ’"2nx miL^. .pD*n ypb 'p’vik -naym nuni y?b nnxi XI. 3. Thein. Frankfurt am Main. Trauernde! An den Vers im laufenden Thorabschnitte ITH tD CDTiXi ‘1 rpttf TH’X riSnit’n nx DH’ bxntr „Und euere Brüder und, das ganze Haus Israel, sollen beweinen den Brand, den gestiftet hat der Ewige" knüpfen unsere Weisen die Bemerkung: .td tDxnnb bjn by n7DiD o’Dsn ’VD^n bw jmste' ixna Es gehe aus dem angeführten Textworte die Pflicht für ganz Israel hervor, die Theilnahme an dem Schmerze der Kummergebeugten besonders dann zu bethätigen, wenn es gilt, einen argen Riß zu betrauern, den ein strenger Rathschluß Gottes in den Kreis hervorragender Gesetzeslehrer gemacht hat. Damals war aus heiterem Himmel ein Blitz niedergefahren, und hatte zwei mächtige Säulen niedergeschmettert, die zu den vorzüglichsten Trägern unseres Heiligthums zählten. In einem ähnlichen Falle sind wir heute, und mit uns zugleich ganz Israel; auch wir haben den Verlust einer gewaltigen Säule zu betrauern, die wirksam und erfolgreich den göttlichen Vau stützen half, um den sich die echten und rechten Bekenner unserer heiligen Glaubenslehre vereint scharten. Aehnlich wie damals ist auch heute ein Stern erloschen, der weithin sein Licht, erleuchtend und erwärmend zugleich ausstrahlte; darum ergeht auch an uns die Mahnung 'Dl ^X7L" ITH ^D CDTIXI. Zum Inhalte dieses Satzes steht aber das Verhalten eines unserer älteren Weisen in befremdendem Gegensätze. Uns wird nämlich erzählt »t^x H“1 hätte einst an einen eigens für Trauerreden bestellten Mann die Frage gerichtet, wessen Inhaltes die Leichenrede sein werde, die er dereinst an seiner Bahre zu halten gedenke, und der Gefragte rezitirte einen Satz aus dieser Rede nnm dx *vpn ditx wy» ns rnrfop dtixh ox 'Di pp-in ’JH wy’ HD rfcyn „Wenn die verzehrende Flamme ergriffen hat die Zedern, was soll dann das Jsop beginnen, das bescheiden an der Wand sich emporrankt? Wenn Leviathan in die Schlinge gerathen ist, was sollen die kleinen Fischlein machen, die in seichten Gewässern ihr Dasein fristen? Wegen dieses Bescheides nun sprach der Weise ein strenges Wort, dessen Folgen dem Angeredeten sein Leben lang zu schassen machten. War es nun das Gleichniß der verzehrenden Flamme, das den Weisen so sehr ausregte, dann hätte er ja nur nöthig gehabt, sich an den Satz in unserem Texte zu erinnern. Es war also nicht dieses Gleichniß, das den Weisen so verstimmte, sondern der Ausdruck nHDJ „es fiel", das klingt nämlich, als hätte Gottes Vorsehung die höchsten Angelegenheiten ihrer Weltregierung der Willkür des Zufalls überantwortet, und dieser etwa in den wichtigsten Fragen, die uns Menschen betreffen, die Entscheidung hätte. Diesen Jrrchum nun wies der Weise mit Entrüstung zurück; in unserem Texte aber heißt es: niS'N Fpit' „Der Schöpfer selbst hat es so gewollt", und das ist eine Ueberzeugung von trostreicher Kraft. Je höher aber die Rangstufe ist, die ein Mensch hienieden wegen seiner gemeinnützigen Thätigkeit, wegen seines heil- und segenbringenden Schaffens und Wirkens einnimmt, desto rückhaltsloser behält sich der Schöpser die alleinige Entscheidung in den wichtigeren Angelegenheiten des Menschenlebens vor. Wie Wenige können sich aber mit dem Verklärten in dem Vorzüge eines Lebensinhaltes von so heil- und segenbringendem Einflüsse messen. In hundert verschiedenen Verlegenheiten wandten sich Einzelne und wandten sich Körperschaften, Gemeinden und Vereine an den Verklärten, bald wegen Rath, bald wegen thatkrästiger Hilfe; der große Verklärte stellte hilsbereit den reichen Schatz seiner Einsicht und Erfahrung zu Gebote. Als geübter und erleuchteter Denker, als Mann von tiefer Weisheit, von großem Ansehen und Einflüsse und dabei von unvergleichlicher Herzensgute konnte er rathen und helfen, wie nur Wenige, und von diesem ausgezeichneten Vorzüge machte der Verklärte, von rastlosem Eifer für alles Edle und Gute beseelt, den weitesten Gebranch, und der Beistand Gottes kröitte sein Wirken mir segenreichem Erfolge. Ans dein Lebenswege solcher ausgezeichneten Männer ist aber gewiß selbst der unbedeutendste Vorfall der Mitwirkung des Zufalls entzogen. Run beschleicht uns aber zuweilen, besonders unter dem Eindrücke erschütternder Ereignisse, das Verlangen, dem Schöpser das Geheimniß seiner strengen Rathschlüsse abzulauschen; wir möchten Bescheid voir ihm haben, warum sein Rathschluß sich in scharfem Gegensatz zu unseren berechtigten Wünschen setzte. Einer sinnigen Betrachtung nun, die unsere Weisen an eine andere Textstelle knüpfen, können wir ein beruhigendes Wort entlehnen, das zu unserem Falle wohl paßt. An den Vers D'iüb F'Q' D7p HITD 7X '1 IQX'l 'Dl knüpft nämlich der £'-fiD die Bemerkung: TDItf T'HH nennen □’-idj1? xbi pnon C’7p7 xv d ipdkti nnn nxn 'Di in D’ynrt5 ab dji n^y emdD ab nnv c’ODn7 ab cjj Das strenge Wort, das Gott an Moses in dessen bevorstehender Scheidestunde richtete: „Sieh! es naht deine Zeit zum Scheiden", steht in offenbarem Zusammenhänge mit einem Verse im Buche rY?np, der ja unverkennbar ebenfalls aus Moses sich beziehe. Dort heißt es nämlich: Ich stellte in Stunden der Muße eine Betrachtung über das Leben an, und fand, daß nicht dem Leichtfüßigen der Vortheil des schnellen Laufes, nicht den Helden der Erfolg des Kampfes gesichert sei, ebensowenig den Weisen der Gewinn einer sorgenfreien Existenz oder den Männern mit klarem Blicke der Glanz der Wohlhabenheit und Menschen von gereifter Erfahrung der Vortheil des beifälligen Eindruckes. So lautet der vom EH1D zitirte Text im Buche rV?np; doch wo ist der Zusammenhang mit dem Worte Gottes an Moses? Wahrscheinlich findet der simD den Ausdruck

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