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Der Israelit · 1890-05-01 · Heft 34 (1.5.1890) · page 26

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Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 34 (1.5.1890)
Date
1890-05-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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w .4> ■ ■» > ‘.«fwy; " 1 " »l'U/' H. „iini jwiyni , 'RLW.Ji»« 622 werden an Euch sich bewahrheiten die Worte, die ich damals — ich wurde eben von einem der Eitrigen daran erinnert — der nunmehr älteren Generation entgegenrief: n*n pjn HO pN ^Nnp nn p nn nhi E’itp’ cny nj ny nniN poiD IDDty D by *)N EiTniEN niEIE nPn E’TI. Der lebende Weinstock wird emporgehalten von todten Stämmen, die ihres Lebens Tagewerk bereits vollendet, — der Wein stock aber lebt und denkt nicht daran, von wem er emporgehallen wird. — So ist es mit Israel, es lebt nur getragen von dem Verdienst seiner Väter, die eingegangen zur ewigen Seligkeit. So wird es auch mit Euch sein, wenn Ihr eingedenk bleibet dieser Worte, eingedenk der Entschlüsse, die Euch in dieser Stunde erfüllen. Und endlich hat er seinen Namen erruitgen dadurch, daß er seinen Standort hatte nsnsn “LE, vor der Bresche. Es ist schon von bewährtem Munde ausgeführt worden, in welcher Weise er sich einen glänzenden Rainen gewann, dadurch, daß er eintrat in die Bresche, daß er den Muth hatte, einzutreten für die jüdische Wahrheit und furchtlos zu kämpfen für Gottes Gesetz.- Er hat ausgelebt. Es war ein glückliches Leben, das ihm beschieden war. Leben heißt für solche Staturen kämpfen, und es war ihm vergöiint, an der Seite der ihn liebenden Gattin, der ihn liebenden und verehrenden Küider, sich seinem Lebensziele entgegen zu vollenden. Lasseii Sie mich noch seiner letzteii Worte gedenken. Es war in den letzten Augenblicken seines Bewußtseins — so erzählte es mir vorhin seine gramgebeugte Gattin — sie war vom Schlafe überwältigt, da weckte er sie und sprach: „Ich weiß, Tu freust Dich damit, deßhalb wecke ich Dich — ich — fühle mich so wohl!" — dann sagte er: „Ich bin müde, ich will schlafen."-D, wem kommt da nicht das Midraschwort in den Sinn von dem Vater und dem Sohne, die zusammen einen Weg gehen und pn yj’nj, da wurde der Sohn müde, und fragte den Vater: „Wann kommen wir denn zur ersehnten Stätte der Ruhe?" Da sagte der Vater: NT Hi pm \D .p ronp njnon nn D>E7> nnEpn nn nwn en pn „D i e s sei dir das Zeichen: Wenn du das nnEpn nn vor dir siehst, so weißt du, daß du der Stätte der Ruhe nahegekommen bist." — — So lange der Mensch lebt, sprechen wir: lPE'1? p, erst den Heimgegangenen geleitet der Wunsch: QlPn p. Des Menschen Leben ist ein stetes Ringen, Kämpfen, Strebeic; erst an des arbeitsreichen Lebens Ziele winkt die Ruhe, winkt der Friede. Das, meine Brüder, das, hochverehrte Glieder der Familie, das, vor allem, Ihr, seine Kinder, das, Ihr, Angehörige seiner Gemeinde, gelobt Euch an der Bahre Eures Heimgegangenen Vaters, Lehrers und Führers: in diesem Sinne die Seinen zu sein, die Seinen zu bleiben. So wird in der immer erstarkenden Innigkeit und Festigkeit Eures Zusammenhaltes, in der immer erstarkenden Innigkeit und Festigkeit Eurer Gesetzestreue sich Euch und Euren Kindern zum Segen bewähren die alte Wahrheit: nmP pns “DÜ- X. fiep mann Philip Plins, Frankfurt a. M. Heftig erschüttert, stark ergriffen, tief, tief gebeugt trete ich vor diesen t£Hpn IHN, in dem die körperliche Hülle meines bewährten Freundes, mit dem ich seit einer lange Reihe von Jahren in inniger Freundschaft verbunden war, zur ewigen Ruhe gebettet. nJN N’EJ p NÜ! N’EJ NE Kein Prophet.bin ich und keines Propheten Sohn, und doch wage ich es hinzutreten an diese Stelle, wo schon PnE*^’ vnj gestanden haben und nach mir stehen werden, Männer, in deren Reihe ich sonst mich nicht stellen dürste. Ich möchte mich verabschieden von diesem Fürsten in Israel mit den Worten der Thora: Nin pHN PN nt^E TEN'I EHpN npnnEiÖ '"nznnttfN Und Moscheh sprach zu Aharon: Das ist es, was der Ewige geredet hat, also: Durch meine Näherstehenden werde ich geheiligt werden. Im Anschluß an diese Stelle bringt '"EH folgenden Midrasch: nL'E P EEN cipe bvi vyiroE nnn rrnpn'L' >rrn ynr tin pns* ,pnNP "dci ’j£d cPru cnw ün hnh vtcoy -p in n in tüd ’thi „Mein Bruder Aharon, ich wußte es, daß das Gotteshaus geheiligt werden sollte durch die Freunde Gottes, und ich meinte entweder durch mich oder durch dich, ich oder du müßten den Tod erleiden zur Sühne für Israels Vergehen, jetzt abeck sehe ich, daß sie, NITENI Elü größer waren als ich und du. Und hierzu bemerkt der KHnn TN’ mn PyE: Moscheh wähnte, er oder Aharon seien dazu erwählt, durch ihren Tod das Gotteshaus zu heiligen, denn sie allein wären doch die erhabensten Männer Israels, jetzt aber nachdem NITENI EU gestorben, kam er zu der Ueberzeugung, daß jene beiden M ä rtyrer zusammen nicht nur größer wären als er oder Aharon, sondern seine und seines Bruders Tugenden noch übertrafen. Aber könnte man trugen, gesetzt Nodow uitd Abihn waren große, bedeutende Männer, vielleicht standen .ihnen Moscheh und Aharon gleich? Und der L'nnn TN’ mn PyE gibt auch hier eine treffende Antwort: Ueber die Worte Iesaias pnj»Ti pN: nynn \JEö D herrschen nämlich verschiedene Ansichten. Die einen behaupten der pny erleide den Tod als Opfer für die Sünden seiner Zeitgenossen nnn py by izzb, die anderen nynE n«T Np', damit er dem drohenden Unglück entrückt werde. Wir selbst also, sagt der Prophet, können untersuchen, weshalb ein pnL gestorben. Denn wird nur ein pnL durch den Tod uns entrissen, so geschieht es gewiß in Folge des nnn pyE, verlieren wir aber V'n mehrere E’pny in so kurzer Frist, so werden wir ermahnt, anfrichtige Buße zu thun. da wir der Besten unseres Volkes beraubt sind. EEN pnsn stirbt ein pns> und keiner nimmt sich dieses zu Herzen E1? by ES? L"N stN' E’SDNJ "Dn ’KONi, dann werden unsere Frommen zu ihren Vätern versammelt, pnc j’NE weil niemand die Drohung Gottes verstanden. Das sagt uns der Prophet mit den Worten: pnsn f)dn: nynn esc n wegen des nnn py geht der p'NL heim zu seinen Vätern nynE nNE' N^ Jetzt verstehen wir auch Raschis Erklärung. Mosche meint: der pns stürbe nnn py py nEE^ und deßhalb sagte er n IN “E IN er oder Aharon wären als Opfer bestimmt; ein p'EL also genügt EDE1?, aber wenn zwei stürben nynE INT N1?^ und daher wären Nodow und Abihu weit größer als sie, die noch am Leben wären. Meine Zunge sträubt sich, es auszusprechen, drei TpHS, meine Trauernden, haben uns seit kurzer Zeit verlassen, Rab. Hirsch P"LI in Frankfurt, R. Nathan.Adler P"L> in London und jetzt wird uns Rab. Dr. Lehmann P"L> entrissen. Rust uns nicht der Tod dieser bedeutenden Führer Israels zu, zurückzukehren zu Gott, mit aufrichtiger Reue, mit vollem Herzen?

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