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Der Israelit · 1890-04-24 · Heft 32 (24.4.1890) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 32 (24.4.1890)
Date
1890-04-24
Page
– (sequence 19)
Language
German
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575 theurer, edler Mami dahingeht und wir an der Bahre dieses Mannes so tief gebeugt stehen, wer, der noch für Thora und Jiroh fühlt, will dann nicht betrübten Herzens zugeben, ms? NEN;J'N TH EDNJr Olpe TD? das, sein Heimgang eine wahrhafte Zoroh für das gesetzcstreue Judenthum bedeutet, eine Zorob für alle, für die sein Dasein gegolten, für alle, die demselben Ziele zustrcbcn, demselben Heiligthnm ihre heiligsten Gefühle weihen, für das er gelebt, gedacht, tiefempfunden und für das er namentlich gekämpft hat. Ja, gekämpft, meine Brüder, und darin liegt sein unvergängliches Verdienst: Dieser sagt Dpy' dkg NEprm ’JN ‘TT EON* E* sagt der Prophet. Ich gehöre Gott an und dieser ivird mit dem Namen Jakob genannt: EJE' PtotP* crEi ‘TT n’ E’EEJ E". Und der andere schreibt für Gott und wird mit Namen Israel genannt. Im Sinne und Geiste unserer heiligen Bestimmung genügt es nicht, in stiller Zurückgezogenheit unbekümmert um die Außcilwelt nur der Weihe und Heiligung seiner eigenen Person zu leben; Pflicht, heilige Pflicht ist cs für jeden wahrhaft ganzen Juden nebst der Weihe und Heiligung der eigenen Person aus aller Kraft dahinzuwirken, daß Epj?* n?np ntsnic nrc ue eis min die Thora ein Gemeingut für das Volk werde, zu wirken für die Erhaltung und Verbreitung der Thora, und wenn es Noth thut zai kämpfen und zu streiten, um den Boden für die Pflege und gedeihliche Entfaltung derselben für die Dauer zu sichern. Wohl sind die Talmide Chachamim berufen, als geistige Führer ihres Volkes den Scholanm zu fördern: D'CEE 'E’CEn OEipE Opr D'EEO, sie stehen ja in erster Reihe da, um den Frieden zu fördern, um für den Frieden cinzntrctcn. ü’üc ieene c'Edj iPej eonjbp eoeeo DE E'Np O'p'Eur ECEEO ’PE. Aber nichtsdestoweniger lehren dieselben Weisen: Die Zadikim werden auch EOEEO 'TD genannt. — Kampsgeräthe; dort wo es Noth thut, für die Erhaltung unseres Thcuerstcn, für unsere Sitten und Gebräuche einznstchcn, da gilt es zu kämpfen, wenn es nicht anders möglich ist, um die thcucrsten Vermächtnisse unseren Kindern zu vererben. Unter dein Namen Jakob kennen wir unseren Stammvater als iE’EE'N H' cn r'N, der in stiller Zurückgezogenheit der Weihe seiner eigenen Person lebte. Erst als er in die Tcffentlichkeit hinaustrat und im Kampf mit Esau und Laban sich bewährte, da ward ihm der Name Israel, Gottesstreiter, — D'tWNi 'E oy E’Er ’E der da spricht, ich mit meiner Person gehöre meinem Gotte an Epp' HE NEp’ rm ’JN ‘TT EEN' E* der verdient nur den Namen Jakob. EJE' Pnep» EttGi HP HVETE’ n*i der aber für Gott thätig ist, und seine Thatkraft einsetzt, für Gott gleichsam schreibt, der sich anderen mittheilt und verständlich macht, um dieselben zu gewinnen, der wird mit dem Namen eines Gottesstreiters eines Israel gekrönt, ETE' E* HE H’, das ist unter den vielen Verdiensten unseres theuren Verblichenen sein Hauptverdienst, das sein Leben adelt und wofür ihm sein Volk, das gesetzcstrene Judenthum, solch großen Tank schuldet. — Seit mehr als 30 Jahren schrieb seine Hand für Gott und für seine heilige Sache, verkündete er unerschrocken und mnthig in die große Welt hinaus die Reinheit, die Heiligkeit, Unantastbarkeit unserer jüdischen Heiligthümer und hatte die seltene 'dt, große Erfolge zu erzielen. EjE’ ENEK" DE’Ei Ihm gebührt der Name eines Israel, eines Gottesstreiters. Mit wahrhaft glühendem Feuereifer, mit der ganzen Thatkraft eines echt jüdischen Kämpfers hat er für die unverkürzte Erhaltung unserer Wahrheit gestritten, hat zu den wenigen nPUD HTT in Deutschland gezählt? die bewirkt, daß ans der großen jüdischen Welt nicht nEEy: EDEN NEE die jüdische Wahrheit hinausgehen müsse aus dem^ Kreise der Lebenden, um in der Abgeschiedenheit ihr nothdürftiges Dasein zu fristen, hat mit gewirkt aus Leibeskräften, daß deni bis vor 30 Jahren verpönten, geächteten, gesetzestreuen Judenthume die ihm mit Recht gebührende Ehrenstellung zurückcrobert wurde. — Das ist sein Hauptverdienst. Und nun geht er dahin unser wackerer Gotlesstreiter, und der Tag, an dem er dahingeht, gestaltet sich zu einem EEU NEN ij’N Tn ECNJr Dipo EE'J'CttTDl’E ’E’l Das ist eine Zoroh, eine wahrhafte Zoroh für das gesetzestreue Judenthum, für Alle, für die er gekämpft, gerungen, für die er seine ganze Thatkraft eingesetzt hat. — EL'E ’JE E'ND H Im Namen des Rabbi Meir wird gelehrt: DENKO NT 'Pr 1E1E EE1J7E PE EElPE E'SlOp VE’ Eplpp NE. Mit geschlossenen Händen kommt der Mensch zur Welt, als wollte er sagen, die ganze Welt gehört mir: >'E' EEEJ N1EICG1 DipE ET DP'j/T P'ePej nP niölPB mit offnen, gestreckten geht er aus der Welt, gleichsam sagend, ich nehme nichts von dieser Welt mit. Aus unseren theueren Verblichenen können wir gerade das Gcgentheil anwenden. So lange er lebte EiEirs VH’ ve waren seine Hände offen und thätig, niEiDN nP “’E' seine Hände waren nicht gebunden. Wer kannte nicht sein treues, edles, gutes Herz, das nur an Wohlthun und Freigebigkeit Freude hatte, das jedem Menschen ohne Unterschied des Standes und ohne Unterschied der Religion in Liebe und Treue zugethan war? Wo gibt es einen, der hilfsbedürftig war, der sich an Or. Lehmann ohne Erfolg wandte? Mit vielen seiner Freunde rnfe ich aus: TN ~\'by ’E EU Leid ist es mir, um dich mein Bruder, ich verliere an dir einen treuen, anhänglichen Freund. Mehrere Jahre hindurch stand ich zu ihm in persönlich freundschaftlichstem, ja intimsten Verkehre und hatte Gelegenheit seine herrlichen E’E’E ElE’Ol ElPj/C zu bewundern, Gelegenheit ihn als Friedensmann, aber auch als ECE^>c ttf’N kennen zu lernen, wie er allen Schmähungen und Lästerungen der Gegner unseres Gottesgesetzes gegenüber stark und kräftig dastand und mit jedem, der es wagte, unsere Heiligthümer anzugreifen, den Kamps aufnahm, hatte Gelegenheit selbst zu sehen, wie diese Hände immer offen und thätig waren, wo cs galt, rein menschliche oder rein jüdische oder patriotische Zwecke zu fördern. Welch ein Patriot war er, im jüdischen Sinne, wie war er begeistert für die Einheit des deutschen Reiches, wie begeistert sprach er dafür, bevor noch die Einheit zustande gekommen war. Er war Mensch und Jehudi, und weil er Jehudi, durch und durch Jehudi war, verstand er es, ein solch treuer, warmfühlender Patriot zu sein. Und nun scheidet er mit geschlossenen Händen, denn er kann sagen: ET DE’JT jO TEE:: Ich nehme ja mit von dieser Welt, Verdienste, reiche unvergängliche Verdienste, die dort in hohem Grade getvürdigt werden. Mögen seine Kinder, seine Familie, namentlich seine Kehiläh sein Andenken ehren, sich ja vor jeder Verunglimpfung unseres vererbten Vermächtnisses hüten, in feinem Geiste und Sinne wirken, und es dahin bringen, daß Epp" EEEp EtcniO EtPD UP EIS EE1E zur

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