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Der Israelit · 1890-04-21 · Heft 31 (21.4.1890) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 31 (21.4.1890)
Date
1890-04-21
Page
– (sequence 2)
Language
German
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538 beiden Söhne und der Schwiegersohn des Verstorbenen, mit Aufwendung aller Kraft nach Fassung ringend, um diesen schwersten Gang zu überstchen. Dann folgten die Verwandten und die Rabbiner: vr. I. Hildesheimer, Berlin, M. Bamberg e r, Kissingen, N. Bamberger, Würzburg, S. Bamberger,Aschaffenburg,vr. I. M.Bondk, Wien, vr. Breuer, Frankfurt a. M., vr. Butten wiese r, Straßburg i. E., vr. C ahn, Fulda, vr. Deutsch, Burgpreppach, Fr o m m, Frankfurt a. M., vr. Grüns eld, Bingen, vr. Horowitz, Frankfurt a. M., vr. Jung, Mannheim, vr. Kahn, Wiesbaden, vr. K o r e f, Hanau, vr. Kottek, Homburg, vr. Marx, Darmstadt, vr. Munk, Marburg, vr. Plaut, Frankfurt a. M., vr. S a l f e l d, Mainz, vr. S a l b e n d i, Dürkheim, vr. Säug er, Bingen, vr. S ch i f f e r, Karlsruhe, vr. Thein, Prag, vr. Tawrogi, Kreuznach, vr. Weingarten, Ems, die Herren Schuldirectoren vr. Bar naß, Pfungstadt, vr. Ac ine mann, Frankfurt a. M., vr. Hirsch, Frankfurt a. M., und Professor L e s e r, Heidelberg. Diesen schlossen sich Geistliche der christl. Confcssionen, die Civil- und Militärbehörden, die Direktoren, Professoren und Lehrer der hiesigen Schulen, Directoren der Eisenbahn und anderer Verkehrsanstaltcn unserer Gegend an. Die Bürgermeisterei Mainz entschuldigte in einem officiellen Schreiben ihr Nichterscheinen damit, daß der Oberbürgermeister Herr vr. Oechsuer verreist, der Beigeordnete Herr Re in ach erkrankt, die beiden anderen Beigeordneten Herren vr. G a ß n e r und vr. Geier mit Dicnstgcschäften stark belastet waren. Ebenso war Professor R o g u e t t e, Darmstadt, einem Schreiben zufolge, wegen Unwohlsein zu erscheinen verhindert.*) Der Vorstand der israelitischen Religionsgcmeinde Mainz war vollzählig erschienen. Unter den von auswärts entsandten Deputationen der Gemeinden bemerkten wir: Die Vorstände der israelitischen Religionsgcsellschaften von Bingen, Carlsruhe, Cöln, Darmstadt, Frankfurta.M. und Wiesbaden, einen Deputirten. der Gemeinde Halberstadt sowie Vorstände vieler isr. Landgemeinden. Eine große Anzahl isr. Lehrer aus der Nähe und Ferne war herbeigeströmt. Die Herren Goldsmid und Jakob Roos zu Amsterdam vertraten die Pekidim und Amarkalim der israel. Gemeinden im heiligen Lande. Ihnen folgte *) Bon Rabbincn, Lehrern, Vorsländcn von Gemeinden und Vereinen, Freunden und Anhängern des Verstorbenen, die $um Leichenbegängnisse zu erscheinen verhindert waren, gingen Hunderte von Beileidstelegrammen ein. der Vorstand und Ausschuß der Religionsgesellschaft und eine unabsehbare Menge, welche nicht nur aus den Mitgliedern der Religionsgesellschaft, einem großen Thcil der israel. Religionsgemeinde bestand, sondern in welcher auch ein ansehnlicher Theil der hiesigen christlichen Einwohner beider Konfessionen vertreten rvar. Nach einer halben Stunde gelangte die Tete des Zuges an den Friedhof, der sich bald füllte. Da die Leichenhalle die Menge nicht fassen konnte, wurden die Reden am Sarge unter freiem Himmel gehalten. Es sprachen die Herren Oscar L e h m a n n, der älteste Sohn des Verstorbenen, ])r. I. H. Bond i, Neffe des Verstorbenen, im Namen der isr. Religionsgesellschaft, Rabb. vr. I. Hildesheimer aus Berlin, Nabb. vr. Sülfeld ans Mainz, im Namen des Vorstandes der isr. Religionsgemeinde, Rabb. vr. Breuer aus Frankfurt a. M., Rabb. vr. Marx ans Darmstadt, Direktor vr. M. Hirsch aus Frankfurt a. M., Nabb. vr. Horow itz ans Frankfurt a. M. und zum Schluß vr. Jonas L e h m a n n, zweiter Sohn des Dahingeschiedencn. Wegen cingetretcuen Regen- Wetters konnten die noch vorgemerkten Herren vr. Sänger, Bingen, vr. Ko res, Hailau, vr. Kahn, Wiesbaden, vr. S a l v e n d i, Dürkheim und der Talmudgelehrte Malina, Bensheim nicht mehr zum Worte kommen, von denen, wie wir hören, einige im Laufe der Trauerwoche im Trauer- Hause dem Verstorbenen einen Nachruf widmen werden. *) Es gebricht uns hier an Raum den Inhalt der am Grabe gehaltenen Reden auch nur auszugsweise zu geben, wenn uns auch das Bedenken, durch einen Auszug den Eindruck derselben abznschwächen, von einem solchen Vorhaben nicht znrückhaltcn würde. Wir werden deßhalb dieselben, die stenographisch ausgenommen sind, in möglichst kurzer Zeit in Extra-Beilagen zu unserem Blatte, ebenso die im Hause gesprochenen Reden, insofern sie uns drnckfertig eingesandt werden, veröffentlichen, um unseren Lesern ein bleibendes Andenken an den Moment in die Hand zu geben, in welchem sich so recht deutlich offenbarte, wieviel Liebe der Verstorbene gesät und wieviel Dank und Anerkennung er geerntet. -ISDN' 'l 11331 1P12 *) Vis Schlich der Redaction haben die Nabbinen, Herren vr. Thein, vr. V n t t e n w i e s e r und vr. Kahn, Wiesbaden Tranerreden gehalten. Wie wir hören, tverden bei dein Dienstag, den 22. dss., Nachmittags 6 Uhr, in der Synagoge der isr. Religionsgesellschaft stattsindenden Tr anergottesdienst die Herren vr.S ä n g e r, Bingen, und vr. Boiidi, Wien, Trauerreden halten.

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