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Der Israelit · 1890-02-03 · Heft 10 (3.2.1890) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 10 (3.2.1890)
Date
1890-02-03
Page
– (sequence 6)
Language
German
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'' 1S6 man als einen o'm'n 'n ny »two allgemein verehrte. Was noch heute Jüdisches und Frommes in der hiesigen Gemeinde existirt, ist dem Verstorbenen zu verdanken. Groß sind die Verdienste, die er sich um min noVn erworben, DHDn übte er in großem Maaße und ist dessen Herz und edle Gesinnung in ganz Mähren sprichwörtlich geworden. na"jun. Pesth. Bezüglich der Koscherfleisch-Ausschrotung in der 'Hauptstadt hat der Magistrat bereits zu Gunsten der israelitischen Gemeinde entschieden Einige Fleischhauer gingen nämlich so weit, daß sie, um keinen Aussetzer besolden zu müssen, eigene ll'vmi? a.istellten. Der Magistrat ließ an den hauptstädtischen Schlachthaus- Director die Weisung ergehen, im Sinne des diesfäll'gen M.nisterial-Erlaffes nur jenen Schächtern das Schlachten zu gestatten, die hiezu von der Gemeinde angestellt sind. Aus Triest wird uns geschrieben: Der Präsident des Oesterreichisch-Ungarischen Lloyd, Baron Morpurgo, hat von der Kaiserin Friedrich als Erinnerung an die Fahrt von Venedig nach Griechenland zur Vermählung der Prinzessin Sophie mit dem griechischen Thronfolger an Bord des Lloyddampfers „Jmperatrix" ein Porträt der Kaiserin Friedrich in reichem Goldrahmen mit eigener Namensfertigung der hohen Frau erhalten. Italien. Rom. Der vorige Woche verstorbene Herzog von Aosta, Bruder des Königs, war im ganzen Lande hochverehrt und sein frühzeitiger Tod wird daher schmerzlich empfunden. Auch die Israeliten theilen diese allgemeine Trauer; denn er war von den wohlwollendsten Gesinnungen gegen sie erfüllt. Wir erinnern nur an seine s. Z. von uns veröffentlichten Worte, die er im September 1887 bei Gelegenheit seiner Hochzeit mit der Prinzessin Laetitia an eine ihn beglückwünschende jüdische Deputation gerichtet hat, in welcher er seine Freude darüber ausdrückte, daß die ital. Israeliten die ihnen mit vollem Rechte gebührende vollständige Gleichstellung genießen. Er kam auch auf die Zeit zu sprechen, wo er König von Spanien gewesen. Es sei, sagte er, seine Ueberzeugung, daß der Niedergang dieses Landes von der Zeit datire, da man die Juden aus demselben vertrieben hat. Frankreich. Paris, 28. Jannar. Gestern fand im Saale Wagram ein Erinnerungsbanket an Boulangers Wahl in Montmartre statt. Naquet führte den Vorsitz und alle Parteihäupter waren zugegen. Die Musik spielte alle Boulangistenlieder. Ein Brief von General Boulanger wurde verlesen. Besonders bemerkenswert ist, daß der General sich in demselben gegen die Antisemiten ausspricht. England. London. Eine große Ehre ist einem jüdischen Mitgliede des Londoner Grafschaftsrathes zu Theil geworden, welche besonderen Anlaß zur Freude gewährt. Herr Nathan Moß, Vertreter für den District Hoxton der Vorstadt Shoreditch, ist zum Nachfolger des Obersten Howard Vincent, Mitglied des Parlaments, erwählt worden, um als Vorsitzender des Feuer wehr-Co mitö's des Grafschaftsrathes zu fungiren. Die Stellung schließt eine große Verantwortlichkeit in sich, da dem Comitö, welchem Herr Moß vorstehen wird, die Verwaltung der gelammten Londoner Feuerwehr obliegt. Herr Moß ist das einzige jüdische Mitglied der Versammlung und hatte sich um die Wahl gar nicht beworben. L. M. London. Sir Philipp Magnus wurde zum Mitglied des Londoner Schulrathes ernannt. Unter den neuernannten Röthen der Königin ist auch unser Glaubensgenosse, Herr Sydney Wolf. Wattu «gen. Erzählung von Friedrich Rott. (Fortsetzung.) Auch Adolf hatte gelacht; doch kaum wußte er sich allein, als die sorglose Haltung schwand, die er soeben zur Schau getragen, wie der Stütze bedürftig lehnte er gegen einen Pfeiler und preßte die Hand gegen die Brust, in der das Herz laut pochte, und wiederum glaubte er jenen Ruf zu vernehmen, jenen unheimlichen Ruf: Dieb! Dieb!

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