Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 9 (30.1.1890)
- Date
- 1890-01-30
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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150 -3**5 ~rr:' :' B. 19).’) „Wer irgend einen Menschen erschlägt, gleichviel ob einen Heiden oder einen Hebräer, der soll getödtet werden" (Leviticus, C. 24, B. 17). 8) „Selbst der König darf von dem Gesetze nicht abweichen weder rechts noch links, und darf in seinem Herzen sich nicht höher dünken als die Andern; er muß Alle als seine Brüder betrachten, und sie danach behandeln" (Deutronom., Cap. 17, B. 20).-) Diese Stellen beweisen zur Genüge, daß die Bibel vor dem Gesetze keinerlei Unterschiede zwischen Menschen und Menschen zuläßt und daß vor demselben Alle gleichgestellt sein müssen. Im Folgenden sollen nun diejenigen Stellen citirt werden, welche darthun, daß neben dem allgemeinen Gleichheitsgesetze noch andere Gesetze nöthig sind, welche die Bestimmung haben, die Menschenrechte derjenigen zu schützen und zu wahren, welche nichts besitzen und nichts vermögen und nichts können. So verordnet das biblische Gesetz: „Du sollst den Fremdling nicht unterdrücken, da Ihr doch das Gemüth des Fremdlings kennt" (Exodus, C. 23, V. 9).10) „Wie der Einheimische unter Euch soll auch der Fremdling geachtet sein, der unter Euch wohnt; Du sollst ihn lieben, wie Dich selbst" (Leviticus, C. 19, V. 33). 14) „Liebet den Fremdling, denn Ihr wäret selbst Fremdlinge in Egypten" (das. C. 10, V. 19). '*) „Die Ecken des Feldes, die abgefallenen Aehren, die zurückgelassenen Garben bei der Ernte, die Nachlese der Wein- und Oelbeeren, sie sollen für den Armen und für den Fremdling sein" (das. C. 19, V. 10).") „Wenn Dein Bruder verarmt, so sollst Du ihn, wie auch den Fremdling, der bei Dir wohnt, unterstützen, daß er bei Dir leben kann" (daselbst .(£2"’ plDD ,7" 12 Ott') D’22 1’3n 122570 ODO (7 ,T3 tnp’i) nornio□ in 5722 b3 na» öttntti (8 ^Noffiro’niyon jo iid ti^i itind 123I on ribnb (9 .('3 piDD ,?"> o’ioi) 01057) '01 120 nx onjn» doxi pnln xb 121 (10 .('12 plD2 ,2 "3 *TiB3 b nonxi osnx 120 120 cnb om' D3o ni?x3 (11 .Oub pD2 ,12"' Xlp'l) o») omo pxa do"o 0’i2 o un nx Dnonxi (12 .(12"' pio2 /’ nyp- 1157 NXD 0^30 xb 03yix 1'Lp nt* D3iypoi (13 vp70 xb pu Olm bbyn xb 10131 opbn x^> ii'Lp opli pIDÖ ,V3 0131 /12 pIDC ,12"’ Off) OniX 317JJO Uli ’2^^> .(X"3 plD2 '3 ,12"' C. 25, V. 35).**) „Du sollst den Lohn des Armen und Dürftigen, ob es Dein Bruder oderein Fremdling ist, der in Deinem Lande, in Deinen Thoren weilt, nicht vorenthalten. An demselben Tage, bevor die Sonne untergeht mußt Du ihm seinen Lohn geben, denn er ist arm und trägt danach seine Sehnsucht; er könnte sonst Gott wider Dich anrufen und Du hättest sodann eine Sünde" (Deutronom. E. 24, V. 14).la) „Du sollst nicht beugen das Recht des Fremdlings, der Waise und der Wittwe, und Du sollst nicht pfänden das Kleid der Wittwe" (das. V. 17) 16) „Jede drei Jahre soll der zehnte Theil des Bodenertrages dem Fremdling, der Waise und der Wittwe gegeben werden" (das., C. 26, V. 12)**) „Fluch treffe den, der das Recht desFremdltngs, der Waise und der Wittwe beugt" (das. C. 27, V. 19.) ") „An den Festtagen ist Jeder verpflichtet, den Armen, die Wittwe, die Waise und auch den Fremdling zu erfreuen" (das. C. 17, V. 11) *°) Die vollkommene Gleichheit, welche sich in diesen Geboten documentirt, erstreckt sich so weit, daß der Hebräer selbst seinem grimmigsten Feind, seinem grausamsten Hasser und Peiniger verpflichtet ist, die Menschenrechte zuzuerkennen. Dieses hohe Maaß von Sittlichkeit, diese Selbstlosigkeit und Selbstverleugnung verlangt die Bibel in dem Gesetze: „Du sollst den Egypter nicht verachten, denn Du warst ein Fremdling in seinem Lande" (Deutron., C. 23, V. 8)20) In der Motivirung zu diesem Gebote, „denn Du warft ein Fremdling in seinem Lande", soll der Hebräer sogar eine Mahnung zur Dankbarkeit dem Mizri gegenüber erblicken, weil er einst iu seinem Lande geduldet und nicht ganz vertilgt wurde. tii 357101 12 13 npinni ioy rr ,11201 i»nx 11c ’3i (14 .(n'6 piDD ,.i"3 off) ioy 1570< 1120 lNt 1’HND }V3N1 ’jy 13ff pi57yn (15 »jy ’3 ffoffn i’ty Ni3n xii roff pn 101'3 :1'1^573 1L1X3 13 n'ni '.1 ^?x i'^ xip' x^i iff22 nx X5712 xm 1^x1 xin .(“"’ plDD ,1"3 0’131) NI2n 123 bann x^i ruo^Ni on’ 12 122570 non xb (16 .0"’ p1D2 057) 020^X 0’57^570 02573 inXQO 157JJO 13 litt 157J^ 0^30 ’3 (17 1)13571 1’1j;t72 173X1 020^1 Din^ 127 511121 157)100 0257 .(3"’p'D2 ,1"3 057) .(12"’p1D2 ,7"3 057) 020^X1 010' 12 122570 0120 111X (18 12 01 131 1031 1231 nOX 1’p^>X '1 '22^ 000571 (19 .(X"’ p1D3 ,1"12 057) 020^X01 DIO’OI .('0 plDD ,2 "3 0’131) 1L1X3 0"0 12 ’3 '1L0 3)100 X^> (20