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Der Israelit · 1890-01-06 · Heft 2 (6.1.1890) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 2 (6.1.1890)
Date
1890-01-06
Page
– (sequence 2)
Language
German
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18 a& geständniß der allgemein giltigeu Auffassung gelten. Wenn also in der Regierungsform ein Zugeftänduiß als zulässig erkannt wurde, so läßt sich dasselbe von der Sklaverei um so eher behaupten, weil es sich hier um eine allgemein b e st e h e n d e Rechtsanschauung handelte, welche für das sociale Leben von tief einschneidender Wirkung war. Die gänzliche Abschaffung der Sklaverei war daher nicht denkbar, und es mußten Gesetze eingeführt werden, welche die Bestimmung haben sollten, das Loos der Sklaven zu erleichtern, und die bestehenden Gegensätze zwischen Leibeigenen und Freien nach Möglichkeit auszugleichen und zu mildern. Wohl durste der Besitzer sein Eigenthumsrecht auf seinen Sklaven geltend machen, indem er über dessen Kraft und Fähigkeit verfügen konnte; er hatte aber nicht das Recht, ihn als ein recht- und willenloses Ding, welches sich seiner Individualität und Persönlichkeit ganz zu entäußern hatte, sobald es der Gebieter wollte, zu betrachten. Dem Menschen, als solchen mußte auch bei dem Sklaven sein Recht zugestaudeu werden; rohe und unmenschliche Behandlung desselben wurde strenge gestraft, Milde und Güte ihm gegenüber dringend geboten. So heißt es: „Wer seinem Sklaven (heidnischen nach Raschi) ein Zahn oder ein Auge ausschlägt, der hat sein Eigenthumsrecht auf denselben verloren und der Sklave muß freigesprochen werden" (Exodus, Cap. 21, V. 26, 27).') Ferner: „Wer seinen Knecht oder seine Magd schlägt und sie unterliegen unter seiner Hand, der soll bestraft werden" (nach Talmud, Sauhedriu 52 a.) mit dem Tode durch das Schwert (das. V. 20).2) Hier ist gleichfalls vom heidnischen Sklaven die Rede (Raschi das.). „Du darfst den Sklaven, der sich vor seinem Herrn zu dir flüchtet, an denselben nicht ausliefern, du mußt ihn bei dir wohnen lassen, wo es ihm gefällt und darfst ihn nicht bedrücken." (Deuterouom, Cap. 23, V. 16, 17.) Hier iftMmeint, ein heidnischer Knecht, der seinem israelitischen Herrn entlaufen ist. (Gittin 45 a.) -') So wie es geboten isst „Freie" aus der Gefaugeuschaft auszulösen, so ist es auch Pflicht, (heidnische) 'rtn“? nnnn 'ncs ns \s ncy py ns r\s ny 'y <1 unS' ’rcnP Sr ines rr 's ncy ir cs* : iny nnn .(Er’"rn) ey:c •. roy py (rrrcpicc ,s"c nyoer nnn mnn nci errc -ncs ns s ray ns r's nr -r <2 men eye "nyc '"rn r*n's ec pnn cr> cpr ep: -t .(s"y 2": p“in:D) pc nn'cc : cpn cp: rrr: ycy :v:hs cyc byy ntrs vy-s S ncy tjdh s^ uyn sb st rte yiyr -nsn -mr nrs cpe -pipc er' Ssnr' *?r ':y:n -sy Scs (*"• re pico „re cnzm -ls"y rrs pn per Psnr' yns^? psp nsnrra mer Sklaven zu befreien (Gittin 37 b.)}) „Ein Heidensklave, der aus dem Gefängnisse eines Heiden entsprungen ist, wird als frei erklärt" (das. 38 a.)5) Der Sklave ist nicht darum als Sklave zu betrachten, weil er als solcher rechtlos und vogelfrei ist, sondern darum, weil sein Herr auf ihn ein Eigenthumsrecht durch Kauf oder Erbuug oder durch Schenkung besitzt, und er hört auf Sklave zu sein und wird ein Freier, sobald der Herr sein Eigenthumsrecht auf denselben aufgibt. (Das.) H Nicht nur Schonung und Milde ist geboten, zuweilen soll auch der Sklave mit dem Freien gleichberechtigt sein und dies in dem Maaße, daß derselbe sogar zu heiligen Diensten zugezogen werden kann, wo seine Person ebenso den Ansschlag zu geben geeignet ist, wie die des Freien (Berachoth 47 d.) ') Es kann überhaupt jede als Recht erscheinende Gelegenheit oder Veranlassung benützt werden, um den Sklaven als frei zu erklären. (Das.) Dies Alles gilt blos vom Heideusklaveu. Was aber den Hebräer-Sklaven betrifft, so schreibt das biblische Gesetz für denselbeil eine weit humanere Behandlung vor, als das Staatsgesetz in den civilisirten Ländern heutzutage zum Schutze der Arbeiter und Dieustl e u t e verordnet. Der Hebräersklave darf nur sechs Jahre dienen, nach dieser Dienstzeit muß er als frei entlassen werden (Exodus, Eap. 21, B. 2)J Während dieser Dienstzeit muß ihn der Herr gleich einem Familiengliede behandeln, in den meisten Fällen soll er sogardem Herrn v ol lkummeu gleichgestellt werden; so darf z. B. der Sklave kein Schwarzbrod essen, wenn der Herr Wcißbrod ißt, er darf keinen jungen Wein bekommen, wenn der Herr alten Wein trinkt, er darf sein Lager nicht auf Stroh haben, wenn der Herr auf Matratzen liegt. (Kiduschiu 20 a. und 22 a.)") ns nnp mäc ye prn ec ns nns rrncr eine (4 er) -eie eye ncyrn er rurce '"r-' rn^ : cncyn •<sy rb *p .nvrnP sr rrrnsri nre mer ney pnv cn ncs (5 Sr c'“-csn nee rrer Ps~r’ S* eye yey '"rn rn*s .(s"y nS gy er) *nc: vpy c-rn eS psr ~cy ,n^S sr ncy rpren <6 .Orpee er) ncy : s ntyps '213 nryc ,mry p:S i'CCäc yeyi nyrn (" mrys ncy ^rrr1 mry säe sh ncen nS ser .Q“y neo ’rens sä' n'y'crc* “'cy' ccr rr '^cy ncy n:pn o (8 ■«‘2 p'ec s"D mer) c:n xhr nnrcei S2scc ycy : yoy H re r ::cn en (9

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