Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 30 (1889)
- Issue
- Heft 76-77 (24.9.1889)
- Date
- 1889-09-24
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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1334 angewiesen, auf welchem er die von seinem König il)m zugetheilte Aufgabe in unwandelbarer Treue und nimmer schwankendem Gehorsam zu lösen hat, und dieser allmächtige, allgebietende Herr und König ein gnadenvoller, liebreicher Vater ist, dem wir nicht ^ur in unbegrenzter Ehrfurcht, sondern auch in zuversichtlichem Vertrauen nahen dürfen. ^^Wir gedenken des ersten Ellulmonats, der uns W^Sinai fand, da das in heidnischen Wahn verfallene Volk, der Größe seiner Schuld inne geworden, in Reue und Zerknirschung der Rückkehr seines Führers entgegenharrte, der am ersten Tage des Ellul wiederum den Sinai bestiegen hatte und dort vierzig Tage vor Gott verweilte, um aufs Reue die Tafeln des Zeugnisses ans Gottes Hand zu empfangen und rnva, Sühne, für Israel zu erringen, auf daß das damalige Geschlecht würdig und fähig wiederum befunden werde, Träger des Gottesgesetzes und der Heilesbotschaft für die Menschheit zu sein. Die Verirrung des Volkes hatte nichts an dem Gesetze geändert. Das Wort Gottes ist unabänderlich, und unabänderlich bleibt die Verpflichtung Israels zur treuen Erfüllung des Gotteswillens, und unabänderlich bleibt die Mission, für welche es von Gott zum selbstständigen Volksdasein berufen. Es war dieser Aufgabe uneingedenk geworden und suchte die Rückkehr zu Gott. Diese Rückkehr kann nur vollzogen werden durch die Wiederaufnahme des Gottesgesetzes, durch die erneute Treue und Hingebung in der Erfüllung desselben. Gott verlangt für die Wiederanknüpfung des Bundes, in welchen Israel am Sinai eingetreteu, die volle Bereitstellung zur Erfüllung Seines geoffenbarten Willens. Gott sprach zu Moses: ^>dd □’jtwrD ouax nnV ub? i?t komme zu Mir mit „zwei Tafeln von Stein wie die ersten, daß Ich auf die Tafeln die Worte schreibe, die auf den ersten Tafeln gewesen, welche du zerbrochen." In der Lade, welche die neuen Tafeln in sich barg, lagen auch zum ewigen Gedächtniß die Scherben der um der Schuld des Volkes zerbrochenen Tafeln; pto dtuiö mm!? natt>i nm£. Das Gesetz bleibt dasselbe, Israels Verpflichtung bleibt dieselbe. Es gibt für Israel keine andere Wahl, als volle Hingebung in seinen heiligen Berus: der Menschheit voranzuwandeln als das Gesetzesvolk in unbegrenzter Treue, alle Völker hinzuleiten zu der Höhe des Gotresbewußtseins, welches in der Unterordnung aller menschengesellschaftlichen Verhältnisse und dem Gottesgesetz seine Betätigung findet; oder — der Abfall von Gott, von Gottesgesetz, von Israels Aufgabe. „Nicht eine Reform des Gesetzes, unsere Reform zu diesem Gesetze bleibt ewig und zu allen Zeiten die alleinige Aufgabe. Gott schreibt aus die neuen Tafeln nur das alte Gesetz. Es ist das Gegebene und wartet über abgefallene Geschlechter hinaus auf pflichtgetreue Enkel." (Hirsches Commentar zu Deutron. 10, 2.) Wenn wir heute im Gebete vor Gott stehen und hoffnungsvoll der Zukunft entgegenblicken, wenn die Vergangenheit uns vor die Seele tritt mit allen Jrrthümern und Fehlern, deren Folgen die Zukunft zu zeitigen hat, dann gedenken wir der gnadenvollen Verkündigung, daß Gott, der unser Geschick gestaltet, mm, barmherzig und gewährungsbereit ist, naw non an d>dx px, langmüthig, liebreich und wahr, daß Er msVxb non isi die Liebe pflegt für die Tausendsten, daß Er uns ein gerechter Richter, ein liebevoller Vater, ein gnädiger Herr ist. Wir haben Ihm uns zu nahen mit dem festen Entschlüsse zur Rückkehr zu Seinem Gesetze, mit dem ernsten Vorsatze zum treuen Gehorsam, dann vollbringt Er an uns Seine Gnade und Liebe und zeichnet uns ein in das Buch des Lebens, des Segens und des Heils. Unsere Aufgabe bleibt zu jeder Zeit die gleiche: nnnn nan bi nx m»j;V Alle Worte des Gesetzes zu erfüllen. — — Daß wir Alle dieses beherzigten, daß wir Alle in diesem Bewußtsein, mit diesem Entschlüsse Abschied nehmen möchten von dem dahineilenden Jahre und das kommende uns werde ein nana njff in des 2öorte0 vollstem Begriffe! Auf- und Abwärts. (Zum Von Dr. H. Sänger, noaa xnsfo p ’dv 'n nt* nnx xnunaa n^xt? "lDNjtf D’D1 nmh Ivx nx na"pn toa d»d» )b mox .'ui pxn nxi Dwn 'n ntpy o»d» nm »a nnyi atsr nV nax .rwxy ins nny ny nytp nmxm .nib vnm mb r&yo nio^o „Einst frug eine Matrone den Rabbi Jose den Chalafta: In wie viel Tagen erschuf der Heilige, gelobt sei Er, seine Welt?" Er antwortete: „In sechs Tagen, denn so heißt es, daß in sechs Tagen der Ewige Himmel und Erde geschaffen." „Und was thut Gott seit jener Zeit bis auf den heutigen Tag?" Er sitzt und macht Leitern; den Einen führt Er hinauf, den Andern herab." Diese Frage jener Matrone entsprang wohl der Ansicht, daß Gott nach Vollendung Seiner