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Der Israelit · 1889-09-24 · Heft 76-77 (24.9.1889) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
30 (1889)
Issue
Heft 76-77 (24.9.1889)
Date
1889-09-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXX. Jahrgang. M 76 <T77. Israelit„«*Jeschurun. ZkNMst M FSrdrrW W. (Bclftes m W. Dens in Uns. GrmlM uni) KW Emirat-Hrgan für das orthodore Zudenthum. Herausgegeben von Vr. Lehman« in Mainz. Dienstag, den 24. September 5649 (1889), Da mit dem 1. Oktober 1889 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. Die nächste Nummer, eine Doppel-Nummer, gelangt Mittwoch den 2. Oktober zur Ausgabe. Leitende Artikel. I>es Jahres Scheidegruß. Von I s a a c Hirsch. Wenn das Jahr seinem Ende naht und wir dem ersten Tage des neuen, demnpnnvr, entgegenharren, der uns einnpinn piai sein soll, an welchem der hehre Gottesruf uns zu einem ernsten Rückblick auf den zurückgelegten Lebensweg ladet, dann bereiten uns die letzten Momente des dahinschwindenden Jahres für den großen Tag der nynn, für den v*in bi» vor und finden uns mit jedem Morgengrauen in den der' ernsten Selbstprüfung und Erhebung geweihten Räumen unserer ntenn »na vereint vor Gott. Er ist es ja, der uns im Schofar zu Sich ruft, und Rückkehr zu Ihm ist der Inhalt des Therua- Halls; 12-in jntn aiy» „der Frevler verlasse seine Bahn und der Mifsethäter seine Pläne und kehre zu Gott zurück, der Sich ihm in erbarmungsvoller Liebe zuwenden wird, zu unserm Gotte — denn Er gewährt stets Verzeihung." Er ist nicht nur der Allgerechte, sondern auch der Allliebende, Er verleiht dem zu Ihm Rückkehrenden die Kraft zu einem besseren Wandel, Er tilgt die Folgen der Sünde. Er stattet den reuigen Sünder mit der Fähigkeit aus, die sittliche Reinheit wiederum zu gewinnen und fortan im Lichte Gottes, vor Gottes Angesicht zu wandeln. Darum suchen wir die Nähe Gottes, die das wahrhafte, einzige Gute ist. Wir wissen es nanp aiö 'b 'nftx, aber wir wissen auch, daß dieses höchsten Gutes nur die theilhaftig werden, die 2b na, die geläuterten Herzens find, die an sich die ernste Arbeit der Selbstprüfung vollziehen, die wahrhaft te-is» sind, die der hohen von Gott Israel gestellten Aufgabe gerecht zu werden sich bestreben und das wahre jüdische Ideal zu ihres Lebens höchstem Ziel sich erkoren. mrrten »d» nennen wir deßhalb die letzten Tage des zur Neige gehenden Jahres. Wir fühlen es, daß wir der .irrte bedürfen, daß wir noch weit von dem Ziele entfernt sind, dessen Erlangung unseres Daseins einzige Pflicht ist, daß wir nur allzuoft derselben uneingedenk geblieben, daß wir geirrt, gefehlt und gesündigt und Gott die Treue gebrochen haben, und die ernste Selbstprüfung, die ernste rückblickende Umschau auf die Vergangenheit, führt uns zu der Selbsterkenntniß und dem Bekenntnitz vor Gott, die wir in das Geftändniß zusammenfassen: tei unten ton x"ik. „Unsere Selbstprüfung gelange vor Dein Angesicht, halte Dich nicht zurück unserm Flehen — wir sind nicht noch nicht so verstockt, um vor Dir deu Ausspruch zu wagen, daß wir tugendhaft wären und nicht gesündigt hätten,-u»on unw tet<! Wir bringen es uns wiederholt und wiederholt zum Bewußtsein, daß v'vnn xoa by avr -jte te, daß Gott die Quelle aller Kraft ist, daß Ihm entstammt jede Regung unseres Wesens, daß Er, die Allkraft, Herr und König nicht nur des Universums ist, in welchem die Aeonen die von Ihm vor ezeichneten Bahnen unabänderlich wandeln, daß Er vor Allem Herr und König der Menschheit, unser Gebieter und König ist, einem Jeglichen von uns den Platz j_

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