Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 30 (1889)
- Issue
- Heft 30-31 (15.4.1889)
- Date
- 1889-04-15
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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550 gehen, ihm kann leicht verziehen werden, weil er nicht weiß, was er thut, er ist nur ein stummes, gefälliges Werkzeug für Alles — die Verantwortung fällt der Gemeinde zu. Und nicht überall wissen die Herren Gemeindevertreter, ob der pü y"v correkt oder mangelhaft vorgegangen ist. So wurde in Fogorosch unlängst ein prachtvolles rituelles Bad nipv für mehrere Tausende gebaut. Die Opferwilligkeit und Betheiligung, dieselbe modern und bequem herzurichten, waren lobenswerth. Wer hat aber die Mikwaü halachisch planirt, wer hat die in niNipD ro^n vorkommenden geometrisch-hidraulischen Messungen, die rituellen Weisungen vorgenommen? Der Herr Kantor!? Die Herren in Fogorosch sind wie bekannt zu jeder Zeit splendide Gentelmen, warum aber haben sie bei einer so wichtigen Sache nicht den Rath eines bewährten Talmid Chacham angesucht, der die Mikwah untersucht und für geeignet erklärt hätte? Man soll nicht so leicht den Stab über eine im Gebrauche stehende .-.ipv brechen, um nicht lyb nsid zu sein, sie in rituellen Mißkredit zu bringen. Allein, nach Rabbi Jizchak bar Schescheth in seinen Responsen crpn '’D ist nur dann eine mp» tauglich, wenn eine talmudische Autorität sie approbirt hat, weil inpn by ndd *rayn. Diese Thatsache beweist zur Genüge, wie unumgänglich notwendig es ist, daß die Herren Vorsteher und alle die nnDXD nna »diso D’pDyn sich von der po pp Wirtschaft emanzipiren sollten. Auch die große deutsche Stadt Kronstadt (Brasso), die 30000 Einwohner zählt und eine ansehnliche Zahl Juden hat, begnügt sich mit einem p'o p"p. Dort stehen zwar die Verhältnisse in einem anderen Lichte, die Gemeinde, die sich jetzt in intensiver Entwickelung und Erweiterung entfaltet, war noch vor Jahren von geringer Anzahl; ein Rabbiner war noch nie dort angestellt und der gelehrte Herr Steinthal, Director an der dortigen Musterhauptschule, versieht seit Jahren auch die Rabbinatsagenden in vorzüglicher, lobenswerther Weise. Der Herr Director ist wie eine Schnecke in ihrem Hause mit der Gemeinde gewachsen; aber ein so bescheidener Charakter wie Herr Steinthal wird wohl wissen, daß pan nyi pr bjb. Der Großindustrielle, der rühmlichst bekannte Herr LöblAronsohn, der bei jeder Gelegenheit so warm für die Interessen des Judenthums, für das Wohlergehen seiner blühenden Gemeinde einttitt, scheint in dem Punkte, da es sich handelt um die Anstellung eines Rabbiners, sehr kalt zu sein. Gehen wir weiter! Wer ist das geistliche Oberhaupt in der Gemeinde Hermanftadt, einer Gemeinde, deren Mitglieder meist dem traditionellen Judenthum angehören? Die Antwort ist ein p'o y“p! Männer, die ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind, sollten aus ihrer bescheidenen Sphäre nicht heraustreten; wie leicht geschieht nicht durch ihr oberflächliches und seichtes Wissen ein Sncoo von höchster Tragweite, die das gesammte Judenthum betrifft! So kam es vor, daß ein Schatz Matz in Siebenbürgen einer rvan npJD zu heiraten erlaubte, bei einer ruuy die Trauung vorgenommen. Diese traurigen Verhältnisse veranlaßten auch Herrn Wolf Rosenblut, Oberrabbiner zu Dicsö-Szl. MLrton, Verfasser des nnn ibd über nwipDi rru an ujdt einen Aufruf zu richten unter dem Titel ujdt »jim rraim myn. Als Coriosum veröffentlicht derselbe Folgendes: ppnp nYD ikitt pv pp pJivajyar? «mnoa djj 'HwyiriKD 3roD htd n«on “ipn po by nnw ruuyb ’Bwd vb D’ipDi -ipind xb) Tyn xt>n no’nna ipn loipon mN niy nsdj on bm oj :dd .vzx dp *psn yT xb Di wn nown iwxi ,idpd idp Merkwürdig, daß kurz darauf der Vorstand der Hermannstädter israelitischen Gemeinde sich getroffen fühlte, und eine Verteidigung zu Gunsten ihres po y"p in der damals erschienenen „Neue jüdische Pesther Zeitung" vom Stapel ließ. Die Erklärung der Gemeinde hüllte diese Angelegenheit in ein mysteriöses Dunkel, was die Unkorrektheit und das unqualifizirbare Verhalten des yuw dokumentirte. Diese trüben Verhältnisse in den Siebenbürger jüd. Gemeinden zu bannen, kann nur möglich sein, wenn der y"w Wirtschaft von kompetenter Seite ein Ende gemacht wird. Albert Wesel. Ci» PenlMBl flr Kaiser Friedrich. Den Ruf -Namen Friedrich erhielten: 435) Söhnchen des Hrn. Hermann Kamp in Aachen (mitgetheilt von Hrn. Mohel Boß in Forst). 436) Söhnchen des Hrn. Nathan Kahn in Liedolsheim (mitgetheilt von Hrn. Lehrer L. Meyer). 437) Söhnchen deS Hrn. Louis Strauß in Fechenbach a. M. (mitgrtheilt von Hrn. Mohel Em. Lindheimer in Miltenberg). 438) Söhnchen des Hrn. Leopold Bär, und 439) Söhnchen deS Hrn. Moses B ä r in Untergrombach (mitgetheilt von Hrn. Hauptlehrer Benjamin Meerapfel).