Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 30 (1889)
- Issue
- Heft 28 (8.4.1889)
- Date
- 1889-04-08
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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sr*n -!»?--- ^s» 518 1867 die Schächterstelle in Kissingen übernehmen, doch da diese nicht definitiv war, konnte sich Herr K. zur Uebernahme nicht entschließen und blieb in seiner alten Stellung. Mittlerweile beschloß der Vorstand unserer Religionsgesellschaft eine zweite Schochetstelle zu besetzen, für welche alsdann Herr K. gewonnen wurde. Derselbe wirkt nun seit März 1868 in unserer Gemeinde, deren Vertrauen und Achtung er sich zu gewinnen verstand. Möge es dem Jubilar noch recht lange beschieden sein, in Kraft und Rüstigkeit weiter der heiligen Sache zu dienen. Oesterr. - Ungar. Monarchie. Mattersdorf. Am^'a n-ix fand die Schluß- Prüfung in der Talmudschule des in Ihrer gesch. Zeitung bereits mehreremals befürworteten und besprochenen Vereins „na« min über sämmtlich im verflossenen Semester gelernten Gegenstände in Gegenwart von „'m ns*;iwn am und mehrerer angesehene traun n'v^n mit überaus glänzendem Resultate statt. Ein großes Vergnügen war es zu hören, wie alle Zöglinge die schwierigsten Quer-Fragen genau und pünktlich zu beantworten wußten. Eine freudige Empfindung fühlte jeder einzelne Zuhörer, da man sich von den großen Leistungen der Lehrer Ueberzeugung verschaffte, es ist in der That viel gearbeitet worden: Die 1. Klasse hat van bo 's n^ipn 'di sammt D’mnNi d'w-tdd und ’id’ü rmn n»ai nnn; außerdem wöchentlich die ny mnD hbh*ö und ü’^nnu^ -®d, die 2. Klasse pns rua» *wi djdh und *vwn nbvn pr© gelernt. Hermann Horowitz. Sobiesla« i. B. Am 28. v. M. verschied hier der allgemein geachtete Kaufmann Le opold Rind im 63. Lebensjahre. Der Verblichene war durch 40 Jahre Vorsteher der isr. Cultusgemeinde und Mitglied zahlreicher humanitärer Vereine. Die hiesige Gemeinde dankt zum größten Theile ihm den Aufbau ihres Tempels und verliert in dem Dahingeschiedenen einen eifrigen selbstlosen Förderer ihrer Interessen. Imposant war die Leichenfeier, bei welcher Herr Dr. Kronberg, Kreisrabbiner von Tabor, die Trauerrede hielt und die Verdienste des edlen Menschenfreundes und wahren frommen Israeliten würdigte, alle Anwesenden zuThränen rührend. Am Condukte nahmen die hiesigen Notabilitäten, fast sämmtliche Corporationen und Vereine und zahllose Trauergäste von Nah und Fern ohne Unterschied der Confession Theil. England. London. Fräulein Amalia B. Edwards, Vicepräsidentin und Ehrenschriftführerin des „Egypt. Exploration Fund" hielt neulich einen Vortrag über „Untergegangene Städte im alten Egypten. Indem sie von den Diensten sprach, welche der „Fond" dadurch leistete, daß er dieUeberbleibsel, welche die Authenticität der biblischen Berichte beweisen, ans Licht zog, berichtete sie über den Untergang einer der im Exodus erwähnten Vorräthsstädte, welche die Kinder Israels erbaut hatten. Die Vorrathshäuser in denselben wurden aus drei verschiedenen Arten von Ziegelsteinen gebaut, von denen die geringste Sorte nur aus Lehm ohne irgend eine Beimischung, einen festen Zusammenhang zu erzielen, bestand. Dies müssen nun die Ziegel gewesen sein, welche die hebräischen Sklaven machten und worüber sie klagten, daß man sie zwinge, Ziegel ohne Stroh herzustellen. Amerika. New-Nork. Dahier erscheinen nicht weniger als 10 hebräische Zeitungen, von denen 5 täglich erscheinen, ein Factum, aus welchem man sich einen Begriff von der großen Zahl der Zeitungsleser machen kann, die weder englisch noch deutsch verstehen. Alle diese Journale sind in hebräischer Schrift gedruckt, 2 von ihnen nur in hebräischer Sprache, während andere in gemischter hebräischer, polnischer und deutscher Sprache erscheinen. Feuilleton. Zur He schichte der Juden in Hesterreich. Das am 2. Dezember 1888 gefeierte vierzigjährige Regierungs-Jubiläum des Kaisers Franz Josef hat zu einer Reihe von Festschriften Veranlassung gegeben, von denen einige das Wirken des Monarchen in einem Gesammtbilde darzustellen versuchen, andere sich mit der Entwickelung und den Fortschritten einzelner Korporationen, Institutionen und Gebiete während seiner Regierung beschäftigen. Auch die im Mai vorigen Jahres erfolgte Enthüllung des Maria - Theresia - Denkmals in Wien hat zu einigen Festschriften Anlaß gegeben. Dem Umfange nach das größte und auch das interessanteste unter ihnen führt den Titel: „Zur Kulturgeschichte in Oesterreich-Ungarn" (1848—1888) von G. Wolf (Wien, A. Holder 1888), ist aber