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Der Israelit · 1889-04-08 · Heft 28 (8.4.1889) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
30 (1889)
Issue
Heft 28 (8.4.1889)
Date
1889-04-08
Page
– (sequence 7)
Language
German
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515 408) Söhnchen des Hrn. Samuel Schiff in Oberthulba (mitgetheilt von Hrn. Lehrer Moses Mayer). 409) Söhnchen des Hrn. Max Blum in Frankenthal (mitgetheilt von Hrn. S. Mohr). 410) Söhnchen des Hrn. Jakob Zwang in Sennseld (mitgetheilt von Hrn. Lehrer N. Adolf). 411) Söhnchen des Hrn. I. Vollmann in Meiningen (mitgetheilt von Hrn. B. Rosenbach). 412) Söhnchen des Hrn. Salomon Behr in Leimersheim, und 413) Söhnchen des Hrn. Abraham Lemle in Rülzheim (mit- Hetheilt von Hrn. Lehrer G. Rosenberger in Rülzheim). 414) Söhnchen des Hrn. H. M argonin ski in Krojanke (mitgetheilt von Hrn. Mohel David Heymann). 415) Ein Zwillingssöhnchen des Hrn. Marx Herne in Recklinghausen (mitgetheilt von Hrn. Lehrer S. Tannebaum). 416) Söhnchen des Hrn. M. P fifferling in Ermsleben, und 417) Söhnchen des Hm. H. Jacoby in Magdeburg (mitgetheil t von Hrn. Mohel Joseph Dessauer in Halberstadt). Feuilleton. Schuld und Sühne. Erzählung von Friedrich Rott. (Fortsetzung.) Es war eine überaus milde, mondhelle Nacht, Orloffski ließ den Wagen zurückschlagen und in raschem Trapp rannten die feurigen Pferde dahin. „Aber zur Jagd komme ich wohl zu früh?" fragte Graf Heinrich, „Sie haben mich erst für den Herbst eingeladen." „Der Herbst ist nicht mehr fern", erwiderte Orloffski, „ich hoffe, Sie werden ihn bei mir erwarten. Aber auch gegenwärtig können wir schon mit dem Pürschen beginnen." „Eilt mir gar nicht", lachte der Graf, „ich habe mich mehr nach Ihrer Unterhaltung, als nach Ihren Jagden gesehnt. Ich habe mich augenblicklich nur für einige Tage frei machen können, doch im Spätherbst da beabsichtige ich, Sie für längere j Zeit heimzusuchen." „Es bedarf nicht der Versicherung, wie angenehm mir jeder Zeit Ihr Besuch ist und ich hoffe, Sie werden sich erbitten lassen, ihn auch gegenwärtig etwas auszudehnen — einige Tage sind ein sehr relativer Begriff." „Für mich gegenwärtig nicht. Nächsten Mittwoch habe ich ein Rendezvous in P.... mit dem Bevollmächtigten der K... schen Verwaltung, ich mutz daher unbedingt Dienstag wieder unterwegs sein. Bleiben mir daher genau drei Tage Samstag, Sonntag und Montag." „Das ist freilich sehr wenig, jedoch besser als gar nichts. Aber wir wollen sie genießen, diese drei Tage ungestörten Beisammenseins. — Schade, daß Sie mich nicht früher benachrichtigt haben, ich hätte —" „Vielleicht größere Vorbereitungen zu meinem Empfang treffen können?" lachte der Graf, „aber eben das habe ich vermeiden wollen, ich wollte Sie überraschen und hatte eigentlich die Absicht, mich nicht einmal telegraphisch anzumelden. Erst unterwegs habe ich mich entschlossen, Ihnen zu depeschiren, ich hätte mir sonst erst morgen die Freude des Wiedersehens verschaffen können, denn unerwartet Sie mitten in der Nacht zu überfallen, das hätte ich doch nicht gewagt." „Hätten's wagen dürfen", erwiederte Orloffski, „übrigens schulde ich Ihnen doppelten Dank für Ihre Depesche, ohne dieselbe hätte ich Sie nicht erwarten und mich nicht bereits den ganzen Tag auf Ihr Kommen freuen können." So plauderten die Freunde, während die kräftigen Thiere in raschem Galopp dahin rannten. „Gleich kommen wir auf mein Gebiet", sagte Orloffski „dort, wo der Forst beginnt." „Prächtige Waldung", entgegnete der Graf, „so weit sich das im Mondschein und im Vorbeisahren beurtheilen läßt." „O, mein Wald hat auch das Licht der Sonne nicht zu scheuen. Morgen werde ich mir das Vergnügen machen, Sie in meinem Revier herumzuführen. Aber, was will denn der abscheuliche Köter mit seinem unaufhörlichen Gekläff?" Schon seit mehreren Minuten hatte ein ziemlich großer Hund die Pferde mit wüthendem Kläffen verfolgt. Wiederholt hatte ihn der Kutscher mit Peitschenhieben gescheucht, dann war er jedesmal seitwärts gerannt, war jedes Mal an demselben Ort winselnd stehen geblieben, um gleich darauf die dahin rennenden Thiere auf's neue anzufallen. Anfangs hatten die Herren dem Hundegekläff keine Aufmerksamkeit geschenkt, schließlich war es jedoch dem Grafen ausgefallen, daß der Hund jedes Mal auf demselben Punkt anhielt. „Das muß etwas zu bedeuten haben", meinte er, indem er sich weit hinauslehnte gegen die Stelle hin, an der der Hund abermals heulend stand. „Herr Gott! da liegt ein Mensch!" schrie er plötzlich. „Anhalten! anhalten!" schrie Orloffski aufspringend, indem er dem Kutscher auf die Schulter klopfte. Der Wagen hielt sofort, beide Herren schwangen sich gleichzeitig heraus, während der Hund, eben im Begriff die Pferde abermals anzufallen, sich nun gegen die Männer wandte. Bellend sprang er an

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