Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 30 (1889)
- Issue
- Heft 25 (28.3.1889)
- Date
- 1889-03-28
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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MWWWWWWW 454 wahren, echten Judenthums mit einer Nachricht zu erfreuen, die wahrlich verdient, zur Freude Veranlassung zu geben. Wir leben in einer Zeit, in welcher das Wort unserer Weisen: „p« *pi oy n"n ns’" wenig Befolger hat. Wenn es auch noch überall und überhaupt in Ungarn und Siebenbürgen Leute gibt, die bemüht sind, ihre Kinder die göttliche Lehre erlernen zu lassen und es noch Viele gibt, die ihre Kinder, nachdem sie eine gewisse Gewandtheit in dem Talmud-Studium erlangt haben, in irgend welche Jeschibah — Gottlob existiren noch mehrere größere Jeschibot in Ungarn — schicken, sehen wir dennoch selten, daß Männer, die sich schon selbstständig machten, geheirathet haben, dem Thora- Studium obliegen. Es gibt viele, die dem materiellen Glücke nachjagen, an das Gelernte ganz vergessen, aber auch sehr viele, die sehr gerne „lernen" möchten, aber sie sind allein, sie stehen allein und haben keine Aneiferer. Diese traurige Wahrnehmung machte auch Herr Bez.-Rabbiner B. Kohn in Erdö-St.-György, der sah, daß Männer, die in ihrer Jugendzeit bekannte rrn waren, beinahe ganz vergaßen, daß sie je ein cnion rra, ein Lehrhaus der nm besuchten, und diese schmerzliche Betrachtung brachte ihn auf den Gedanken, eine man d"p zu gründen und an alle D’nan »Tnbn, die in der Kokel- Gegend wohnen, eine Aufforderung zu richten, daß sie flch diesem Vereine, dessen Hauptzweck ist, jedes Jahr ganz d"b> auszulernen und vereint jeden iin 'a ein D"ffn dvd verbunden mit eine mao bv miyo zu begehen. Das Projekt fand allgemeinen Anklang und moin ttk 'a konnte schon die constitutirende Sitzung einberufen werden und bei dieser Gelegenheit wurden die nupn angenommen und die wi mann gewählt. Als Präses (mann jtudi wtn) wurde der in weiten Kreisen berühmte und allbeliebte Gelehrte, Rabbi Moscheh Sopher aus Wämos-Udvarhely einstimmig gewählt, und daß die Wahl eine glückliche war, zeigt der bisher erreichte Erfolg. Unsere man zählt heute schon beinahe 120 Mitglieder, unter diesen 7 d’Ddiiddi d^vu dmdi, wie den Oberrabbiner in Erlau, Oberrabbiner in Torda 2c. Der erste D"wn dvd dieser man wurde iw 'a im Mittelpunkte der Kokel-Gegend und des Vereines in Balaväsar abgehalten, und beinahe 100 Mitglieder waren zum dvd erschienen und nahmen Theil an der nvta bvt rniyo. Um 2 Uhr Nachmittags eröffnete der Präses, Rabbi Moscheh Sopher, mit einer sehr schönen und ergreifenden Rede, die mit min 'iai gewürzt war, die Sitzung und erstattete einen ausführlichen Bericht vom vergangenen Jahre und vom bisher erreichten Resultate des Vereines; er gedachte in seiner mit allgemeinem Beifall aufgenommenen Rede der Mitglieder Mendel Rosenfeld-Ujfalu und Moses Mandel- Maros-Ujvö.r, die im verflossenen Jahr gestorben sind. Nach Eröffnung der Sitzung wurde durch den Secretär des Vereines, Herrn Isaak Hirsch, die Liste der Mitglieder und die Statuten der man vorgelesen, die auch diesmal mit einigen unwesentlichen Bemerkungen einstimmig angenommen wurden. Gemäß der Bestimmungen der nupn wollte der Präses, dankend für das ihm bisher geschenkte Vertrauen, zurücktreten; es wollte aber Keiner von seiner Demission wissen und der Präses sammt allen Kommissions-Mitgliedern wurden wiedergewählt, mit Ausnahme eines Kommissions-Mitgliedes, das von dieser Gegend fortgezogen, statt seiner wurde Rabbi B. Wözel gewählt. Nachdem der mann imo im Namen des ganzen Präsidiums für die Wiederwahl gedankt, wurde, dem Programm gemäß, der mann id'd, Herr Oberrabbiner B. Kohn, ersucht, eine nsm zu halten, welchem Ansuchen er bereitwillig nachkam. Nach ihm hielt noch eine Rede Herr Oberrabbiner A. Mandelbaum -Maros Väsarhely und Herr Rabbiner G. St e r n - Maros-Ludas; alle ernteten großen Beifall. Nachdem nmo gebetet war und jedes Mitglied die ihm zugetheilt gewesene Nnao» beschlossen hatte, nahm die niav bw miyo ihren Anfang, die mit nai mm der übrigen mann »ja gewürzt war. Hervorgehoben zu werden verdient die Rede von Michal R o s e n f e l d-Szöplak und dessen Schwiegersohn Rabbi B. Wszel wie auch die Rede, die der Schwiegersohn des Präses, Herr I. L. Au sch hielt. Die miyD mso bv, die diesen Namen wahrhaft verdiente, dauerte bis nnntp bv yoty rwnp pr. Wir hoffen, daß unsere man unter Leitung des jetzigen Präsidenten, Rabbi Moscheh Sozfer "2, noch viele Jahre blühen wird und wir noch viele solcher Feierlichkeiten begehen werden können, nniaai ^Niff’a nai'! A. W. Holland. Amsterdam. Herr Marcus Gerrit Tabak hat der isr. Gemeinde zur Errichtung eines Asyls für unheilbare Kranke 100,000 fl. geschenkt. In demselben sollen Mitglieder der aschkenasischen Gemeinde, die wenigstens fünf Jahre in Amsterdam wohnen, Aufnahme finden.