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Der Israelit · 1889-03-18 · Heft 22 (18.3.1889) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
30 (1889)
Issue
Heft 22 (18.3.1889)
Date
1889-03-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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400 vorschreibt, nn« *m>, aus nur einem Stück Haut verfertigt sein, was bei den Buchhändler-i'^'sn meiftentheils nicht der Fall ist; dieselben bestehen aus mehreren zusammengesetzten Hauttheilen. Die nr»*» dieser pwi sind so schlecht und so gewissenlos geschrieben, daß man zweifeln kann, ob solche von jüdischen Händen angefertigt. Was endlich die niyun anbelangen, haben dieselben zum größten Theil den erforderlichen hdji» pto p'rp in der Breite nicht. Meine Collegen wollen sich zur gefälligen Notiz nehmen, daß man die mynn von solch gewissenlos gearbeiteten wenngleich der "njrtp vorhanden, nicht verwenden möge; denn ein solcher ->&id, welcher so gottesfurchtlos und die nvttnsi o»na nicht in 'v by anfertigt, verdient hinsichtlich nüvh *aw gewiß kein Zutrauen; denn hierbei kann man den verübten Schwindel nicht entdecken und wird er sich darüber noch viel leichter hinwegsetzen. Daß die Verkäufer dieser keine Ahnung von der fehlerhaften Arbeit haben, gebe ich gerne zu, denn diese Waare wird vom Auslande bezogen und wegen Mangel an Kenntnissen können sich dieselben hinsichtlich nntPD nicht überzeugen und verlassen sich auf den ausländischen Schwindler. Derartige wurden mir schon sehr viele zur Reparatur übergeben und bin ich nicht im Stande nur von einem einzigen, den religiösen Anforderungen entsprechenden Paar berichten zu können. Nicht allein, daß derjenige, wer solche yb'bn in Gebrauch hat ohne yb'sn mso ist, er Übertritt auch noch das Verbot Ntpn, indem er rbznb rona spricht. Meine Collegen, besonders die älteren, die schon viele Jahre diese Schmach kennen, werden mir jedenfalls beistimmen. Nicht anders verhält es sich mit ausländischen rnmbi nto nmn nsD, die von Buchhandlungen bezogen werden. An den herabgesetzten Preisen muß jeder, wer sich nicht täuschen will, ersehen und erkennen, daß diese Waare nicht entsprechend sein kann. Hoffentlich wird diese Warnung allseitige Beherzigung finden. I. Holz mann, ddd he»d und hebr. Buchhändler. Oesterr. - Ungar. Monarchie. Prag, 5. März. Unsere Cultus-Repräsentanz hat beschlossen, das auf dem alten jüdischen Friedhofe hier befindliche aber vom Zahne der Zeit hart mitgenommene Grabdenkmal des Rabbi Mordechai Meisel, des Erbauers der nach ihm benannten Synagoge, auf Gemeindekosten renoviren zu lassen. Dieses Gotteshaus wurde bekanntlich vor fünfundzwanzig Jahren in einen modernen Tempel mit Chor und Predigt umgewandelt, eine Renovirung, mit der sich der Erbauer desselben schwerlich einverstanden erklärt haben würde. Rumänien. Dr. C. Bukarest, 17. Februar. An einem israelitischen jungen Manne in BrLila wurde vor Kurzem im öffentlichen Garten der Stadt und am Hellen Tage ein schweres Verbrechen verübt. Der 19jährige Albert wurde von seinem Prinzipal, Herrn Galanter, mit 2000 Franks Papiergeld zur Filiale der Nationalbank geschickt, um sie dort gegen Silber umzuwechseln. Unterwegs begegnete ihm ein gutgekleideter Mann, der mit ihm ein Gespräch anknüpfte und nachdem er den Zweck seines Ganges in Erfahrung gebracht, sich erbot ihm das Geld vorteilhafter umzuwechseln. Der junge Mann war damit einverstanden und ging neben dem Mann her, bis sie im Stadtgarten angelangt waren. Daselbst stürzte sich der Mann auf ihn, versetzte ihm mit einem Messer mehrere Stiche in die Brust und indem er ihm das Päckchen mit den 2000 Francs entriß, machte er sich davon. Ein nach wenigen Minuten vorbeigehender Stadtpolizist erblickte das Opfer in einer Blutlache liegend und veranlaßte dessen Ueberführung nach dem Hospital. Der Meuchelmörder ist spurlos verschwunden. Der „Resboiul" fügt diesem hinzu: „Da die That mit einem Messer vollführt wurde, so muß der Thäter wohl ein vagabundirender Grieche gewesen sein." Ich hätte das an sich zwar betrübende Geschehniß nicht mitgetheilt', wenn der Lebensgang so ziemlich der meisten, wenige Jahre nach ihrer Einwanderung von der Donauseite her sich als „Rumänen" geberdenden und zur „liberalen", sogenannten „Partei Bratianu" schwörenden Griechen, nicht schon immer so, d. h. durch einen Mord begänne. Dieser Karriereanfang der uachherigen rumänischen Nationalen, Patrioten und Antisemiten ist in Rumänien so bekannt, daß, wie man sieht, die Zeitung „Resboiul" die Nationalität des Mörders aus dem „Messer" ohne Weiteres präsumirt. In der That tragen die Griechen in der Jargonsprache der Israeliten in den rumänischen Häfenstädten den Kollektivnamen „Stecher" und Jedermann weiß davon, daß das einzige Vermögen, welches so ein griechischer Abenteurer von jenseits der Donau, sei es aus Konstantinopel, sei es aus Mazedonien und den Balkanländern kommend, nach Rumänien herüberbringt, das Stil et ist, welches er gewöhnlich stoßfertig unter dem Rock im Leibgürtel an der Rückenseite

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