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Der Israelit · 1889-03-11 · Heft 20 (11.3.1889) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
30 (1889)
Issue
Heft 20 (11.3.1889)
Date
1889-03-11
Page
– (sequence 11)
Language
German
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367 Szoboszl«. Mittwoch am 20. Februar ist p"p2 2»>1 V"U »ns apy» 'd p**ran am Szoboszbö. Schwiegersohn des b'W typjNns 'd Tonn pwn in der schönsten Blüthe seines segensreichen Lebens und Wirkens, nw io p verschieden. Der Verewigte verdiente den Namen iyyi Ton, denn seine Frömmigkeit und Bescheidenheit, mit welchen er seine Gemeinde, mehr als 10 Jahre mit Feuereifer und anerkennenswertem Erfolge leitete, waren rühmenswerth. Zur .i'H, welche Donnerstag $>np’i 's stattfand, versammelten sich alle Gemeindemitglieder, zahlreicher »awn aus der Umgegend und 8 d»5>vu D’jan d’diodh nämlich Ujfehertö, Töldes, Debreczin, Ujfalu rc., die den tiefgefühlten Schmerz, den unberechenbaren Verlust, des so schnellen und unerwarteten Hinscheidens, mit ernsten, ins Herz dringenden Worten schilderten. Die Gemeinde hat in gebührender Anerkennung und Würdigung der Verdienste ihres seligen .-.iw p->2, für die Wittwe und die zurückgebliebenen 3 D*öirv vorläufig gesorgt, und von ihrem Edelmuthe, läßt sich erwarten, daß sie auch ferner die Existenz der hartgeprüften Familie sichern werden man ly orrty p' pnan." Italien. Florenz, 5. März. Wie wir erfahren, suchen die Vorstände der israelitischen Gemeinde in Florenz einen Nachfolger für den gelehrten und vor kurzem verstorbenen Großrabbiner David Jacob Maroni y"j. Um eine solche Wahl zu erleichtern, wurde eine Commission niedergesetzt, welche aus folgenden Mitgliedern besteht: Advokat Moise Finzi, Präsident, Professor Marco Treves, Pellegro Rosselli, Deodato Finzi, Advokat Brutus Senigaglo, Secretär. Diese Commission hat den Auftrag, Informationen mit allen nur möglichen Rücksichten über jene Personen einzuziehen, welche die erforderlichen Requisiten für ein solches Amt besitzen, und die Zeugnisse derjenigen zu prüfen, welche sich um dasselbe bewerben dürften, um sodann den Vorständen der Gemeinde Bericht zu erstatten. Solche Ansuchen können gleichviel welchem Mitgliede der Commission oder auch dem Präsidenten selbst zugesandt werden, wie auch jene Erläuterungen von demselben verlangt werden, die von den Bewerbern für nöthig erachtet fein sollten; und können die betreffenden Personen sich auf die Discretion der Commission vollständig verlassen. Die von dem neuen Rabbiner erwünschten Eigenschaften sind vorzugsweise: Orthodoxie in seinen religiösen Ansichten und außer der gehörigen Gottesgelehrsamkeit jene allgemeine Weltbildung, welche in unseren Zeiten fast unerläßlich ist. Unter den Mitbewerbern würde derjenige, wäre es auch ein Nichtitaliener, den Vorzug erhalten können, welcher die genannten Eigenschaften besitzt; doch caeteris paribus hätte ein Italiener den Vorzug. Holland. Amsterdam. Ein unersetzlicher herber und schwerer Verlust traf unsere Gemeinde und das gesammte Judenthum am Sonntag, 9. Adar, 10. Februar. Der edle, brave, aus dem Gebiete der Humanität unermüdliche B. S. Ries hauchte an diesem Tage sanft und gottergeben seine große Seele aus. Im Jahre 1805 aus einem urwüchsig edlem Geschlechte geboren, genoß er eine durchaus gewählte Erziehung, und faßte sein klarer Geist so leicht und rasch, daß er im frühesten Jünglingsalter, beinahe noch Kindesalter, 6 fremde Sprachen, worunter auch Italienisch, fertig sprach, und deren Literatur damals schon eifrig betrieb. Sein 30. Geburtstag war für ihn wohl einer der wichtigsten, da er in den Vorstand des Waisenhauses gewählt, an diesem Tage inftallirt, und verwaltete er dieses Amt bis zu seinem Lebensende, also nahezu 54 Jahre, mit einer Wärme, einer Liebe und Opferfreudigkeit, die schwerlich ihresgleichen findet, nie aber und nirgends übertroffen werden kann. Kein Wunder daher, daß die Zöglinge, denen er im wahren Sinne des Wortes Vater war, ihn verehrten und liebten und eines außerordentliche Kindesliebe ihm zutrugen. Als daher vor einigen Jahren sein goldenes Jubiläum als Vorsteher in glänzender Weise gefeiert wurde, glaubten alle Alt-Zöglinge sich berufen den Namen des Allgeliebten zu verewigen und gründeten zum Behufe seines geliebten Waisenhauses die Bernhard Samuel Ries-Stiftung, deren Ehrenvorsitzender er dann auch wurde. Neben seinem Waisenhaus nahm das Lehrerseminar, dessen Rechnungsführer und Curator er ca. 40 Jahre war, einen großen Theil seiner Zeit in Anspruch und da wie dort wurde ihm die größte Liebe und Verehrung von Klein bis Groß von seinen Collegen, den Professoren, bis zu dem bescheidensten Jüngling aufrichtig gezollt. Er war es auch, der die neue Reorganisation in Verbindung mit dem Herrn Oberrabbiner Dr. Dünner, damals noch Rector des Seminars, vor 25 Jahren mit Kraft und Energie durchsetzte und glücklich zu Stande brachte. In wohl k e i n er Gemeinde-Institution fehlte er als Mitglied, während er als Ausschußmitglied

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