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Der Israelit · 1889-02-14 · Heft 13 (14.2.1889) · page 23

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Journal
Der Israelit
Volume
30 (1889)
Issue
Heft 13 (14.2.1889)
Date
1889-02-14
Page
– (sequence 23)
Language
German
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247 Man wende mir nun ein: Behandle doch die Stelle nach allen Seiten in der biblischen Geschichtsstunde!" und ich erwiedere: Bibl. Geschichte ist gut und schön, aber sie wird und soll den Pentateuch nicht ersetzen; das jüdische Kind lese den Pentateuch in der Ursprache, es liest geru und leicht darin und die Erklärung, die es hier empfangen, es faßt sie mit mehr Liebe, prägt sie sich wunderbar ein und trägt sie ins Leben, jüdischer Geist hat zum jüdischen Herzen gesprochen. Keine süßere Sprache, als die heilige, hat je zu des Menschen Herz gesprochen und dessen tiefste Saiten ergriffen. Warum sollen wir Lehrer uns dieses Vortheils begeben, um auf das Herz des Schülers zu wirken, indem wir gerade die Stellen, die des Lehrreichen so viel bieten, wie unsere — aber nur im Original — überschlagen. Vers 21. inffN ri3Jp TP pklL' mjn ntpi mpy »a iP injn mttfN npap mm V. 22. natpa □ *»pi rasnm p-DN "IDNm ’MN PIT PIDp "1 pn wirb p’Pm V. 23. PlP '1 ■püaa D”1J »Jttf O’ötfP ’JBH ms» 7j/öb fCN’ DN/D DNPl PI’V» Nay DPI V. 24. mPp ptd» inPd»i njüaa com mm V. 25. ’jinPN lyw nvwa lPa wy IDt? TNIp’T P. 26. WN i4L' p nnNI wy npyn nrn« N'1 apy* ua&y Nip’i □nN mPa r\w dw p pnsn Nur nicht zu ängstlich an das Wort geklammert; ich habe unsere Stelle oft behandelt und dem etwaigen Einwand des Schülers, „meine Uebersetzung lautet anders", vorgebeugt durch die Bemerkung: manche Stellen der hl. Schrift werden vielfach übersetzt, und doch ist jede Uebersetzung richtig. Indem ich mir nun erlaube, eine Uebersetzung mitzutheilen, bemerke ich ausdrücklich, um dem now obo ian noisn Pa zu entsprechen, daß ich manches davon gehört, manches gelesen habe und nur das Verdienst beanspruche, Anregung gegeben zu haben, auf daß eine bessere Kraft eine bessere Uebersetzung dieser und ähnlicher Stellen liefere, wodurch uns Lehrern und der jüd. Schule ein Dienst erwiesen würde. Und Jsac flehte zum Ewigen wegen seiner Frau, denn sie war kinderlos. Und der Ewige ließ sich erflehen, und es ward Mutter Nebekka, seine Frau. Es däuchte ihr, als stritten um den Vorzug die Kinder vor der Geburt; da sprach sie: Wenn es so ist, (Erklärung: Wenn meine Kinder einen ewigen Kamps mit einander führen werden.) warum wünschte ich es? (Erklärung: Soll dieses mein Mutterglück sein?) Und sie ging den Ewigen zu befragen. (Erklär.-. Trost und Erklärung bei dem alten Bewahrer der Tradition, Sem, zu erbitten.) Und der Ewige ließ ihr sagen: Zweien Völkern bist du Stammmutter, zweien Nationen. Schroffe Gegensätze von ihrem Entstehen an. (Erklär.: Jerusalem—Rom, Rabbi Jehnda—Marcus Aurelius.) Eine Nation größer als die andere, und der Aeltere wird dem Jüngeren dienen. Und als die Geburtsstunde herangenaht, da ward sie Mutter von Zwillingen. Das Aussehen des Ersten war röthlich, ganz wie ein harichter Mantel, und man nannte seinen Namen Esau. Und nachher kam sein Bruder, dem Esau auf der Verse folgend, und er nannte seinen Namen Jakob. Und Jsac war 60 Jahre alt, als sie ihm geboren Wurden. (Erklär.: Der Nachsatz enthält einen Tadel für Jsac. Er war erst 40 Jahre, stand im besten Mannesalter, und doch beachtete er bei Erziehung die verschiedenen Naturanlagen seiner Kinder nicht, beachtete nicht den alten Satz: „Erziehe. den Knaben, seinen Anlagen entsprechend," und □nj/JPI lP*1Jn (Vers 27) da war es zu spät.) Leop. Leyens, Breslau.

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