Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 30 (1889)
- Issue
- Heft 10 (4.2.1889)
- Date
- 1889-02-04
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2447947-2447958--27967-2475626- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
. ... ~ ' 71"—7 UW.. ... Ul^|lMII”!llitp!llP 178 Schweden. Die Zahl der in Schweden wohnenden Juden schätzt man auf 3000. In Stockholm, bei einer Bevölkerung von 230,000 Seelen, sind 1200 Juden; daselbst besteht, wie auch in Gothenburg, eine jüdische Gemeinde. Norrköping, eine bedeutende Fabrikftadt Schwedens, hat seit 40 Jahren eine Synagoge und einen Rabbiner, ist aber insofern dennoch keine jüd. Gemeinde, da sie theils von Vermächtnissen verstorbener isr. Fabrikanten, theils von Glaubensgenossen, welche diese Stadt verlassen, um nach der Hauptstadt Schwedens überzusiedeln, erhalten werden. Die Synagoge wird nur an den Hauptfeiertagen zum Gottesdienste benutzt. In Malmö, Wisby, Carlstadt sind Juden in geringer Anzahl, die, wenn sie ihre religiösen Pflichten erfüllen wollen, nach Stockholm gehen. Marokko. Marocko. Die Gesandtschaft des Sultans von Marocko, welche am 30. Januar in Bremerhaven eintreffen soll, um den deutschen Kaiser zu seiner Thronbesteigung zu beglückwünschen und demselben Geschenke zu überbringen, hat nach einem am Dienstag aus Tanger abgegangenen Telegramme ihre Reise angetreten. Die zu dieser Mission erwählten Hauptpersonen sind: Sid Mohamed Zuzgari, Gehilfe des Ministers des Auswärtigen, Sid Abdeslam Ben Eersid, Gouverneur der Provinz Schakonia, und einer der reichsten und mächtigsten marockanischen Größen, Sid Ben Exfid. Dieser ist, was nur wenige marockanische Würdenträger von sich sagen können, gleichzeitig bei seinem Souverain und an dessen Hofe, wohlgelitten, da er mit feinem Tact sowohl dem Stolz des ersteren, wie dem Ehrgeiz des letzteren zu schmeicheln weiß. Er ist klug und geschmeidig und seine natürliche Liebenswürdigkeit wird ihn sich leicht in Europa, wo er noch niemals war, zurechtfinden lassen. Sein Gefährte, Sid Zuzgari ist mehr Weltmann, hat viel mit Europäern verkehrt, ist wohlerzogen und formgewandt. Wir möchten bei dieser Gelegenheit den löbl. Vorstand der jüd. Gemeinde zu Berlin oder einflußreiche Männer, denen das Wohl ihrer Glaubensgenossen am Herzen liegt, innigst bitten, bei den demnächst in Berlin eintreffenden marockanischen Abgesandten um die Verbesserung der Lage der Juden in Marocko vorstellig zu werden, damit die Behandlung der marockanischen Juden eine bessere werde. Glu Deukml für Kaiser Friedrich. Den Ruf-Namen Friedrich erhielten: 366) Söhnchen des Herrn Markus Mayer in Hamm (mitgetheilt von Hrn. Jsaac Stamm.) 367) Söhnchen des Hrn. Markus Heilbrunn in Osterode (mitgetheilt von Hrn. Mohel I. Wiesen). 368) Söhnchen des Hrn. Aron Freudenthaler in Richen (mitgetheilt von Hrn. Mohel Hermann Hanauer in Gemmingen). 369) Söhnchen des Hrn. Stern in Langenselbold (mitgetheilt von Hrn. Lehrer Katz). 370) Söhnchen des Hrn. S. Krakauer in Schildberg (mitgetheilt von Hrn. Lehrer N. Jawitz.) 371) Söhnchen des Hrn. Kallmann Strauß in Heinsheim, 372) Söhnchen des Hrn. Eduard Eusig in Heilbronn, 373) Söhnchen des Hrn. Nathan Bär in Pappenau, und 374) Söhnchen des Hrn. Hermann Bär in Massenbach (mitgetheilt von Hrn. Mohel A. Lehmann in Heilbronn). 375) Söhnchen des Hrn. H. Hoffmann in Elberfeld. 376) Söhnchen des Hrn. Adolf Jaffe in Santomischel (mitgetheilt von Hrn. Cantor L. Kallmann). 377) Söhnchen des Hrn. Siegfried B e n e d i x in M.-Gladbach (mitgetheilt von Hrn. Mohel L. Winter). 378) Söhnchen des Hrn. Jakob Hanauer in Schlüchtern (mitgetheilt von Hrn. Lehrer Herz in Oestringen). 379) Söhnchen des Hrn. Rüben Hausmann in Mainbernheim (mitgetheilt von Hrn. Ernst Hausmann). 380) Söhnchen des Hrn. Mayer Stein in Nordeck (mitgetheilt von Hrn. Mohel Stein in Treis a. d. Lunde). 381) Söhnchen des Hrn. I. Simon in Bochum. 382) Söhnchen des Hrn. Oscar Cahn in Halberstadt, 383) Söhnchen des Hrn. Selman Schneider in Magdeburg, 384) Söhnchen des Hrn. Joseph Bär in Halberstadt, 385) Söhnchen des Hrn. R. Nödelmeier in Halberstadt, $86) Söhnchen des Hrn. W. Schönbeck in Nordhausen, und 387) Söhnchen des Hrn. D. Gronau in Leipzig (mitgetheilt von Hrn. Mohel Joseph Dcssauer in Halberstadt). 388) Söhnchen des Hrn. Edmund Emanuel in Gemünden bei Coblenz (mitgetheilt von Hrn. Lehrer I. Vooß). Aus edlem Beweggrund. Eine Erzählung. Von Karl Wiesenthal. (Fortsetzung.) Nordheim fiel aus den Wolken; er hatte allerdings sich in gesellschaftlichen Kreisen der Tochter des Landgerichtsdirectors genähert, doch was er zu