Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 30 (1889)
- Issue
- Heft 9 (31.1.1889)
- Date
- 1889-01-31
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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152 ->y '2^1 ^yn nipyco .w, ich war dem Entschlummern nahe, da ich im Anblick des flammenden Ehoreb das Idol mir gestaltete, mein Herz aber war noch wach, Py pTno rropni Gott weckte mich mit der Mahnung: nehmet für Mich die Hebe und errichtet Mir das Heiligthum, dann weile Ich in eurer Mitte, dann bin Ich euch beglückend nahe. Gott ist und bleibt das Herz Israels immerdar. Wie verzweifelt auch immer die äußere Lage Israels sich gestalten möge, ans dem tiefstem Elend führt Er es zur lichten Höhe. Wie sehr es auch immer seiner hohen Aufgabe uneingedeuk geworden, aus der Lethargie des Wahnes und der Sünde weckt es Sein Ruf zur erneuten Heiligung, zur Läuterung seines Wandels, zur Weihe seines Daseins für die hehre Bestimmung, die Er ihm zugewiesen, für welche Er es erzogen und unausgesetzt erzieht von dem Tage an, da Er Seinen Bund geschlossen mit Abraham, Jizchak und Jakob. Es heißt nicht: errichtet Mir ein Heiligthum, daß Ich darin wohne, sondern: daß Ich unter ihnen wohne. Gott läßt sich nicht in von Menschenhand gebaute Tempel bannen, daß man Ihm dort Verehrung zollt und Seiner außerhalb der geweihten Räume nicht gedenkt, am pxm ’XD2 d'ojwi 3) Hm, die Himmel sind Mein Thron und die Erde ist der Schemel Meiner Füße. Meine Allmacht hat das Universum gegründet und Mein Wille schaltet in dem Weltall. Die Himmel verkünden Meine Größe und die Sphären jubeln Mir Huldigung zu. Die Erde mit ihrer Wescnschaar ist der Träger Meiner Herrlichkeit: b mn iw rv2 m ’x und ein Haus wollet ihr Mir bauend Thörichter Wahn, der da wähnt, sich mit Meiner Herrschaft durch eine Tempelhuldigung absinden zu können, daß man Mir dort in dem Gotteshause den Altar errichtet und der eigenen armseligen Menschengröße und der eitlen armseligen Menschenweisheit im Leben den Zoll der Ehrfurcht beut! So nicht. Wenn das von Menschenhand errichtete Heiligthum in Wahrheit ein EHpD sein soll, so hat das ganze Leben sich nach Gottes Willen zu gestalten, so haben alle Stätten des menschlichen Daseins das Gepräge des Göttlichen zu tragen, so will Gott weilen in jedem Raum, wo Menschen athmen, so haben sie überall sich vor - Seinem Angesichte zu wissen und mit Allem, was sie beginnen, mit jeglicher Regung des Geistes, mit jedem leiblichen Genüsse eine Gott dienende That zu vollführen. Die Saat der Lebensheiligung, welche im Heiligthum in das Herz der Menschen gesenkt wird, soll außerhalb des Heiligthums zurBlüthe werden, die Begeisterung für das Gute, zu welcher in dem Gott geweihten Raume die Seele sich erhebt, soll sich kundgeben in der Uebung der Tugend. Der Baum des Lebens wurzelt im Heiligthum, sein Stamm aber ragt weit hinaus und sendet seine Aeste und Zweige in die Weite, auf den Markt des Lebens, in die Räume des Hauses, und zeitigt hier seine Früchte. Dem Gesetze Gottes ist das Heiligthum geweiht, und das Gesetz Gottes will erfüllt werden. Gott heischt Gehorsam diesem Gesetze, und Gehorsam allein heißt Gott anerkennen, Gott huldigen; und nur dort, wo Gott also in Wahrheit anerkannt und Ihm also in Wahrheit gehuldigt wird, thut sich Seine beseligende Nähe kund in den: Segen und dem Frieden und dein Glücke des Gott in Wahrheit dienenden Menschenkreises. Der min aber, der Erfüllung des Gesetzes, hat sich ein Jeglicher zu weihen und hierin seines Lebens einzige Aufgabe zu begreifen. Darum fährt das Midraschwort fort: nHxrn. o»?2n ^>22 no ’jbd pix ltyyi 2to pixai nvyi 2to Bei der Anordnung für die Herstellung der heiligen Geräthe wendet sich der Befehl an die Gesammtheit und legt ihr die Pflicht aus, den Tisch und den Altar und das Zelt zu errichten, während bei der Anfertigung der Lade, welche die Tafeln des Zeugnisses bergen soll, die Aufforderung an jeden Einzelnen ergeht. Bei allen Geräthen, heißt es rvtyyi „Du", die Gesammtheit, sollst Herstellen, bei dem pix, der Gesetzeslade aber lautet der Ausspruch l^yi „Ihr", jeder Einzelne von euch habet daran mitzuwirken. T2 min’ yx min*? DPi2 i2rtp H2 inx2 lpojn ^271 1X2' Dptr Alle sollen sie kommen, um an der Errichtung der Lade mitzuwirken, da Alle der min theilhaftkg geworden, Alle zur Erfüllung der mm verpflichtet und Alle des Segens aus dem treuen Gehorsam gegen das Gesetz Gottes genießen sollen. Nicht jeder vermag den Nationalwohlstand zu mehren, nicht jeder ist dazu veranlagt, auf dem Gebiete des Geistes, in der Pflege der Wissenschaft Hervorragendes zu leisten, Alle aber, ohne Unterschied der Anlage und Stellung, sind zur Erfüllung des Gesetzes, zur Aufrechthaltung der Lehre berufen, ein Jeder ist dazu bestimmt die mm in sich aufzunehmen, ein heiliger Schrein für das göttliche Zeugnis; zu fein und in dieser Bestimmung seines Wesens höchste Krone , zu erkennen onra 'xnv» p pyvw yx inWn n; rvopD '2 min '21 mim '21 nv&D '2 on Y 12 2Ti2~l rQTDn HT 7MN2 '2 2’2D 2r.T "IT 12 SWI 2’2D 2H* "11 12 2m2"i pWl Hi mm '21 2'2D 2H1 8) Ieschaja 6«, 1.