Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 23 (1882)
- Issue
- Heft 44 (1.11.1882)
- Date
- 1882-11-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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1106 „deinen Augen." — In dieser Fuge übersetzt und aufgefaßt, ist es auch begreiflich, warum ein Vers vorher vom Gerichtshof in der Mehrheit und hier bei der Vollziehung der Strafe nur von dem Richter in der Einheit dieMede ist, weil nehmlich dabei bloß drei Richter, derer jeder einzeln eine besondere Funktion hat, Und die Frage: warum es in dem betreffenden Text nicht yg/pj oder wenigstens D’JpyTO "P heißt? ist damit gelöst; der Vorzähler sprach auch Q’jmx aus und erst darauf rief der Geißelgebieter den Halt. — Sollte man aber darum behaupten wollen: Diese Vorschrift gebietet strikt Vierzig Geißelstreiche und nicht mehr für den Sträfling, so ist mit mehr Grund einzuwenden: In diesem Sinne müßte es ja lauten: -W32 oder richtiger und kürzer xdi iw' D’j/3*\x inam naiv und überdies stehe ja dies im offenen Widerspruch mit'DM-, n? das mehr oderweniger von jeder bestimmten Zahl zuläßt, wie eben deswegen auch die Tradition bestimmt, daß, wenn die Frevelthat eine mehrfache Uebertretung ist oder der Thäter zu schwach befunden wird — dann mehr oder weniger als 40 Geißelstreiche dem Sträfling zugezählt werden muß. Rotterdam. Ludomirski. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Höchberg. Von befreundeter Seite darauf aufmerksam gemacht, daß der in meiner jüngsten Correspondenz erwähnte Rabbi Jacob Posen b": nicht Privatgelehrter gewesen sei, sondern als Dajan Zedeck in Frankfurt fungirt habe, möchte ich dies hiemit berichtigen und zugleich nachtragend bemerken, daß Rabbi Israel Schüler auch von demselben n*nin mnn erhielt. Ehrenreich. Hamburg, 17. Oct. Von frühester Jugend als Mitglied der nPpn man in Altona, meinem Geburtsorte zugehörend und so weit es mir nur möglich den geistreichen Vorträgen dort beiwohnend, wurde mir verflossenen Sonntag das Vergnügen zu Theil, daselbst den üvd der njwo mo nww mitzufeiern , woran die dortigen Klausner, die Herren I. Joelsohn, I. M. Cohn. C. Munk abwechselnd allabendlich sechs Jahre lang vortrugen. Cs würde kein Bericht, sondern eine wissenschaftliche Mittheilung geben, wollte ich Ihnen, geehrter Herr Redacteur, von den umfangreichen Vorträgen, die während des dv>d und Festessens, das bis in späte Nacht dauerte, seitens der Klausner und Sr. Ehrw. Herr Oberrabbiner Dr. Löb '"2 gehalten wurde, auch nur eine Skizze liefern. Die sehr zahlreiche Betheilm an dem oro legte das Zeugniß der Gottlob 1 herrschenden minr, -iod ab. Möge es ihnen gönnt sein, noch sehr oft solche Festlichkeiten feiern. Am erwähnten Tage benutzte ich die Gele^ heit, in der von Herrn Wittkower in Altona! Monaten vorbereiteten Arbeit, nämlich die Anfertm eines Catalogs der hinterlaffenen sehr umsangreii Bibliothek des jüngst verstorbenen Hrn. Dr. M. S äni hier einen Einblick zu nehmen. Ich kann wokili haupten, daß seit der Michael'schen Bibliothek, wie bekannt, vor 31 Jahren nach Oxford verkq wurde, keine solche in Privathänden hier war. deutschen Fächer und Judaica umfassen 4345 die hebräischen 1200 Exemplare. Erstgenannte in die Hand einer Buchhandlung in Leipzig die hebräischen dagegen, die mit Geschick und dauer von Herrn W. catalogiiirt sind (der Cat wird in nächster Zeit gedruckt und Versen sollen Dank des eifrigen Bemühens eines Petenten Mannes, an Bücherliebhaber verkauft den. Die Mittheilung, daß in dieser Sanilnll sehr seltene und gesuchte Werke, die weder in Michael'schen noch in dem Rosenthal'schen Almanz'schen Catalog sich befinden, wird für manchen Bibliographen und Bücherfreund fahren von Interesse sein. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Wien, 29. Oktober. Vor Hem Schwurgk! begann gestern eine Verhandlung gegen den antisemitische Agitationen bekannten Herrn Ho! Der Anklage entnehmen wir folgende S „Die k. k. Staatsanwaltschaft erhebt gegen Holubek, aus Wien gebürtig, dahin zuständig.! Jahre alt, Schriftsteller, die Anklage: Derselbe am 4. April 1862 in Wien dadurch, daß einer von ihm in die Saal-Lokalitäten „zu de« Engeln" einberufenen Versammlung der christl Gewerbetreibenden eine Rede hielt, in web' unter Anderm sagte, „der Jude sei nicht mehr Mitbürger, er habe sich zu unferm Herrn worfen, es sei so weit gekommen, daß in der stadt des Habsburgerreiches ein Christ zittern sich als Christ zu bekennen," und durch zahl! andere gegen die Juden gerichtete Aeußerungcr dere zu Feindseligkeiten wider die jüdische N lität und Religionsgesellschaft angeeifert und leiten gesucht; derselbe habe hierdurch das 3 gegm die öffentliche Ruhe und Ordnung nach? St. G. B. begangen." In den Gründen der Anklage heißt es: in Wien domilizirende Schriftsteller Franz H berief' für den 4. April d. I. in die lalität chris bis . D Juöef, |crefjei einn liben dc beim! der hete 9 die Ai hliche m 1 jestöre prono Jjint Nfl dt um die 3 erbest miti nm age tiren.!Jn d weck ar, tand rndei L iötrit wer i R er c St her, iu eil auf „« der en Ihm len >ciin sell |1. T llicher lie Nr ged bei!wenr