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Der Israelit · 1882-11-01 · Heft 44 (1.11.1882) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
23 (1882)
Issue
Heft 44 (1.11.1882)
Date
1882-11-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XXIII. Jahrgang. Erste Seitage;u Ar. 44 des Israelit. Leitender Artikel. Einzelne Bemerkungen zu Keidenheim's Wachsorcommentar. (Fortsetzung.) 5) Im Pijut zu Schofaroth des ersten Tages tum Rosch-Haschana finden wir folgende auffallende Stelle, die von H. nicht genügend erklärt ist. 'im '? ’r.pa nna Sa1? um nnDJ nya n»nap. Heidenheini bezieht diesen Vers auf den israelitischen Knecht, der fidj einem Heiden verkauft hat und der nicht nach Ablauf des sechsten Jahres, sondern erst zum Jobeljahre frei wird. Aber rp-oa iya rvna^ mi heißt nicht: „der zum Verkauf an einen Fremden Preisgegebene," sondern 'naj iya heißt: „wegen der Fremden," es fehlt also hier in der Erklärung etwas, >as jenen Worten entsprechen würde. Die richtige Erklärung hat mein seliger Freund, Herr Leo Karpelesi-"», gegeben, die ich hier um so lieber mittheile, damit sie das Andenken dieses genialen jungen Mannes erhalte, der für die jüdische Wissenschaft gewiß noch Großes geleistet hätte, wenn er nicht in der Mhe seiner Jahre dahingerafft worden wäre. Bekanntlich ist nach der Halacha der zm, daß der Herr seinem nay nay eine kananitische Sklavin geben kann, die aber beim Verlassen des Dienstes, wd) sechs Jahren nämlich, dem Herrn verbleibt, darauf bezieht sich nun die Bestimmung der Thora: .Wenn der Knecht spricht: tupn pn ’nany, so wird ihm das Ohr durchbohrt und erbleibt biszumJobeljahre bei seinem Herrn, wie dies Raschl in 'ens c’asffo ausführlich darthut. Darauf beziehen sich Mn die Worte des Poötan: „der sich wegen der fremden — d. h. wegen des fremden Weibes — dem Erkauf gänzlich hingegeben rc." Beiläufig bemerke lch, daß, nach meiner Ansicht, ^2 richtiger wäre als Xom6u adotraotum und auch zum Reim besser 'affen würde, als wie das in unseren Ausgaben stehende nvro. 6) Die im Sichronoth zum selben Tag vorkommendeu Worte iop meab roöan mp» paa, „die Zerwi’ung des heiligen Tempels möge er zur Versöhgedenken," beziehen sich auf den Ausspruch! limrer Weisen: ,">n^pua O-rn idra onPN ticio! ntpy toi Dmaxi v'Ly ^y inori “Dt^cer «<n *vbn heto i’jDa n»ba. „Ein Psalm Asafs! O Gott, Heiden sind „gekommen in Dein Eigenthum! Es ist kein Klagelied, sondern ein Lied des Gesanges, daß der „Heilige, gelobt sei Er, seinen Zorn auf Holz und „Stein ausgeschüttet und nichtseine Kinder vernichtet „hat." Dies das Moment der Versöhnung, welches in der Zerstörung des Heiligthums liegt. Bei Heidenheim z. St. fehlt diese Anmerkung. 7) Im Morgengebet des Versöhnungstages, in dem mit man beginnenden Pijut, finden sich die Worte: '01 ra va^p» ttt 'rn. Nach Heidenheim heißt das erste Wort >22, „Zweige/' und vtt na, „die Sprossen deiner Lieblinge," d. i. der Erzväter, soll ein bildlicher Name für Israel fein, ttt na würde also hier als absoluter Satz vorausgehen, was grammatisch zulässig, aber immerhin hart klingt, da ja in dem folgenden Pronomen, in das Subject enthalten ist. Außerdem ist in den vorigen Sätzen bereits von Israel die Rede und der Name braucht nicht noch einmal wiederholt zu werden. Wir können aber diesen Schwierigkeiten ausweichen, wenn wir •pTT lesen: 'S3 ist eine in der Bibel vorkommende Praeposition, die „für" bedeutet (vergl. z. B. Habakuk 2, 13). Da nun die Bedeutungen von „für" und „wegen" im Hebräischen leicht in einander übergehen, wie z. B. bei -naya, so kann der obige Vers ganz regelrecht übersetzt werden: „wegen Deiner Lieblinge höre ihr (Israel) Gebet". Auf diese Weise schließt sich der Satz den früheren ganz zwanglos an. 8) In dem Pijut zur selben Tephilla, der an t?d beginnt, lautet der Satz '.1 — in - Folge: '' ^nn nown t>a niB-y ton, was H. auf das Musik- Instrument -wy t>aj bezieht unter Hinweis auf Ps. 33, 2. Diese Erklärung ist sprachlich und sachlich unpassend. In ersterer Beziehung fehlt das tp'otrn *a, in letzterer ist davon nirgends etwas gesagt, daß alle Menschen auf diesem Instrument spielen oder spielen werden können. In Wahrheit bezieht sich das ämn "n»y auf die cmmn m»y, die in dem 150. Psalm Vorkommen, welcher auch mit den Worten ba y?nn schließt. Vergl. Rösch Haschana 32 a: D’^’n *D3 nn "idsw m»y ntna nvaao miry '^7!. 9) Im Anfang des Mussafgebetes nach der dtieti pitis ram, in dem Stück, das mit nes be-

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