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Der Israelit · 1882-09-27 · Heft 39-40 (27.9.1882) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
23 (1882)
Issue
Heft 39-40 (27.9.1882)
Date
1882-09-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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V 775 ichts übriglassen, dagegen in v'vnp, sowie in ion birb über das Verbot der ->nu rottfno gesprochen, beiden heißt es: 0322^ (osnjnV) ssiehe fgentlich 3"^. ü-idi ~irn ’jttP op3NJ3 Die» SP"N1 :pon p3Nt> njo by inrpsi Nnn^ nnx Oi'b Wozu braucht man aber zwei vpivs zu wirkichem? Darauf erwiedert die n-iöj [' b"n"i mn1? pjy »’« ON Bei dieser Gelegenheit mache ich aber auf eine erartige Schwierigkeit aufmerksam, deren Lösung hir ein Räthsel ist und deren Beantwortung mir fe erwünscht wäre. I n"j> i"b m dtjdb und 3"y ö’"p erklären c>3lvi nd mi Minier nDDn in« wm — ptöbd |'n n"i p ND”pna niM-ipn *?3 rairt pr ynwn by «unroa bn^ nnwvb (N"L1 n'P tmsr 3^p jpin— i»noiD) In diesen 4 Stellen, wo dieser pios angeführt birb, ist nur Sprache: bn :»3n!> in »wn ny ^Jub Nbv in rP’3N titon jo» I" i3in3 |nP in Vvin oy in Pa Aber jown by foxb wird nirgendwo aus iesem piOs bewiesen. Dagegen in nopod wird von ent pios: mP3N' onnoi niao by gelernt, ynter rP’3N tow nDsn hdn jn3d Wenn auch Weiß in onsiD nno die Stelle in p"*i erklärt, dennoch ist fraglich, daß selbst das pw rDON von andern nu3-ip nicht gefolgert wird n v"V von nrwop, sondern von P3N\ [ pitn by nt)DNj Nnntp H3 i"3i bnvno iehe yp mion. Also warum führen '"an und O3e-i nicht die nchtigen Stellen and Amsterdam, Tischri 5643. L. PH. Prins. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, 20. Septbr. Wir haben heute an >as Central-Comitä zu Amsterdam 4707 Mk. 71 ßf. abgeschickt, wovon 1000 Mk. für die russiischen Emigranten in Jerusalem, 3707 Mk. 71 Pf für >ie Armen, Nothleidenden etc. im heiligen Lande 'estimmt sind. Die Summe, der von uns für letztere Zwecke n diesem Jahre gesammelten und übersandten Gelder 'eträgt uunmehr 17,170 Mk. 35 Pf. Kassel, 20. September. Ein schlimmes Licht luf die hiesigen Zustände wirft ein polemischer Artikel der „Hess. Mrgztg." gegen das konservative „Kass. Journal" anläßlich des jüngst gegen die Judenhetze erlassenen Appells anständiger Bürger. Die „Hess. Morgenztg." schreibt nämlich: „Es ist nicht uninteressant, mit welchen Randbemerkungen das „Kass. Journal" den Abdruck des in der Judenfrage ergangenen Manifestes begleitet. Wenn das Blatt zunächst nicht weiß, an wen dasselbe gerichtet sein soll, so bekundet dies schon wenig guten Willen —, denn übersehen läßt sich doch die an der Spitze stehende Anrede „Mitbürger!" ganz unmöglich. Wenn dann der Grund der ganzen Erklärung in Frage gezogen wird, da man doch nichts wahrgenommen habe, was den konfessionellen Frieden in unserer Vaterstadt gefährden könne, so ist es doch kaum glaublich, daß man in der Redaktion des „Kass. Journals" nichts von den fortwährenden Ausschreitungen erfahren haben sollte, welche die Antisemitenpresse hier gezeitigt hat! — Man kann nicht über die Straße gehen, ohne von frechen, das „Geldmonopol" ausbietenden Jungen in zudringlicher Weise belästigt und, falls man ihre Blätter nicht kauft, mit Schimpfworten verfolgt zu werden. Täglich kommen Fälle vor, daß durchaus achtbare und ehrenwerthe Juden und Jüdinnen ohne jeden Grund auf offener Straße, in Restaurationen, Trambahnwagen rc. gröblich provocirt, ja insultirt werden. Die Anzeigen solcher Fälle auf der Polizeidirektion mehren sich, ohne daß eine wirksame Abhilfe — trotz des diesseits nicht bezweifelten guten Willens derselben — zu erreichen wäre. Der sorgsam gepflegte Racenhaß dringt schon in die Gemüther der Kinder und treibt in den Schulen die häßlichsten Blüthen in Verhöhnung und Beschimpfung I der jüdischen Mitschüler. Und von alledem sollte dem „Kasseler Journal" nichts bekannt sein? Wenn man dann den Liberalen vorwirft, sie hätten für die durch jüdischen Wucher so massenhaft an den Bettelstab gebrachte Bauernschaft ebensowenig Interesse, als zur Zeit des Kulturkampfes für unsere „schwer geschädigten katholischen Mitbürger", so ist diese Behauptung ebenso falsch als bezeichnend für die in den Kreisen unserer hiesigen konservativen Stimmungsmacher herrschenden Ansichten. Niemals haben sich die Liberalen dem Kampfe gegen anerkannte Mißstände entzogen, niemals haben sie den Wucher als solchen vertheidigt — auch in bent jüngsten Manifest wird die Bereitwilligkeit zur Bekämpfung solcher Mißstände ernstlich betont. Wenn man andererseits lesen muß, wie ein konservatives Blatt die Kirchenpolitik der letzten Jahre, die Politik unseres heutigen Ministerpräsidenten m eine Parallele stellt mit dem Vorgehen jüdischer Wucherer gegen die an den Bettelstab gebrachten Bauern, wenn es gleichzeitig den zu „Staatsbürgern zweiter Klasse" herabgedrückten katholischen Mitbürgern helfen und die Judenfrage im

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