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Der Israelit · 1882-09-07 · Heft 36 (7.9.1882) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
23 (1882)
Issue
Heft 36 (7.9.1882)
Date
1882-09-07
Page
– (sequence 9)
Language
German
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910 Programme gemäß die Feier. Nachdem in der alten Synagoge das Minchahgebet verrichtet worden war und Herr Lehrer Wertheim in Vertretung des Herrn Rabb. vr. Plato in Köln einige von Herzen kommende und zu Herzen gehende Worte gesprochen hatte, setzte sich der imposante Zug durch die festlich geschmückten Straßen in Bewegung. An der neuen Synagoge angelangt, gab der Bürgermeister bei Ueberreichung des Schlüssels der Hoffnung Raum, daß das Gotteshaus eine Stätte des Friedens werden möchte. Die von Herrn W. gehaltene Festpredigt, welche großartig angelegt und großartig ausgeführt war, machte auf die zahlreich Versammelten großen Eindruck. Nach einigen einleitenden Worten ging er auf den Zweck des Gotteshauses näher ein und führte dann meisterhaft aus, warum Abraham das Gotteshaus -n, Berg, Isaak mv, Feld, und Jakob rvu, Haus, genannt haben und schloß dann mit einem ergreifenden Gebete für unseren Landesvater und unsere Landesmutter. Am folgenden Morgen setzte Herr W. in großartiger Weise das Wesen der Religion auseinander, indem er darauf hinwies, daß die Religion zu allen Zeiten der Sonne geglichen habe, die wohl auf Zeiten von den Wolken verdunkelt, nie aber von ihnen ausgelöscht werden kann. Wrefcherr, 21. Aug. Der hiesige isr. Armen- Verein zählt gegenwärtig 96 Mitglieder, welche monatlich an regelmäßigen Beiträgen 102 Mark aufbringen. Jedes Mitglied zahlt außer einem Eintrittsgeld von 50 Pfennig einen monatlichen, beliebigen Beitrag. Aus dem Rechenschaftsberichte des vergangenen Jahres entnehmen wir, daß der Verein eine Gesammteinnahme von 2976 M. 52 Pf. und eine Ausgabe von 2073 M. 30 Pf. hatte. Der „All. Isr. Uuiv." gehören 20 Mitglieder unserer Gemeinde an. Zu dem Vorstande gehören die Herren: Abraham Jaffe (Präsident), Hugo Ehrenfried (Secretär), Sigmund Ehrenfried (Rendant). Oesterr.-Ungar. Monarchie. Budapest, 28. Aug. Im „Ellenör" beginnt Esernatony eine Artikelserie über die Antiscmiten- Agitation; er erklärt, der ungarische Stamm protestire dagegen, daß sich irgend Jemand auf dem Dresdener Antisemiten-Congreß, die Vertretung Ungarns anmaße und verspricht, demnächst die Meinung Kossuth's über die Antisemiten-Agitation mitzutheilen, da er neulich Gelegenheit hatte, Koffuth in Turin zu sprechen. Neutra. Ueber die bereits gemeldeten Excesse gegen die Juden, welche am 16. d. in Szobotist vorkamen, wird uns aus Szenicz geschrieben, daß dieselben viel ernsterer Natur waren, als man den ersten Nachrichten annehmen konnte. Der SÄ den, der von den Unruhestiftern angerichtet wurdl besteht nicht nur in dem Zerschlagen der FenW scheiben, sondern auch in dem Zerstören ganzer Ä schäftseinrichtungen. Wie sich nachträglich hercA stellte, hatten sich nicht nur Bauern, sondern i dortige Bürger an den Zerstörungen betheiligt. : die andern Tags an Ort und Stelle vom St richter Adamovics eingeleitete Untersuchung Es wurden denn auch am 18. und 19. d. ungefch! dreißig Personen, welche sich notorisch an dem Excckl betheiligt hatten, von den Panduren geschlossen i;| Szenicz eingebracht und werden hoffentlich ihm> gerechten Strafe nicht entgehen. Frankreich. Nancy. Die dahier erscheinende Zeitung „Pl Progres de l’Est“ schreibt unter der Ueberschch '„Ein Held" Folgendes.: Einer der Offiziere des 2. CurassierregimM das gegenwärtig in Lunsville in Garnison liegt, fö am 18. Juli in Ariege, wohin er sich zurückgezogen I hatte, gestorben. Es ist Herr Astruc, ehemalig?! Rittmeister und Adjutant bei diesem Regiment, z« dessen Annalen er eine ruhmwürdige Seite gelieren hat. Zu 18 Jahren als Freiwilliger eingetreten,! wurden Herrn Astruc im 1870er Krieg bei Reichs hniipn hivf ' hoffen drei Pferde unter dem Leibe weggeschosscn: er allein blieb von den Offizieren seines Regimentunversehrt. Er führte die Trümmer seines Regimem nach Zabern zurück. Während dieses heftigsten Angriffs wurde bem Rittmeister Astruc mitgetheilt, daß er allein da wäre, um das 2. Curassierregiment zu commandiren. 2a patter der 1 Er iinehm sarsche ree. rief er mit lauter Stimme: „Die zerstreuten Rene der Turkos erwachen und jubeln euch zu; die einen kämpfen noch; die andern rufen: „Gott und Vaterland! Vorwärts Curassiere!" Und er riß sie ml sich fort. Mit beschleunigtem Marsche erreichen sie die preußischen Kanonen und bringen sie zum Schweigen. Die Armee war gerettet. Eine neue Gefahr bedrohte jedoch diese Tapfern. In der Hitze ihres Vordrängens hatten sie die Thore von Woerth erreicht, wo sie, falls sie hineingekommen wären, alle unfehlbar ihren Tod gefunden hätten. Wieder ließ sich die Stimme des Rittmeisters hören: „Halt! zurück nach dem Walde," und das Ziel wird erreicht. Während dieses ruhmvollen Rückzuges wurde dem Rittmeister das Pferd verwundet und stürzte mit ihm auf einen Haufen von Todten. „Vorwärts," rief er, „lasset mich und suchet die Armee zu erreichen." Seine Soldaten, die ein anderes Pferd herbeigeführt hatten, fentlid hrenzei Na ferne j als < Mn Miss ton kben Z tuten ja, m olche chen, die $ alle Pri is Ger m ur llturh Ha lau in t, so Int esen? kotzen ler la P gel lolle a Huhei dam gl Alvesen, ige er innes jjne sik feien 1

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