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Der Israelit · 1882-08-30 · Heft 35 (30.8.1882) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
23 (1882)
Issue
Heft 35 (30.8.1882)
Date
1882-08-30
Page
– (sequence 18)
Language
German
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o den neuesten Berichten des „Emigrant“, Organ des Central-Comites für Rumänien in Galatz. i J Die Colonisatiou Syrien’s. Wir erhallen aus Konstautinopel, 25. Juni, n. St. die sehr wichtige Mittheilung, »dass auf Änin des Herrn Cazalet, das (in Nro. 42 dieser Spenden-Verzeichnisse zum Abdruck gebrachte) Colonipns-Gesetz ausser auf Adana und. Mesopotamien, mm auch auf die Gegenden am Orontes-Flusse ausgedebn le. Auch diesmal ist das Versprechen nur mündlich, weil aber dem amerikanischen Minister gemacht, [Her Grund anzunehmen vorhanden, dass dasselbe bald schriftlich übergeben werden wird, und kann es auch bereits als genügend verlässlich betrachten.“ Der edle Brietschreiber fährt dann fort: »Sollten Sie aus diesen angegebenen Gründen sich sicher lg fühlen, so würde ich Ihnen anrathen, um dies zu bethätigen, ohne Aufschub D«legirte zu senden, [jene Gegenden zu besichtigen, und so dieselben bei ihrer Rückkehr nach Konstantinopel über die Art [Weise, wie die Colonisation unternommen werden kann, günstig berichten sollten, ein permanentes Coraite lonstantinopel zu errichten, das sich mit der türkischen Regierung in Verbindung zu setzen und mit ihr pdreff der Etablirung der ersten Colonie die nöthigen Arrangements zu treffen hätte. Ebenso werden Sie Igirte in’s Ausland senden müssen, um daselbst pecuniäre Hilfe zu suchen, die Sie, wie ich hoffe, h werden. .Die Landstriche am Orontes können mehrere hunderttausend Familien aufnehmen, und werden, die linderer, den Erklärungen gemäss, die die türkische Regierung dem amerikanischen Minister gegeben, Dörfern von 200—250 Häusern installirt werden. Es ist auch die Möglichkeit vorhanden, dass binnen [m von der türkischen Regierung diesbezüglich ein specielles Reglement erlassen wird. Es ist in dem Briefe noch die Hoffnung ausgesprochen, dass, sobald die politischen Ereignisse am [ein Ende nehmen, der Stand der Dinge für uns ein noch günstigerer werden dürfte. Die amerikanische [iei'UDg nimmt an unserer Angelegenheit wannen Antheil, und hat der amerikanische Minister das fge Versprechen gegeben, unsere Delegirten, so weit es ihm möglich sein wird, mit Rath und That zu Mützen!“ Wir können nicht umhin, hier öffentlich sowohl dem edlen Briefschreiber, als 8. E., dem ameripelien Minister unseren tiefgefühlten Dank im Namen aller Juden Rumäniens auszusprechen, für die p Gefühle der Humanität, die diese edlen Herren für unsere armen, unschuldigerweise verfolgten Glaupgenossen an den Tag legen Die türkische Regierung wird gewiss noch einige Artikel des Colonisations-Gesetzes in etwas moptren, wenn wir ihr die Gründe dafür näher gelegt haben werden, und kann die hohe Pforte sicher dass die Juden ihrem Adoptiv-Vaterlande stets die dankbarsten Unterthanen sein und neben den Namen Sultane Mohammed II.*) »der Grosse“,‘und Bajazid II.**), die nur mit Ehrfurcht von den Juden der *) Mohammed II, „der Grosse“1451—81) eroberte Konstantinopel am 29. Mai 1453 und gab den Juden ihre fgionsfreiheit und ihre bürgerlichen Rechte zurück. **) Bajazid II., (1481—1512), Sohn und Nachfolger des Vorigen, begriff es, dass die Aufnahme der damals aus vertriebenen Juden seinem Lande nur von Nutzen sein könne, er erliess daher in seinen europäischen Provinzen den füü ergehen, allen Juden, die’einwaudern wollen, freundlich ZU begeguen, und ihnen anstandslos Aufnahme zu bewilligen, ^"'aige Bedruckungen von untergeordneten Beamten war sogar Todesstrafe gesetzt. (Die Leiden und Verf der Juden ihre Beschützer v. H. E., Budapest 1882.)! '! i \ I 1 \

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