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Der Israelit · 1882-08-30 · Heft 35 (30.8.1882) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
23 (1882)
Issue
Heft 35 (30.8.1882)
Date
1882-08-30
Page
– (sequence 19)
Language
German
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MWffWWW m 6 Türkei ausgesprochen werden, auch den Namen Sr. Majestät des Sultans Abdul Hamid II. mit Liebe Ehrfurcht nennen werden! Was nun die Gegenden am Orontes-Fluss betrifft, müssen, diese, die zwischen dem Libanon Antilibanon liegen, und auch die zwischen dem Meere und dem Libanon sehr gesunden Climas sein, wenn, wie es in obigem Briefe heisst, die türkische Regierung uns die Landstriche zur Anlegung Dörfer wählen lassen würde, so ist gute Aussicht vorhanden, dass wir ausser den Besitzungen, die wir in Nähe des Leontes-Flusses kaufen wollen, zwischen Latakieh, Tripoli und Beyruth schöne Niederlassung« fruchtbarster Gegend finden werden. Ganz Syrien von Aleppo bis Palästina mit seiner östlichen Grs sowie weiterhin bis zum Euphrat und zur Wüste hat auf 135,000 Q-Kilometer blos ll/2 Millionen! webner. Der Orontes selbst ist ein bedeutender, missender Fluss, der zwischen dem Libanon und k libauen entspringt, eine Zeit lang unter der Erde fliesst, dann wieder zum Vorschein kommt, zwisc Apamea und Antiochien sich abermals unter der Erde verbirgt, und endlich, die Insel Meliböa bibli in s Mittelländische Meer mündet. Syrien ist mit einem tiefen fruchtbaren Erdreiche bedeckt, hat Uel fluss an Allem und steht seine Fruchtbarkeit keinem Lande der Erde nach, das unter demselben glü liehen Himmelsstriche liegt! Zur Emigration aus Russland Man meldet der „N. F. P.“ aus Konstantinopel: Das hiesige israelitische Comitd hat in I vergangenen Woche eine grössere Anzahl russischer Juden nach Salonichi, Smyrna, Brussa und Rodi transportiren lassen. Die türkischen Behörden der genannten Städte nahmen die Flüchtlinge in hurnaj Weise auf und sorgten für deren Installirung. Der Vali von Brussa, Achmed Vefik Pacha, betlieili sich persönlich an der Unterbringung der jüdischen Handwerker, liess sie mit Werkzeugen versehen u verschallte ihnen Arbeit für mehrere Monate.! Die beste Antwort auf eine bekannte und vielventilirte Verläumdung der Colonisationsbestrebuna ist wohl die des Herrn Dr. Lippe, unseres sehr ehrenwerthen Mitgliedes "des Centralcomites, Section Jassj welche er in einem sehr interessanten Artikel in der letzten Nummer (23) des Bucarester „Aparatonj (rumänisch) behandelt. Es heisst dort: »Die Idee der Auswanderung der Juden aus den civilisirten Staaten Europa’s, um die vordere tischen Provinzen zu colonisiren, hat unerwarteter Weise von mehreren Seiten auf Opposition gestossen. Das schwerstwiegende Argument, welches als Waffe zur Verhinderung der Ausführung dieses Pj jectes gebraucht wurde, ist die Vermuthung (presupunere), dass die Juden die Intention hätten, einen selbj ständigen Staat in Palästina zu gründen. Um nämlich die Einwanderer bei der hohen türkischen Regiernj anzuschwärzen, erfanden unsere Feinde die Fabel, dass die Juden eine neue internationale politische Ffll heraufbesehwören wollen, um an Stelle der bulgarischen, serbischen, rumänischen etc. eine andere zu p»1 ciren, die die orientalische Frage complieiren sollte. Diese Verläumder wollen davon nichts wissen, dl ohne die Beihilfe der christlichen Mächte, jene kleine Nationen nicht einmal auf den Gedanken gekomml wären, einen Versuch der Unabhängigkeit zu machen. Auf eine solche Beihilfe kann wohl der jüdisfj Colonist in Palästina nie seine Hoffnung setzen, weil man doch nicht annehmen kann, dass die christlich Nationen ihm je einmal zu Hilfe kommen werden, um ihr Blut für seine Unabhängigkeit zu vergiß Andererseits müsste Jemand eine ausserordentlich exaltirte Phantasie besitzen, um dem Gedaiiij Baum geben zu können,, den jüdischen Einwanderer in Palästina an der Seite seiner Verfolger ®

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