Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 23 (1882)
- Issue
- Heft 34 (23.8.1882)
- Date
- 1882-08-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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854 und ihm war es beschieden, zwölf Söhne zu zeugen und zu erziehen, die wie die zwölf Sternbilder am Firmament in der Geschichte der Menschheit glänzen, und Er wird dich behüten. Welcher besonderen Hut und welches besonderen Schutzes bedurfte es für die ersten Anfänge des israelitischen Volksthums! Einer ganzen feindlichen Welt standen die Väter gegenüber. Als Abraham die Götzenbilder seines Vaters zertrümmerte, erklärte er den Krieg den festgewurzelten Jrrthümern seiner Zeitgenossen. Nimrod, der größte Held und mächtigste Herrscher jener Zeit, wollte ihn tobten; aber Gott schützte ihn. „Fürchte dich nicht, Abraham, ich bin dir ein Schild." Und dieser Gottesschutz machte alle Anstrengungen der Feinde erfolglos. Und so vermochte auch Jizchak die Quellen wieder fließen zu lassen, die Abraham gegraben und die die Philister verstopft hatten. Und nun erst Jakob! Schon im Mutterschoßc begann der Kampf gegen den feindlichen Bruder. Dann wurde sein Oheim und zwiefacher L-chwiegervater ihm ein eben so bitterer wie mächtiger Feind; mit den Menschen und Engeln mußte er kämpfen; aber durch Gottes Schutz blieb er unversehrt. — Schlimmer noch gestaltete sich das Loos unsrer Väter in Mizrajim, wo der harte Druck und die entsetzliche Verfolgung sie zu vernichten drohten. „Auf meinem Rücken pflügten die Pflüger, zogen lang ihre Furchen; aber der allgercchte Gott hat zerschnitten die Stricke der Frevler." Und wie Gott unsre Väter gesegnet und beschützt hat, so segnet und beschützt Er auch uns. Wenn wir Ihm anhangen mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele, wie unsre Väter es gcthan, wenn wir unsre Kinder erziehen zu Seinem Dienste und zur Liebe zu Ihm, so segnet und beschützt Er uns und führt uns siegreich durch alle Gefahren. D’tnn, neu an jedem Morgen! lieber manches Geschlecht zog sich schon die finstere Nacht zusammen, und es schien kein Hoffnungsstern zu leuchten. Wie finster war die Nacht, während der unsre Väter in Egyptens Sclavenjoch schmachteten; da brach der Morgen an, und die Erlösten Gottes zogen aus, freie Männer, und wurden zu den höchsten Idealen emporgetragen. — Wie finster war die Nacht, als das Haus unsres Gottes in Trümmer sank und der Ueberrest Jakobs in die Gefangenschaft getrieben wurde; aber es brach ein neuer Morgen an, als der König von Persien gestattete, den heiligen Tempel wieder aufzubauen und das jüdische Staatswesen neu zu begründen. — Wie finster war die Nacht, da Haman seine mit dem Siegel des Königs besiegelten Mordbefehle hinaussandte; aber herrlich leuchtete der Tag, als ihn sein Geschick erreichte und das Volk Gottes gerettet war. — Wie finster war die Nacht, da die Mordknechte des Antiochus Israel zum Götzendienste zwingen wollten; aber Gott sprach: es wez Licht und es ward Licht. — Wie finster war Nacht, da die römischen Imperatoren die Gckkfj Juda's zermalmten, und wie herrlich leuchtete i Morgenröthe, als Gott Liebe und Freundschaft dem Herzen des Kaisers Antoninns für Rabbi Hannasi erweckte! Und auch auf die finstere W des Mittelalters hat Gott vor nahezu hundert Ist ren eine neue Morgenröthe felgen lassen; zwar tod sie augenblicklich durch finstere Wolken verduEf aber wir wissen cs: Gott wird dem Lichte zum % verhelfen. ■jnjtEN nm cnp^p npccnn „Ren an jedem Morgen; denn groß, o % ist Deine Treue." ^Fortsetzung folgt.) Die Hisza-Lszlaer Affaire. 8. Der genannte Vorgang, der die Gemnch so vielfach in Anspruch genommen hat und beschul tigt, ist jetzt in ein neues Stadium getreten, tnöcri der Nyiregyhazaer Gerichtshof beschlossen hat, gegick die des Mordes an der verschwundenen Esther Sel?! moffy Bczuchtigten die criminelle Untersuchung cir,j zuleiten. Die Anklageschrift liegt in ihrem Wortlaui! vor uns und klagt Salomon Schwarz, Adolf Leopck! Braun und Abraham Buxbamn des unmittelbar mübten Mordes, Joseph Scharf und seine Frau, i!a=| zarus Wcißenstein und Emil Taub der btreciu Thcilnahme am Morde, Hermann Rosenberg, WstN> Samuel Klein , Martin Groß, Ignaz Klein un: Anschel Vogel der Vorschnbleistung und Bemäntelung des Verbrechens an. (well jcht > Daß die Klage eingeleitet ist, kann uns um bd Sache willen nur willkommen sein, nicht als ob wi: der Freisprechung der Angeklagten sicher wären, - cs können ja möglicherweise im Laufe der Verhaudlungen erschwerende Beweise beigebracht werden, welch] unsere gegenwärtige subjcctive Ueberzeugung von de: Schuldlosigkeit der Angeklagten zu Nichte machen - sondern weil, wenn eine Schuld erwiesen werde:, sollte, deutlich zu Tage treten wird, daß der etm befundene Mord einzig und allein die Sache eine: individuellen Schuld ist, die mit den Juden im Allgemeinen nichts zu thun hat, so wenig wie für die von Christen begangenen Morde die Christen im Allgemeinen verantwortlich gemacht werden können, und noch viel weniger mit dem Judenthum, dessen Gesetzbuch den Mord an irgend einem Menschen unter Androhung der Lebensstrafe verpönte, als die übrige Menschheit ihre Götter noch mit Menschenopfern verehrte. rgeh' tensc rgcse jigh (ne t ftc ertön (flbcl Mo! ff de iich { Igette fit ui Me Me nGe QCt Men üobtfi rocc eite it C che l bi agy' MN' 4 k Ti |uf rnt t M, kleud icht och c un u chw« neu, atz Kieper llnch lukla st bei cher: ückt jiibt mm Ms lchuld :traj