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Der Israelit · 1882-07-05 · Heft 27 (5.7.1882) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
23 (1882)
Issue
Heft 27 (5.7.1882)
Date
1882-07-05
Page
– (sequence 4)
Language
German
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(Verlag I. Kaufmann, 10 Pf.) in zwanglosen Nummern erscheinen. Drei derselben liegen bereits vor uns und wir können dieses Unternehmen, dessen vollständiges Erträgniß dem Unterstützungsfonds zu gute kommt, auf's Herzlichste begrüßen. Was in Betreff der jüdisch-russischen Ereignisse in- und ausländische politische Blätter berichten, ist hier übersichtlich zusammengestellt und gewährt dem Leser, dem alle diese Blätter nicht zugänglich sein können, einen Ueberblick über die traurigen Vorgänge, die sich in unserm Nachbarreiche abspielen. Wir linden beispielsweise in Nr. 2 Correspondenzen aus der „Lemberger Amtszeitung," „Jewish Chronicle," „Evening News," „Köln. Zeitg.," „Franks. Ztg.," „Neue fr. Presse" u. drgl. m. Wie wir hören, hat auch das Berliner Comitö diesem Unternehmen Beifall gezollt und soll auch geneigt sein, sich für die Verbreitung dieser „Mittheilungen" zu interessiren. Jedes jüdische Blatt, dem die wichtige Sache am Herzen liegt, und das in uneigennütziger Weise sich zum Fürsprecher unserer armen verfolgten Mitbrüder in Rußland macht, wird diesem Unternehmen gewiß, alle mögliche Förderung angedcihen lassen. Besondere Anerkennung verdienen die Herren des hiesigen Preßausschusses, die unter Opfer an Zeit und Mühe der Aufgabe sich unterzogen haben, das Publikum regelmäßig über den Stand der russ. Angelegenheiten in Kenntniß zu setzen. Frankfurt a. M., 29. Juni. Gestern Abend fand die vom provisorischen Comit« einberufene Versammlung zur Constituirung des Vereins zur Beschränkung des Wanderbettels, zugleich Auskunstsstelle für jüdische Armenpflege, statt. Verschiedene Mitglieder des provisorischen Comitös gaben Auskunft über die Zwecke des Vereins, die vorerst sich nach zwei Seiten erstrecken. Er will nämlich einer- . seits durchreisende Israeliten unterstützen und schleunigst weiterbefördern. Die dem Verein sich Anschließenden sollen daher im Haus nichts an solche verabreichen, namentlich auch nicht, wenn sie Zeugnisse vorweisen, da letztere leider nur zu oft auf ganz oberflächliche Kenntniß der Verhältnisse hin gegeben werden oder auch überhaupt gefälscht sind. Vielmehr sind alle an das vom Verein zu organisircnde Bureau zu verweisen, woselbst die Zeugnisse geprüft und mit den falschen nach Gebühr verfahren wird. \ Bei besonders berücksichtigenswerthen Fällen werden die Verwaltungsmitglieder sich der Bedürftigen annehmen und selbst ihnen das Nothwendige bei den mildthätigen Mitgliedern verschaffen. Während hierdurch die unsägliche Belästigung der Einwohnerschaft durch mündliche und schriftliche Bettlei reducirt wird, hört auch das Betteln auf, ein sehr einträgliches Geschäft zu werden und wird es gelingen, die sich ihm Zuwendenden wieder zu einer sittlicheren und würdigeren Beschäftigung zurückzuführen. Das zu gründende Bureau kann aber noch nach einer andern Seite hin segensreich wirken, indem es mit der erhofften Unterstützung der Verwaltungen der anderen jüdischen Stiftungen eine Auskunftsstelle bildet und allmählich ein planmäßiges Jneinandergreifen der so sehr zersplitterten Armenpflege ermöglicht. Welchen Anklang die Idee gefunden, ging aus den Worten des Referenten hervor, wonach auf das erlassene Circular hin über 70 Anmeldungen gekommen sind und jedes größere Haus, welches besucht wurde, sofort eine beträchtlichere Summe zur Verfügung gestellt hat. Nach längerer Discussion, an welcher sich die Herren Rabbiner Dr. Plaut und Dr. Horovitz, Dr. Jaffö, Dr. I. Auerbach, Adolf L. A. Hahn, H. Steger und viele andere Herren betheiligten, wurden die Anträge des Herrn Dr. Auerbach einstimmig angenommen. Darnach wurde 1) die definitive Constituiruug des Vereins, 2) die Wahl eines Vorstandes von 15 Mitgliedern mit dem Recht der Cooptatiou beschlossen, die die Aemter unter sich vertheilen, 3) der zu ernennende Vorstand beauftragt, auf weitere Vetheiligung hinzuwirken, den Verein baldmöglichst in Wirksamkeit treten zu lassen und Statuten zu entwerfen uitb einer neuen Versammlung vorzulegen. Die alsdann vorgenommene Wahl für den Vorstand ergab folgendes Resultat: Fritz Auerbach, Adolf Baer, Carl Beer, Jsaac Bermann, Salomon Cahn, Hermann Cramer, Leo Ellinger, Henry A. Franklin, Alfred Geiger, Seligmann M. Goldschmidt, Adolf L. A. Hahn, Emanuel Lehmann, L. Mainz, Henry Seligmann, Jagnes Snatich. Oesterr. - Ungar. Monarchie. Aus Ungarn, 26. Juni. Obwohl von Seite der Regierung nach wie vor versichert wird, daß alle Maßnahmen getroffen wurden, um antisemitische Ruhestörungen zu verhindern, meldet man von privater Seite, daß es gestern Nacht in Nyiregphaza zu Ausschreitungen des Pöbels gegen die Juden gekommen sei. Nähere Details wurden jedoch nicht gemeldet. —- In Pancsova wurden aus Serbien gekommene ungarnfeindliche und aus Zomdor gekommene antiseniitische Brochüren durch die Gendarmerie konfiszirt. Auch nach Csakova sind vom Zomdoer Buchhändler Sanujevics antisemitische Druckschriften geschickt worden. — Aus Duna-Szerdahely, 26. Juni, wird gemeldet: Heute Mittags überfiel bei der Tökeser Donau-Ueberfuhr der wohlhabende Bauer Ignaz Szöllö, indem er ausrief: „Ich muß heute noch alle Juden umbringen", denDuna-Szerdahelyer israelitischen Bäcker Hermann Steiner, welcher in Gesellschaft mehrere Personen vorüberfuhr, schlug esst >crf« n d mrc Ate ßttt lerl oete ier schn Len mH hau den Da wel m md M der Ae Ju riu ist Bl Li vo Ti w< ga sei Le E de er L di A T 8' d 8 a T! d 0 X t

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