Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 23 (1882)
- Issue
- Heft 3 (18.1.1882)
- Date
- 1882-01-18
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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- Paris 1× ep/1048055
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53 sah, tiefgerührten Herzens die Mitfahrt des Knaben zu gestatten. Frankreich. Pari-. Dem Bericht der „Alliance Jsraölite Universelle" vom 1. Semester 1881 entnehmen wir nachstehende Mittheilung über die finanziellen Verhältnisse der Gesellschaft, wie sie bei der am 16. Mai 1881 vom Schatzmeister - Delegirten, Herrn Leonce Lehmann geschildert worden: Unsere Lage am 31.December der Jahre 1878, 1879 und 1880 war folgende: Einnahmen 1878 Frc. 183,950, 1879 Frc. 250,764, 1880 Fr. 280,013. Ausgaben 1878 Fr. 159,691, 1879 Fr. 218,207, 1880 Fr. 251,510. Zu diesen Ausgaben müssen noch diejenigen hinzugefügt werden, die auf Rechnung der Hirschstiftung * gemacht worden sind und die sich folgendermaßen darstellen: 1878 Fr. 53523, 1879 Fr. 53,541, 1880 Fr. 53,494. Wir sind schon fern von jener Zeit, da wir uns darauf beschränkten für die Zukunft eine jährliche Einnahme von 100,000 Fr. zu wünschen; wir hatten schon im Jahre 1878 fast das Doppelte dieser^Ziffer, welche ich bei meinem ersten Berichte noch kaum vor Ihnen auszusprechen wagte, so schwierig erschien mir damals die Erreichung derselben. Jetzt haben wir fast das Dreifache, und unser Ehrgeiz, der mit dem Erfolge wächst, ist noch nicht befriedigt und fordert von Ihnen neue Anstrengungen, um die bescheidene Summe einer Million zu erreichen, welche in dieser Zeit der Milliarden sicher bald gleichfalls unzureichend erscheinen wird. Aber wie sollten unsere Wünsche gestillt werden, wenn die Ausgaben unseres Werkes gleichfalls eine beständige Progresiion erfahren. In diesem Wettlauf zwischen Einnahmen und Ausgaben ist der Vorsprung nur zum Schein bei den ersteren geblieben. Wenn Sie im Jahre 1880 als Activnm eine Summe von 280,013 Fr. gegen ein Passivum von 251,510 Fr. figuriren sehen, so kommt dies von der Eourssteigerung der Werthpapiere her, die wir als eine erhöhte Einnahme von 31,421 Fr. verrechnen mußten, die aber keine wirkliche Einnahme bezeichnet. Ziehen Sie diese Summe von der Rechnung ab, so haben wir ein Deficit von 2918 Fr. Um dasselbe verschwinden zu machen, hatten wir ein untrügliches Mittel: Die Reducirung unserer Ausgaben. Aber konnten wir zur Zeit, als unsere Gesellschaft mehr als je prosperirte, als die Zahl der Mitglieder unaufhörlich wuchs, als die Spenden von allen Seiten zuftrömten, konnten wir da die Zahl unserer Schulen reduciren, die Gehälter unserer Lehrer verringern, unsere Sendungen von Büchern und Schulmaterial einschränken, oder unseren Verwaltungskosten Ersparung auferlegen, die sich in der Besorgung der Geschäfte fühlbar gemacht hätten? Daran war nicht zu denken, und wir haben uns nicht einen Augenblick bei dem Gedanken an ein Heilmittel aufgehalten, dessen heroische Energie sicher Ihre Billigung nicht erhalten hätte. Wir haben die Hilfe in einer anderen Richtung suchen zu müssen geglaubt; seit Langem bedauerten wir die Unzulänglichkeit unserer Subscriptionen, seit Langem beklagten wir, daß unsere Statuten den Minimalbeitrag auf 6 Fr. festgesetzt haben und daß zu viele Mitglieder denselben als Regel betrachten, während er doch nur als Ausnahme betrachtet werden sollte. Mehr als einmal hatte ich Ihre Aufmerksamkeit aus dieses Nebel gelenkt, allein die Stimme Ihres Schatzmeisters, wie laut auch erhoben, wird nicht immer gehört. Das C.-Comite hat sich also im Laufe des letzten Winters entschlossen, einen Aufruf an Sie zu richten, um Sie zu einer Erhöhung Ihrer Beiträge zu bewegen. Bedenken Sie, meine Herren, daß Jeder von Ihnen jährlich 2 Berichte erhält, welche mit den Expeditionskosten eine Ausgabe von 1 Fr. 25 C. darstellen, und fragen Sie sich, ob der verbleibende Rest von 4 Fr. 75 E. ein Beitrag ist, welcher im Verhältniß steht zu der Größe unseres Werkes, zur Bedeutung des Segens, den es stiftet, und zu der Menge von Ausgaben, die es erfordert. Möge doch Jeder von Ihnen seinen Jahresbeitrag um 1 oder 2 Fr. erhöhen, das ist für Sie ein gerinfügiges Opfer und wäre für uns eine mächtige Hilfsquelle. Ich weiß nicht, ob es unter denen, die mich hören, viele gibt, welche unserer Bitte entsprochen haben, aber ich will glauben, daß sie, nachdem sie mich gehört haben, ihren Fehler verbessern und sich beeilen werden, uns am Ende dieser Sitzung die Unterstützung zu gewähren, die wir von ihrer Liebe gefordert haben und noch fordern. Unser Schritt, ich beeile mich es zu sagen, ist nicht erfolglos geblieben; wenn er auch nicht alle die Erfolge gehabt, die wir von ihm erwarten konnten, so hat er doch wenigstens eine große Zahl voll Säumigen aufgerüttelt; viele Lokalcomite's haben sich gerührt und die Einkassirung der rückständigen Summen mit einem Eifer betrieben, den wir an ihnen nicht kannten. Möchte er nur nicht mit dem letzten Echo unseres Alarmrufes verlöschen! Es ist nicht genug, daß die Ziffer der Beiträge wächst, auch die Zahl der Mitglieder niuß sich noch vervielfältigen. Bei meinem letzten Bericht waren wir 20,994; diese Zahl ging im I. 1878 in Folge