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Der Israelit · 1881-11-09 · Heft 45 (9.11.1881) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 45 (9.11.1881)
Date
1881-11-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
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1118 Schrift des ehrw. Vers. getragen und welch wichtiges Gebiet der Thora und der Wissenschaft sie zum Gegenstände ihrer Untersuchung hat. Wir hoffen, daß der Vers, dieselben als das, was sie wirklich sind — ein Zeichen der Liebe für den von ihm behandelten Gegenstand, für dieses preiswürdige pDiy miro, ein Studium, das sich nicht nur auf jene Tractate und Partien, die im praktischen Leben Verwerthung finden, beschränkt, sondern auch diejenigen Wissensgebiete aufsucht,^die unter dem Begriff des "Dt? ppp? »m fallen, wie es das Bestreben des ehrw. Verfassers stets ist — nehmen wird und darin keine Absicht zu kritisiren sehen wird. S. H. Deutsch. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, den 8. November. Verschiedene Zeitungen brachten die telegraphische Mittheilung, daß Herr Hofprediger Stöcker, Dank den Bemühungen des Kronprinzen und des Fürsten Bismarck, seine Entlassung erhalten habe. Diese Nachricht hat sich jedoch bis jetzt nicht bestätigt. Altona, 30. September. 150 Auswanderer trafen vorgestern aus Rußland in Hamburg ein und machen heute mit dem Dampfer „Bohemia" die Reise nach New-Iork. Die Ankömmlinge haben bei den Judenverfolgungen in Rußland ihr sämmtliches Hab und Gut verloren. Durch die Unterstützung der Alliance-Jsraelit-Universell in Paris ist ihnen die Auswanderung ermöglicht worden. Hier nahm ein Comite die Unglücklichen in Empfang und sorgte für ihre Verpflegung bis zur Abfahrt nach Amerika. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Wien. Nach einer der Pol. Corr. aus Lemberg zugehenden Meldung passirte in den letzten Tagen der sechste Transport russischer, nach Amerika emigrirender Juden die Stadt Brody. Der Transport zählte 240 Köpfe. England. London. Herr Guedalla hat von Tenor Don P. M. Sagasta ein Schreiben, datirt Madrid, den 21. October, erhalten, wonach die Juden, die sich in Spanien niederlassen wollen, gleich allen andern in diesem Lande domicilirten Fremden betrachtet werden und daß sie wie jene ihre Naturalisation, die übrigens nicht unbedingt nothwendig ist, nach den Gesetzen des Königreichs erlangen können. (Jew. Ehr.) Fenilletorr. U k i b a. xxxxv. Während man eifrig damit beschäftigt war, den Bau des Heiligthums zu fördern, erschien eine Gesandschaft der Kuthäer oder Samaritaner vor Bar Kochba, um den Juden einen Bruderbund anzubieten und die Erlaubniß zu erbitten, das Heiligthum Gottes gemeinsam mit den Israeliten zu erbauen. Die Kuthäer oder Samaritaner waren ein heidnisches Volk, welches jüdische Gebräuche angenommen hatte. Als Schalmanassor, der König von Assyrien, das Reich Israel zerstört und die zehn Stämme Israels in die Gefangenschaft nach Chalach^ und Chabor, an den Strom Gosen und in die Städte von Medien geführt hatte, da brachte er Volksstämme von Babel, von Kutha, von Awa, von Chamath und Sepharwajim und ließ sie wohnen in dem Lande des ehemaligen Reiches Israel, in der Hauptstadt Schomron oder Samaria und in den übrigen Städten des Reiches, und diese wurden nach der Hauvtstadt des Landes Samaritaner oder nach dem Lande ihrer Herkunft Kuthäer genannt. Und es war, als diese heidnischen Völker sich im Lande Israels angesiedelt hatten, da fürchteten sie nicht den Ewigen, und der Ewige schickte gegen sie die Löwen, welche Einige von ihnen umbrachten. Da ließen sie dem Könige von Assyrien sagen: „Die Völker, die Du vertrieben hast und hast sie wohnen lassen in den Städten von Schomron, sie kennen nicht die Weise des Gottes des Landes, und Er schickt wider sie die Löwen, von denen sie getödtet werden, da sie nicht kennen die Weise des Gottes des Landes." Da befahl der König von Assyrien und sprach: „Führet dorthin von den Priestern, die ihr von dort vertrieben habt, daß sie hingehen und dort wohnen und sie lehren die Weise des Gottes des Landes." — Da kam einer von den Priestern, der von Schomron vertrieben worden war, und ließ sich nieder in Beth El, und belehrte sie, wie sie den Ewigen verehren sollten. Von da an und weiter behielten diese heidnischen Volksstämme ihren heidnischen Götzendienst bei, und verehrten zugleich den Ewigen, den Gott Israels.

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