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Der Israelit · 1881-11-09 · Heft 45 (9.11.1881) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 45 (9.11.1881)
Date
1881-11-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
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1116 gab auch eine Boraitha der Gehenulehre über Kalenderberechnung, wo solche Ueberlieferungen niedergelegt waren (R. H. 20 d.). Nun will Dtainwnides erküren, was wohl der Grund gewesen sein mag, daß man die Stunde in 1080 Theile getheilt, und erwidert darauf', daß vielleicht der Umstand dabei maßgebend gewesen, daß diese Summe sich durch viele andere ohne Rest theilen läßt. Dagegen monirt nun der oben bezeichnete Mischna-Commentar sehr richtig, daß, wäre dieses der Grund für die Wahl dieser Zahl gewesen, man doch ebensogut 360 als Eintheilungszahl für die Stunde hätte nehmen i dürfen, da auch diese sich in gedachte Theile ohne Rest zerlegen läßt. Was erwiedert nun hierauf der Verfasser? „daß die Jisschariden diese Zahl erfunden hätten"; damit ist aber das Monitum gegen Rambam nicht beseitigt; denn es ist ja von vorn-! herein nicht anders vorausgesetzt gewesen, als daß j die Zahl eine Ueberlieserung ist. Maimonides hat! aber den Grund, warum die ursprünglichen Ein- > theiler — sie seien die Jisschariden oder wer anders! gewesen — diese Zahl als Ausgangspunct für die! Eintheilung der Stunde in verschiedene Theile gej wählt, darin finden wollen, weil diese Zahl durch! bezeichnete Divisoren theilbar ist, und dagegen ist! der Einwand sehr richtig, daß nach diesem > Grunde auch 360 als Theiler hätte angenommen z werden können, folglich — so meint gewiß der Fragej steller — muß dies nicht der wirkliche Grund sein,! der dabei bestimmend gewesen, als sie die Zahl 1080! gewählt; aber eine andere Zahl als Nenner für die j 73 Theile, als 1080 zu setzen, das war auch des! Fragenden Absicht nicht, denn er wußte wohl, daß! diese Zahl nicht Rambam erfunden, sondern daß dieselbe eine Ueberlieserung ist; seine Frage richtet sich! nur gegen den von Rambam für die Ueberliefernuug anj gegebenen Grund. Demnach wird auch von selbst hin-! fällig, was der Commentar des R. Salomo b. Chanoch j gegen obige Frage des njrir p entgegnet, daß; nämlich, weil die betr. Angabe (R. H. 25) lautet: j ein Mondmouat bestehe aus 29 T. St. und 73; „Theilen" man aus die Zahl 1080 schließen müsse,! weil andernfalls, da 73/3eo weit mehr als Via ist, i unsre Weisen der größer» Einfachheit wegen die! V's St. mit diesem l/i2 zu 7* St. .zusammengefaßt! und nur den Rest ("/»«<>) zugesetzt hätten. Ist nun! damit das Monitum gegen Maimonides auch nur; im Geringsten gehoben? heißt das nicht vielmehr ein j D'- yrn v? D*ü'n njye! Der Commentar p! richtet seine Frage gegen den von Rambam! angegebenen Grund für die Wahl der Zahl 1080,! darauf erwiedert nun ein anderer Commentar, daß aus dem Talmud erhelle, daß sie wirklich diese Zahl als Eintheilung für die Stunde gewählt — was > doch der erste gar nicht bezweifelt, da doch derselbe j uur urgiren wollte, daß der von Maimonides angegebene Grund nicht stichhaltig ist, sondern daß ein anderer für die ursprüngliche Wahl dieser Zahl maßgebend sein müsse, als der von Maimonides angegebene. Der sehr gelehrte Vers, hingegen bemerkt, auf die oben citirten Worte des R. Salom. b. Chanoch, derselbe schiebe die Frage von Maimonides aus die Weisen des Talmuds zurück. Kann man aber aus einem, von irgend Jemandem angegebenen Grunde eine Frage gegen die Weisen des Talmuds herleiten? oder muß man nicht vielmehr, wenn dieser Grund sich mit den Worten derselben nicht im Einklänge bringen läßt, nach einem andern, als es der angegebene ist, suchen? Die Frage des Vers, des p hat sich nur gegen den von Maimonides angegebenen Grund gewandt, berührt aber die Ueberlieferung, die die Eintheilung der Stunde auf diese Zahl 1080 gesetzt, nicht im Geringsten; denn diese dürsten auch noch andere Gründe, als den von Rambam angegebenen, dafür gehabt haben. Einen solchen theilt uns ja der Vers, selbst im Namen des •voyn 'd mit; einen noch andern wollen wir zu geben versuchen. Betrachtet man die Zahl 77i<>80 in Verbindung mit den andern, für die Umlaufszeit des Neumonds, gegebenen, so erhellt, daß dieselben weder in der gewöhnlichen Eintheilung der Stunde in Veo, noch in der Vs«o sich frei ohne Rest theilen ließen. Der Vers, gibt zwar für 793 : 1080 x : 60 44 M. 3,3 Sec. an; aber auch diese Zahl ist um ein weniges (V20520) zu hoch gegriffen. Demnach dürfte es sein, daß man ursprünglich von der Zahl 360 ausging, da auch diese durch viele Divisoren ohne Rest theilbar, da aber die Bestimmung der synodischen Umlausszeit noch einen kleineren Bruch als 360 erheischte, so wählte man, da dieser Bruchtheil ungefähr V» der Summe 360 war, bald 1080 als Theilungsziffer, weil diese die nächste Summe zu der vorigen (360) ist, die, gleich dieser, von den verschiedensten Divisoren ohne Rest getheilt werden kann. Wenn der ehrw. Vers, ferner sagt: „In der That aber hat Maimonides in den Schlußworten des Paragraphen die Antwort gegeben, indem drei Produete der angegebenen Divisoren wohl in 1080 nicht aber in 360 ausgehen, nämlich 8. 9; 3. 9; 6. 9 u. s. w., so scheint uns dieser Grund sehr unwahrscheinlich. Um eine Zahl zu haben, worin nicht nur die Zahlenreihe 1 -10, deren Summe und deren Differenz, sondern auch sämmtliche Produete, oder jedenfalls möglichst viele Produete dieser Zahlen anfgehen, würden sie die Zahl 1440, in welcher das Produet einiger Zahlen mehr, als in der 1080, ohne Rest aufgeht, nämlich: 2. 8; 4. 8; 6. 8; 8. 10, gewählt haben. Ein Versehen des ehrw. Verfassers oder ein Druckfehler ist es überdies, daß die

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